finanzen.net
06.05.2019 23:05
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Wall Street gelingt nach Trump-Drohung scharfe Erholung

(Wiederholung)

Von Florian Faust

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street hat am Montag nach einer scharfen Erholungsrally im späten Geschäft etwas leichter geschlossen. Zunächst belastete US-Präsident Donald Trump mit seiner Drohung, neue und höhere Zölle auf chinesische Waren schon ab Freitag zu erlassen, den US-Aktienmarkt im Verbund mit Asien und Europa massiv. Trump begründete sein Vorgehen damit, dass die Verhandlungen zur Beilegung des Handelsstreits zu langsam vorankämen. Doch Berichte, wonach die chinesische Verhandlungsdelegation an ihrer Reise nach Washington festhalten wolle, beruhigten die Gemüter an der Wall Street und leiteten die Erholung ein. Denn zuvor hatte es noch geheißen, China könnte angesichts der Trump-Drohungen die weiteren Verhandlungen absagen oder zumindest verschieben.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,3 Prozent auf 26.439 Punkte nach einem Tagestief bei 26.034, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßten 0,4 bzw. 0,5 Prozent ein. Umgesetzt wurden an der Nyse 795 (Freitag: 788) Millionen Aktien. Dabei standen den 1.220 (2.283) Kursgewinnern 1.680 (654) -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 125 (87) Titel aus dem Handel.

Die Märkte verfolgten genau, ob Chinas Chefunterhändler Liu He die geplante Washington-Reise absagen werde, merkte Chefanalyst Chris Weston von Pepperstone an. Das Risiko eines Scheiterns der Gespräche sei ganz klar gestiegen, kommentierte Investmentstratege Eli Lee von Bank of Singapore die jüngsten Trump-Schlagzeilen. "Märkte mögen keine solchen Überraschungen, aber wir benötigen mehr Zeit mit dieser Geschichte, weil sie vor dem Hintergrund einer superstarken Wirtschaft läuft", ergänzte Marktstratege Michael Antonelli von Robert W. Baird & Co. Er sah in den Trump-Äußerungen auch eine mögliche Verhandlungstaktik.

Anleger flüchten in "sichere Häfen"

Die verunsicherten Anleger suchten ihr Heil derweil in vermeintlich sicheren Anlagen, wie etwa Staatsanleihen. Steigende Notierungen drückten die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 2,3 Basispunkte auf 2,50 Prozent. Mit der Erholung bei Aktien kamen auch die Renditen etwas zurück.

Der Goldpreis stieg, aber erst mit nachlassender Dollarstärke. Der Preis für die Feinunze des Edelmetalls stieg um 0,1 Prozent auf 1.281 Dollar im späten Geschäft. Denn der Renminbi in China, eines der Hauptnachfrageländer für physisches Gold, war zunächst auf den tiefsten Stand seit Januar gesunken und belastete den Goldpreis.

Darüber hinaus profitierte am Devisenmarkt der Yen als klassische Fluchtwährung von Befürchtungen, dass der Handelsstreit nicht beigelegt werden könnte. Der Dollar fiel auf etwa 110,86 Yen, zeigte sich damit aber erholt von seinem Tagestief bei 110,28 Yen. Am Freitag hatte der Greenback allerdings noch rund 111,50 Yen gekostet. Der Euro notiert kaum verändert bei rund 1,12 Dollar, der ICE-Dollarindex zeigte sich ebenfalls nahezu unverändert.

Die Ölpreise litten zunächst unter Befürchtungen, dass der Handelskonflikt die chinesische Nachfrage nach Erdöl dämpfen könnte. Im Verlauf drehten die Preise aber ins Plus: Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 62,25 Dollar. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent kletterte um 0,6 Prozent auf 71,24 Dollar. Neben den Entspannungssignalen im Handelsstreit stützten die Spannungen im Nahen Osten die Preise. US-Kriegsschiffe patrouillierten im Persischen Golf im Süden des Irans. Analysten wollten die Möglichkeit einer militärischen Konfrontation auf einer für Erdöl wichtigsten Schifffahrtswege nicht ausschließen. Zudem hatte der saudische Ölkonzern Saudi Aramco die Preise für Asien und Europa angehoben.

Berkshire Hathaway mit Milliardengewinn im Blick

Andere Nachrichten spielten derweil nur eine untergeordnete Rolle am Markt. Konjunkturzyklische Werte wie Caterpillar (minus 1,7 Prozent) zählten am Aktienmarkt zu den Verlierern, dazu gesellte sich auch der Halbleitersektor, der 1,4 Prozent abgab. Advanced Micro Devices, Micron Technology und Nvidia sanken um bis zu 2,8 Prozent.

Die Holding-Gesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett hatte im Auftaktquartal einen deutlichen Nettogewinn erzielt, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Verlust angefallen war. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway fiel um 2,5 Prozent.

Boeing gaben 1,3 Prozent nach. Hier belastete neben der jüngsten Entwicklung im Zollstreit eine neue schlechte Nachricht zum Flugzeugtyp 737 Max. Nach Angaben von Vertretern der Luftfahrtbranche und der US-Regierung wusste Boeing schon 2017 von einem Fehler im Cockpit-Warnsystem, den das Unternehmen aber zunächst verschwiegen habe.

Chevron legten um 1,0 Prozent zu. Im Bieterwettstreit um Anadarko hatte Occidental die Barkomponente ihres Gebots aufgestockt, die Gesamthöhe der Offerte blieb zwar unverändert, lag aber über dem Gebot von Chevron. Occidental zogen um 1,4 Prozent an, Anadarko um 3,8 Prozent.

Sysco gewannen 3,4 Prozent, der Lebensmitteldienstleister verdiente auf bereinigter Basis mehr als gedacht. Tyson Foods stiegen um 2,6 Prozent. Der Lebensmittelkonzern setzte mehr um als erwartet. Sinclair Broadcast haussierten um 34,5 Prozent auf Allzeithoch, der Kauf des regionalen Sportnetzwerks von Walt Disney durch den Fernsehsender kam bei Analysten gut an.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 26.438,48 -0,25 -66,47 13,34

S&P-500 2.932,47 -0,45 -13,17 16,98

Nasdaq-Comp. 8.123,29 -0,50 -40,71 22,43

Nasdaq-100 7.794,09 -0,66 -51,64 23,13

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,31 -2,8 2,34 110,5

5 Jahre 2,29 -4,2 2,33 36,8

7 Jahre 2,39 -2,8 2,42 14,3

10 Jahre 2,50 -2,3 2,52 5,4

30 Jahre 2,91 -1,3 2,92 -16,1

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:32 Fr, 17.24 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1202 +0,20% 1,1192 1,1196 -2,3%

EUR/JPY 124,18 +0,44% 123,93 124,44 -1,2%

EUR/CHF 1,1399 +0,27% 1,1371 1,1385 +1,3%

EUR/GBP 0,8551 +0,66% 0,8531 0,8513 -5,0%

USD/JPY 110,87 +0,23% 110,63 111,16 +1,1%

GBP/USD 1,3100 -0,46% 1,3119 1,3152 +2,6%

Bitcoin

BTC/USD 5.675,51 -1,16% 5.637,76 5.707,26 +52,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,64 61,94 +1,1% 0,70 +33,5%

Brent/ICE 71,57 70,85 +1,0% 0,72 +30,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.280,38 1.278,90 +0,1% +1,48 -0,2%

Silber (Spot) 14,90 14,93 -0,2% -0,03 -3,8%

Platin (Spot) 876,00 871,50 +0,5% +4,50 +10,0%

Kupfer-Future 2,85 2,83 +1,0% +0,03 +8,3%

===

Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 06, 2019 17:06 ET (21:06 GMT)

Nachrichten zu NVIDIA Corp.

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu NVIDIA Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.08.2019NVIDIA BuyThe Benchmark Company
11.07.2019NVIDIA BuyCascend Securities
15.02.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
29.01.2019NVIDIA UnderperformNeedham & Company, LLC
28.01.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
21.08.2019NVIDIA BuyThe Benchmark Company
11.07.2019NVIDIA BuyCascend Securities
15.02.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
28.01.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
28.01.2019NVIDIA BuyThe Benchmark Company
29.01.2019NVIDIA UnderperformNeedham & Company, LLC
16.11.2018NVIDIA NeutralB. Riley FBR
11.08.2017NVIDIA Equal WeightBarclays Capital
11.11.2016NVIDIA Equal WeightBarclays Capital
20.09.2016NVIDIA NeutralSunTrust
04.04.2017NVIDIA UnderweightPacific Crest Securities Inc.
24.02.2017NVIDIA UnderperformBMO Capital Markets
23.02.2017NVIDIA ReduceInstinet
14.01.2016NVIDIA UnderweightBarclays Capital
26.07.2011NVIDIA underperformNeedham & Company, LLC

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für NVIDIA Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

So folgen Sie Trends!

Anleger, die ohne Stra­tegie handeln, über­leben nicht lange am Markt. Die Trend­folge­stra­tegie gilt als eine der erfolg­reichsten Stra­tegien überhaupt. Wie Sie Trends früh­zeitig erkennen und wie Sie so deut­sche Aktien handeln, erfah­ren Sie im Online-Seminar. Jetzt kostenlos anmelden!
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Dow pendelt um Nulllinie -- DAX schließt höher -- Bank of America mit Gewinneinbruch -- Wirecard weist Vorwürfe zurück -- WACKER CHEMIE, ASML, K+S, Beiersdorf, Infineon im Fokus

Tusk: Grundzüge, aber kein vollständiges Brexit-Abkommen ausgehandelt. IT-Probleme legen Produktion bei Porsche zeitweise lahm. Machtkampf bei Ceconomy eskaliert - Chef vor dem Abgang. ASOS-Aktien springen nach Zahlen hoch. EU will angeblich kartellrechtliche Maßnahmen gegen Broadcom einleiten. Pharmakonzern Roche hebt Jahresprognose erneut an.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Berufen bekommt man das höchste Gehalt
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2019
Wer verdiente am meisten?
Die Performance der Rohstoffe in in Q3 2019.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die Performance der TecDAX-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
NEL ASAA0B733
Amazon906866
Microsoft Corp.870747
Infineon AG623100
BASFBASF11
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
CommerzbankCBK100
BayerBAY001
Deutsche Telekom AG555750
TUITUAG00