finanzen.net
12.07.2018 22:20
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Wall Street legt kräftig zu - Nasdaq-Composite auf Rekordhoch

DRUCKEN

Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Die Hoffnung auf eine Lösung des schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China hat am Donnerstag die Wall Street angetrieben. Beim Dow-Jones-Index rückt wieder die Marke von 25.000 Punkten in greifbare Nähe, der Nasdaq-Composite erklomm sogar im Verlauf ein neues Rekordhoch. Zur Begründung für die positive Tendenz verwiesen Marktteilnehmer auf Berichte, wonach die USA und China eine Lösung des Handelsstreits am Verhandlungstisch anstreben. Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump noch mit der Androhung neuer Strafzölle die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Die Aufwärtstendenz kann mit entsprechenden Nachrichten aber auch ganz schnell wieder zu Ende sein, mahnte ein Beobachter.

"Die Hoffnung besteht darin, dass China und die USA in der Lage sein werden, die Probleme über ein bilaterales Abkommen zu lösen. (...)", sagte Marktanalyst Naeem Aslam von Think Markets. "Der Dow liegt derzeit gut 500 Punkte über dem Stand vom vergangenen Donnerstag, was darauf hindeutet, dass sich der Markt auf die fundamentalen Daten der US-Konjunktur fokussiert", so Investment-Strategin Lindsey Bell von CFRA.

Zudem dürfte die beginnende Berichtssaison den Radar der Investoren verstärkt auf die Entwicklung der Unternehmen legen. Hier steht zum Wochenausklang mit den Ergebnissen von JP Morgan, Wells Fargo und der Citigroup gleich das erste Highlight auf der Agenda.

Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 24.925 Punkte und schloss damit in der Nähe seines Tageshochs. Der S&P-500 stieg um 0,9 Prozent auf 2.798 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 1,4 Prozent auf 7.824 Punkte. Umgesetzt wurden 680 (Mittwoch: 695) Millionen Aktien. Dabei standen den 1.833 (843) Kursgewinnern 1.142 (2.113) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 122 (121) Titel.

Wenig Impulse setzen die aktuellen Inflationsdaten. Der Inflationsdruck in den USA hat sich im Juni verstärkt, obwohl der monatliche Anstieg der Verbraucherpreise geringer als erwartet blieb. Die Verbraucherpreise lagen 2,9 (Mai: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit auf dem höchsten Niveau seit Februar 2012. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen indes deutlich besser als erwartet aus. Allerdings könnten saisonale Faktoren durch den Unabhängigkeitsfeiertag am 4. Juli für Verzerrungen gesorgt haben.

Technologiewerte legen kräftig zu - Microsoft auf Rekordhoch

Vor allem die Technologiewerte standen bei den Investoren auf den Kauflisten ganz oben. Hier stützten die Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Für die Aktie von Microsoft ging es um 2,2 Prozent auf 104,19 Dollar nach oben. Im Verlauf hatten die Papiere bei 104,41 Dollar ein neues Allzeithoch markiert. Die Titel von Intel stiegen um 2,2 Prozent, Apple um 1,7 Prozent und Cisco gingen mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent aus dem Handel.

Dagegen stürzten Broadcom nach der Übernahme des Softwareherstellers CA um 13,7 Prozent ab. Broadcom lässt sich den Zukauf 18,9 Milliarden Dollar kosten. CA sprangen dagegen um 18,7 Prozent nach oben. Die Übernahme verstärkte die Spekulationen um eine weitere Konsolidierung in der Branche, hieß es.

Die Aktien von Comcast legten um 2,3 Prozent zu. Das Unternehmen hat im Bieterwettstreit mit Twenty-First Century Fox seine Offerte für den britischen Bezahlfernsehsender Sky erhöht. Die Aktien von Twenty-First Century Fox sanken um 0,9 Prozent.

Die Amazon-Aktie stieg um 2,4 Prozent auf 1.797 Dollar. Die Analysten von Canaccord Genuity haben ihr Kursziel von 1.800 Dollar auf 2.000 angehoben. Das neue Ziel entspreche einer Marktkapitalisierung von 970,5 Milliarden Dollar. Nach Ansicht der Analysten werden Anleger sich zunehmend bewusst, dass Umfang und Tempo der Investitionen von Amazon auf lange Sicht Hürden für Wettbewerber schafften. Die fundamentalen Daten seien so stark wie gewohnt. Der Bereich E-Commerce wachse um fast 30 Prozent.

Netflix verloren 1,2 Prozent, nachdem die UBS die Aktie auf "Neutral" abgestuft hat. Die Analysten verwiesen zur Begründung auf die hohe Bewertung. Das Papier des Streaming-Unternehmens habe sich im bisherigen Jahresverlauf um 118 Prozent verteuert. Die erfreulichen Geschäftsaussichten seien in den Kurs eingepreist.

Dollar neigte weiterhin zur Stärke

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar vor allem zum Yen deutlich zu und stieg auf den höchsten Stand seit rund sechs Monaten. Er notierte bei 112,49 Yen, nach 112,01 Yen am Vorabend. Devisen-Händler verwiesen zur Begründung auf Hoffnung, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China gelöst werden kann. Der Euro fiel zunächst, nachdem die EU-Kommission ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Euroraums im laufenden Jahr gesenkt und zugleich vor Wachstumsrisiken gewarnt hatte, die sich aus dem Handelskonflikt mit den USA ergeben. Mit den US-Preisdaten unter Erwartungen machte der Euro seine moderaten Verluste wieder wett und zeigte sich im späten US-Handel mit 1,1674 Dollar auf Vorabendniveau.

Nach den Vortagesabgaben erholte sich der Goldpreis zum US-Settlement um 0,2 Prozent auf 1.247 Dollar. Das Edelmetall scheint schon seit Wochen nicht auf den Handelskonflikt zu reagieren. Händler sagten, Gold spiele als vermeintlich sicherer Anlagehafen derzeit kaum eine Rolle. Vielmehr werde der Preis von der Geldpolitik getrieben. Die hohe US-Inflation könnte Gold als Schutz vor Geldentwertung attraktiv machen, hieß es.

Nach der steilsten Talfahrt seit Zweieinhalbjahren am Vortag erholten sich die Ölpreise zunächst etwas. Mit dem Monatsbericht der International Energy Agency (IEA), der eine Verlangsamung der Rohölnachfrage andeutete und einen Anstieg des weltweiten Angebots aufzeigte, drehte der Preis für WTI wieder ins Minus. Er verlor zum US-Settlement 0,1 Prozent auf 70,33 Dollar je Fass. Zwischenzeitlich lag WTI erstmals seit zwei Wochen wieder unter der Marke von 70 Dollar. Dagegen zeigte sich Brent mit einer Erholung und legte um 1,4 Prozent auf 74,45 Dollar zu. Am Vortag war Brent auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen.

Am Rentenmarkt zeigten sich die Notierungen kaum verändert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag wenig verändert bei 2,85 Prozent. Die Preisdaten stünden graduellen Leitzinserhöhungen in den USA nicht im Wege, hieß es im Handel.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 24.924,89 0,91 224,44 0,83

S&P-500 2.798,29 0,87 24,27 4,66

Nasdaq-Comp. 7.823,92 1,39 107,31 13,33

Nasdaq-100 7.366,25 1,69 122,27 15,16

US-Anleihen

Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD

2 Jahre 2,60 1,7 2,58 139,6

5 Jahre 2,75 0,2 2,75 82,4

7 Jahre 2,82 0,4 2,81 57,1

10 Jahre 2,85 0,2 2,85 40,4

30 Jahre 2,94 -0,7 2,95 -12,4

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.11 Uhr Mi, 17.32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1674 -0,00% 1,1674 1,1719 -2,8%

EUR/JPY 131,33 +0,51% 131,07 130,70 -2,9%

EUR/CHF 1,1702 +0,67% 1,1629 1,1643 -0,1%

EUR/GBP 0,8836 -0,04% 0,8844 1,1295 -0,6%

USD/JPY 112,49 +0,50% 112,27 111,55 -0,1%

GBP/USD 1,3210 +0,03% 1,3201 1,3235 -2,2%

Bitcoin

BTC/USD 6.192,10 -3,0% 6.347,23 6.429,14 -54,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 70,25 70,38 -0,2% -0,13 +18,2%

Brent/ICE 74,21 73,40 +1,1% 0,81 +15,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.247,19 1.242,18 +0,4% +5,01 -4,3%

Silber (Spot) 15,95 15,81 +0,9% +0,14 -5,8%

Platin (Spot) 842,10 827,75 +1,7% +14,35 -9,4%

Kupfer-Future 2,77 2,74 +1,3% +0,04 -16,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 12, 2018 16:21 ET (20:21 GMT)

Nachrichten zu Apple Inc.

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Apple Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.11.2018Apple buyUBS AG
13.11.2018Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.11.2018Apple market-performBernstein Research
12.11.2018Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
12.11.2018Apple buyUBS AG
14.11.2018Apple buyUBS AG
12.11.2018Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
12.11.2018Apple buyUBS AG
08.11.2018Apple overweightMorgan Stanley
06.11.2018Apple overweightMorgan Stanley
13.11.2018Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.11.2018Apple market-performBernstein Research
02.11.2018Apple NeutralNomura
02.11.2018Apple market-performBernstein Research
02.11.2018Apple HoldMaxim Group
26.10.2016Apple overweightMorgan Stanley
26.07.2016Apple SellBGC Partners
29.10.2015Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.09.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX moderat fester -- Asiens Börsen schließen überwiegend im Plus -- Henkel weiter mit Gegenwind -- K+S meldet Gewinnwarnung -- Buffetts Berkshire beteiligt sich an JPMorgan -- Linde, VW im Fokus

GERRY WEBER baut weitere Stellen ab und schließt nochmals Filialen. HUGO BOSS will bis 2022 Umsatz- und Gewinnwachstum beschleunigen. Novartis will sich offenbar komplett von Sandoz trennen. Brexit: EU plant Sondergipfel. Cisco überrascht mit gutem Start ins neue Geschäftsjahr. Uber weitet angeblich Verlust vor geplantem Börsengang aus.

Top-Rankings

Netter Bonus
Auf soviel Weihnachtsgeld dürfen sich Arbeitnehmer 2018 in Deutschland freuen
Die Performance der Rohstoffe in in KW 45 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die Performance der MDAX-Werte in KW 45 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die wohlhabendsten Länder der EU
Die besten Airlines der Welt 2018
Welche Fluggesellschaft triumphiert?
Best Global Brands 2018
Die Top 20 der wertvollsten Marken weltweit
Gut bezahlte Jobs
Bei diesen Top-Konzernen brauchen Bewerber keinen Abschluss
Das Schwarzbuch 2018/2019
Wo 2018 sinnlos Steuern verbrannt wurden
mehr Top Rankings

Umfrage

Horst Seehofer will sein Amt als Parteivorsitzender der CSU niederlegen aber weiterhin Bundesinnenminister bleiben. Halten Sie das für richtig?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Steinhoff International N.V.A14XB9
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Amazon906866
Deutsche Bank AG514000
Aurora Cannabis IncA12GS7
BayerBAY001
EVOTEC AG566480
Deutsche Telekom AG555750
Infineon AG623100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
BASFBASF11