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21.10.2021 15:57

MÄRKTE USA/Wall Street mit leichten Gewinnmitnahmen

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NEW YORK (Dow Jones)--Nach der Rekordjagd des Vortages startet die Wall Street am Donnerstag mit leichten Abgaben. Die Gewinnmitnahmen werden begünstigt durch den bangen Blick gen China, wo das Drama um den strauchelnden Immobilienriesen Evergrande wieder stärker ins Bewusstsein rückt. Der Konzern scheiterte mit dem Verkauf von Unternehmensteilen. Da der Bausektor in China sehr stark zum BIP-Wachstum beträgt, befürchten Händler einen Dominoeffekt. Im frühen Geschäft sinkt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 35.542 Punkte, der S&P-500 gibt 0,1 Prozent ab und der Nasdaq-Composite steigt in gleicher Größenordnung.

Übergeordnet steht die Entwicklung der US-Zinsen im Blick mit Aussagen von Fed-Gouverneur Christopher Waller am Nachmittag. Das stimmberechtigte FOMC-Mitglied hatte jüngst einen aggressiveren Kurs der US-Notenbank gefordert. Äußern werden sich auch seine Kollegen Randal Quarles und Loretta Mester. Ganz allgemein bricht sich aber auch das Gefühl Bahn, dass der Markt zu schnell zu hoch gelaufen sein könnte.

"Dies ist eine beeindruckende Trendwende gegenüber der Situation vor wenigen Wochen, als der Index gegenüber seinem Höchststand um mehr als 5 Prozent gefallen war, weil die Sorgen um Evergrande und die Schuldenobergrenze die Tagesordnung bestimmten. Die Beseitigung beider Risiken vom unmittelbaren Horizont und eine weitere Runde positiver Gewinnmeldungen haben diese Ängste jedoch weggefegt", urteilen die Strategen der Deutschen Bank unter Führung von Jim Reid.

Berichtsperiode läuft rund

Die bislang veröffentlichten Konjunkturdaten liefern ein uneinheitliches Bild: Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Vorwoche wider Erwarten leicht abgenommen. Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich dagegen im Oktober stärker eingetrübt als vorausgesagt.

Im Blick steht darüber hinaus die Berichtsperiode, der trotz der Lieferkettenprobleme erstaunlich rund läuft. Von den im S&P-500 gelisteten Unternehmen, die bislang berichtet haben, haben 81 Prozent die Erwartungen übertroffen. Ein besseres Drittquartal gab es zuletzt 2019. Passend dazu hat der Elektroautobauer Tesla zum dritten Mal in Folge einen Rekordquartalsgewinn verzeichnet. Das Unternehmen schlug zudem die Erwartungen. Die Aktie steigt um 2,4 Prozent.

IBM verlieren 6,7 Prozent. Während das Ergebnis den Erwartungen des Marktes entsprach, lag der Umsatz unter dem Analystenkonsens. Unter anderem das Cloud-Geschäft verlief schwach. Der US-Chemiekonzern Dow (+0,5%) hat im dritten Quartal von massiven Preiserhöhungen profitiert. Das Unternehmen schaffte nach einer kräftigen Steigerung des Umsatzes den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen.

Der Telekom- und Mediengigant AT&T (+1,2%) hat in der dritten Periode bei Gewinn und Nutzerwachstum die Erwartungen übertroffen. American Airlines (+1,3%) hat es im dritten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Qualtrics International hat mit ihren Finanzzahlen für das dritte Quartal die Erwartungen übertroffen und den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. Die Aktien der auf Cloud-Software für das Erfahrungsmanagement spezialisierten SAP-Tochter klettern um 7,5 Prozent.

Die Titel von HP Inc steigen um 6,2 Prozent, nachdem das Technologieunternehmen einen besser als erwartet ausgefallenen Ausblick abgegeben und seine jährliche Dividende angehoben hat. CSX ziehen um 0,2 Prozent an. Der Eisenbahnbetreiber hat Umsatz und Nettogewinn gesteigert und die Markterwartungen übertroffen.

Biontech reagieren positiv auf die Veröffentlichung von Studienergebnissen zur Auffrischungsimpfung mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens. Der Wirkungsgrad liegt bei 95,6 Prozent im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Die Titel der Mainzer gewinnen 3,5 Prozent.

Dollar kommt zurück

Der Dollarindex stagniert und gibt damit zwischenzeitliche Aufschläge wieder ab. Laut Morgan Stanley wird der Greenback von den zuletzt deutlich gestiegenen Erdölpreisen gestützt. Mittlerweile exportierten die USA Rohöl und versorgten sich selbst, daher bestehe eine positive Korrelation zwischen Dollar und hohen Erdölpreisen. Zudem stütze die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik.

Am Rentenmarkt tut sich nicht viel, die Renditen verharren damit auf den Fünfmonatshochs des Vortages. Die Wirtschaft wachse moderat und die Geldpolitik bewege sich auf die Zinswende zu, heißt es. Auch der Goldpreis stagniert. Die Ölpreise geben nach den Vortagesaufschlägen leicht nach. Mit dem Ruf aus den USA, Indien und Japan nach einem höheren Angebot und dem Unwillen der Gruppe Opec+, zu reagieren, dürften die Rohölpreise kurzfristig aber weiter zulegen, heißt es.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 35.541,81 -0,2% -67,53 +16,1%

S&P-500 4.532,09 -0,1% -4,10 +20,7%

Nasdaq-Comp. 15.142,41 +0,1% 20,73 +17,5%

Nasdaq-100 15.393,25 +0,0% 4,54 +19,4%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,41 2,1 0,39 29,1

5 Jahre 1,18 2,0 1,16 82,3

7 Jahre 1,48 0,6 1,48 83,5

10 Jahre 1,66 -0,2 1,66 74,0

30 Jahre 2,13 -0,5 2,13 48,0

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 9:01 Uhr Mi, 17:34 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1643 -0,1% 1,1649 1,1644 -4,7%

EUR/JPY 132,42 -0,6% 132,75 133,00 +5,0%

EUR/CHF 1,0683 -0,3% 1,0708 1,0711 -1,2%

EUR/GBP 0,8429 +0,0% 0,8439 0,8425 -5,6%

USD/JPY 113,75 -0,5% 114,06 114,21 +10,1%

GBP/USD 1,3813 -0,1% 1,3811 1,3817 +1,1%

USD/CNH (Offshore) 6,3929 -0,0% 6,3923 6,3914 -1,7%

Bitcoin

BTC/USD 65.254,01 -0,9% 64.922,01 66.708,76 +124,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 82,73 83,42 -0,8% -0,69 +73,5%

Brent/ICE 84,91 85,82 -1,1% -0,91 +67,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.782,35 1.782,13 +0,0% +0,23 -6,1%

Silber (Spot) 24,12 24,28 -0,6% -0,15 -8,6%

Platin (Spot) 1.052,15 1.053,75 -0,2% -1,60 -1,7%

Kupfer-Future 4,58 4,73 -3,2% -0,15 +30,1%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 21, 2021 09:58 ET (13:58 GMT)

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