MÄRKTE USA/Wall Street mit Preisdaten auf Allzeithochs - Fed bremst

12.06.24 22:17 Uhr

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NEW YORK (Dow Jones)--Befeuert von wieder aufgeflammten Zinssenkungshoffnungen hat die Wall Street am "Super-Mittwoch" neue Rekordstände erklommen. Der Dow-Jones-Index sank um 0,1 Prozent auf 38.712 Punkte - auch gebremst von Nike. S&P-500 und Nasdaq-Composite zogen um 0,9 bzw. 1,5 Prozent an. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 2.033 (Dienstag: 1.018) Kursgewinner und 803 (1.802) -verlierer. Unverändert gingen 47 (62) Titel aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500 sowie die technologielastigen Nasdaq-Indizes makierten Allzeithochs. Vor allem zinssensible Technologie- und Halbleitertitel waren gesucht, die Sektorindizes im S&P lagen mit plus 2,5 bzw. 3,0 Prozent vorn. Allerdings schlossen die Indizes wegen der falkenhaften Verlautbarungen der Fed in der Nähe der Tagestiefs.

Erstmals seit 2020 standen zugleich Inflationsdaten aus den USA und die Ergebnisse einer US-Notenbanksitzung an einem Tag an. Anleger konzentrierten sich auf die US-Verbraucherpreise, die Aktienanlegern eine positive Überraschung bescherten. Denn die mit Spannung erwarteten Preisdaten fielen niedriger als veranschlagt aus - auch in der Kernrate. "Der Verbraucherpreisindex fiel besser aus als erwartet, um ein Zehntel in allen Bereichen", urteilte Rentenstratege Andrew Brenner von NatAlliance Securities. Preisten die Märkte eine Zinssenkung in den USA im September bislang mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent ein, waren es nach den Daten 73 Prozent - im Anschluss an die Fed-Kommentare aber nur noch 61 Prozent.

Denn am Abend ebbte die Zinshoffnung mit der Fed leicht ab. Die US-Notenbank stellte für dieses Jahr nur noch eine Zinssenkung in Aussicht. Dies deutet darauf hin, dass die meisten Ratsmitglieder es nicht eilig haben, die Zinsen zu senken. "Die Inflation ist immer noch zu hoch", erläuterte Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Pressekonferenz. Dass die Zentralbank ihren Leitzins bestätigte, war indes keine Überraschung.

Anleihen ziehen an

Am Anleihemarkt zogen die Notierungen mit den Preisdaten deutlich an und drückten die Renditen. Sinkende Marktzinsen und die Spekulation auf baldige Zinssenkungen belasteten den Dollar, der Dollarindex sank um 0,5 Prozent. Mit der Fed kamen Renditen und Greenback von den Tagestiefs zurück.

Mit den Zinsenkungsspekulationen war zunächst auch Gold gesucht, der Preis des Edelmetalls stieg klar unter Tageshoch um 0,2 Prozent. Das Edelmetal profitierte von sinkenden Marktzinsen und auch als Inflationsschutz. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hatte gewarnt, die Inflationsentwicklung der nächsten Monate dürfte "schwierig" werden. Mit den Fed-Aussagen verpufften höhere Aufschläge dann aber.

Aufwärts ging es mit den Ölpreisen. Selbst ein unerwarteter Anstieg der US-Rohöllagebestände bremste den Preisauftrieb nur bedingt. Am Markt wurde nach Aussage von Händlern mit einer fortdauernd hohen Nachfrage nach Erdöl gerechnet, nachdem die EIA ihre Prognose des weltweiten Ölverbrauchs 2024 erhöht und das Opec-Kartell seine optimistische Erwartung an die Nachfrage bekräftigt hatte.

Oracle gesucht - Apple nicht zu bremsen

Unter den Einzelwerten zogen Oracle um 13,2 Prozent an. Das Softwareunternehmen kündigte neue KI-Verträge mit Google, Microsoft und OpenAI an, worüber schwächer als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse in den Hintergrund geraten.

Apple zeigten sich nach den deutlichen Aufschlägen am Vortag mit einem weiteren Plus von 2,9 Prozent und eilten damit von einem Allzeithoch zum nächsten. Damit hat der Technologiegigant Microsoft als wertvollstes Börsenunternehmen der Welt wieder überholt. Treiber des Anstiegs war die Vorstellung der neuen KI-Strategie des iPhone-Herstellers gepaart mit positiven Analystenstimmen. Allerdings halfen auch die deutlich gesunkenen Marktzinsen.

Nike zählten im Dow mit minus 2,3 Prozent zu den schwächsten Werten. Der US-Sportartikelhersteller hatte bei seinen Bemühungen, die großgeschriebene Version des Wortes "Footware" für technikbezogene Produkte als Marke zu schützen, einen Rückschlag erlitten. Das Gericht der Europäischen Union wies die Markenanmeldung von Nike zurück und gab damit der Klage des deutschen Rivalen Puma statt. Zudem verurteilte es den weltgrößten Schuhhersteller zur Zahlung der Prozesskosten.

Fedex sanken um 1,5 Prozent. Der Paketlogistiker plant die Entlassung von bis zu 2.000 Mitarbeitern in Europa. Amazon verloren 0,2 Prozent. Der Online-Händler wird in den nächsten 15 Jahren Milliarden von Dollar in Taiwan investieren, um dort Rechenzentren zu errichten. Casey's General Stores legte über den Erwartungen ausgefallene Quartalszahlen vor und prognostizierte ein jährliches Wachstum bei einer vielbeachteten Umsatzkennziffer. Der Kurs schoss um 16,7 Prozent nach oben.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 38.712,21 -0,1% -35,21 +2,7%

S&P-500 5.421,03 +0,9% 45,71 +13,7%

Nasdaq-Comp. 17.608,44 +1,5% 264,89 +17,3%

Nasdaq-100 19.465,18 +1,3% 254,99 +15,7%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,76 -6,7 4,83 34,2

5 Jahre 4,33 -9,0 4,42 32,9

7 Jahre 4,32 -8,7 4,41 35,1

10 Jahre 4,33 -7,5 4,40 44,7

30 Jahre 4,48 -5,2 4,54 51,4

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:05 Di, 17:28 % YTD

EUR/USD 1,0805 +0,6% 1,0745 1,0727 -2,2%

EUR/JPY 169,48 +0,4% 168,96 168,70 +8,9%

EUR/CHF 0,9665 +0,2% 0,9642 0,9642 +4,2%

EUR/GBP 0,8445 +0,2% 0,8431 0,8432 -2,7%

USD/JPY 156,87 -0,3% 157,23 157,28 +11,3%

GBP/USD 1,2795 +0,6% 1,2744 1,2721 +0,6%

USD/CNH (Offshore) 7,2624 -0,1% 7,2693 7,2737 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 67.596,30 +0,3% 67.293,44 66.796,02 +55,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,36 77,90 +0,6% +0,46 +8,0%

Brent/ICE 82,47 81,92 +0,7% +0,55 +8,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 35 34,17 +2,4% +0,84 +6,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.320,67 2.316,83 +0,2% +3,84 +12,5%

Silber (Spot) 29,72 29,28 +1,5% +0,45 +25,0%

Platin (Spot) 964,50 956,00 +0,9% +8,50 -2,8%

Kupfer-Future 4,53 4,51 +0,4% +0,02 +15,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 12, 2024 16:18 ET (20:18 GMT)

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