MÄRKTE USA/Wall Street nach Trump-Aussagen zu Iran unter Druck
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DOW JONES--US-Präsident Donald Trump bestimmt weiter die Schlagzeilen und das Geschehen an der Wall Street. Belastet von der mit Enttäuschung aufgenommenen Trump-Rede zum Iran-Krieg starten die US-Börsen mit Verlusten in den Donnerstag - den letzten Handelstag der Woche. Denn an Karfreitag ruht der Aktienhandel in den USA. Der Dow-Jones-Index fällt um 1,3 Prozent auf 45.947 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,3 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite verliert 1,9 Prozent.
Der US-Präsident machte Hoffnungen auf ein rasches Ende des Nahostkrieges zunichte. Trump wiederholte, dass der Krieg gegen Iran kurz vor dem Ende stehe und nannte erneut ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen. Zugleich drohte er aber auch mit neuen harten Schlägen gegen den Iran. Während die Aktienkurse nachgeben, steigen Notierungen für Erdöl und den Fluchthafen Dollar.
"Die Marktstimmung hat sich über Nacht verschlechtert", sagt Ökonom Peter Sidorov von der Deutschen Bank. Trumps Rede "lieferte wenig bis gar nichts Neues zu potenziellen Zeitplänen oder Bedingungen für die Beendigung der Feindseligkeiten gegen den Iran (...). Es gab kein Signal, dass die USA einen unmittelbaren Ausweg aus dem Krieg suchen", fügt er hinzu.
Mit den Ölpreisen geht es kräftig nach oben. Die Trump-Aussagen schürten die Befürchtung von Versorgungsunterbrechungen, so Teilnehmer. Trump habe zwar im Allgemeinen seine Äußerungen wiederholt, dass der Krieg in einigen Wochen enden werde, aber der militärische Zeitplan sei nicht der wirtschaftliche, meint Chefökonom Ryan Sweet von Oxford Economics. Das Hauptrisiko stelle die Straße von Hormus dar, und Trumps Rede habe jegliche Klarheit - oder einen Plan - zur Wiedereröffnung vermissen lassen. Das werde den Aufwärtsdruck auf den Ölpreis aufrechterhalten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 7,7 Prozent auf 108,90 Dollar. Die US-Sorte WTI verteuert sich um 12,4 Prozent auf 112,57 Dollar das Barrel.
Der Dollar gewinnt mit dem Stimmungsumschwung wieder an Attraktivität als Fluchtwährung in Krisenzeiten - der Dollar-Index steigt um 0,5 Prozent. Mit anziehenden Ölpreisen steigen auch wieder die Inflationssorgen und mit ihnen Zinserhöhungsspekulationen. Am Anleihemarkt steigt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf 4,34 Prozent. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht könne ein entscheidender Katalysator für die Renditen und Dollar sein, mutmaßt Analyst Zaheer Anwari vom Revacy Fund. Ein stärkerer Beschäftigungsaufbau als erwartet könne dazu führen, dass die Märkte ein höheres Risiko von US-Zinserhöhungen einpreisten. Der Goldpreis gibt mit festem Dollar und anziehenden Marktzinsen 3,2 Prozent ab.
Die Konjunkturdaten des Tages liefern angesichts der Dominanz des Krieges kaum einen Impuls, auch wenn sie besser als erwartet ausfielen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche wider Erwarten zurück. Sie liegt noch immer auf relativ niedrigem Niveau, was von der soliden Beschäftigungslage in den USA zeugt. Das Handelsbilanzdefizit war im Februar geringer als angenommen.
Bei den Einzelwerten zeigen sich die Aktien von US-Fluggesellschaften mit Abgaben. Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs und die deutlich anziehenden Ölpreise belasten. Delta Air Lines fallen um 4,3 Prozent und United Airlines büßen 6,7 Prozent ein. Dagegen legen die Aktien von Exxon Mobil und Occidental Petroleum mit den kräftig anziehenden Ölpreisen um 3,5 und 5,7 Prozent zu.
Globalstar springen um 10,5 Prozent nach oben, laut Financial Times befindet sich Amazon (-2,3%) in Gesprächen über eine Übernahme des Satellitenbetreibers. Die Aktien des konkurrierenden Satellitenunternehmens Iridium Communications legen um 9,3 Prozent zu. Penguin Solutions steigen um 9,5 Prozent nach besser als gedacht ausgefallenen Zweitquartalszahlen des Herstellers von KI-Computing-Infrastruktur. Die Gesellschaft hob zudem den Ausblick an.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 45.946,72 -1,3 -619,02 46.565,74
S&P-500 6.488,08 -1,3 -87,24 6.575,32
NASDAQ Comp 21.433,42 -1,9 -407,53 21.840,95
NASDAQ 100 23.578,36 -1,8 -441,63 24.019,99
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,81 +0,01 3,87 3,79
5 Jahre 3,96 +0,01 4,02 3,94
10 Jahre 4,34 +0,02 4,39 4,31
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr
EUR/USD 1,1524 -0,6 -0,0064 1,1588 1,1605
EUR/JPY 183,93 -0,0 -0,0200 183,95 184,0700
EUR/CHF 0,9222 +0,2 0,0019 0,9203 0,9214
EUR/GBP 0,8722 +0,2 0,0014 0,8708 0,8714
USD/JPY 159,61 +0,5 0,8300 158,78 158,6600
GBP/USD 1,321 -0,7 -0,0094 1,3304 1,3316
USD/CNY 6,8947 +0,3 0,0227 6,8720 6,8720
USD/CNH 6,8979 +0,3 0,0222 6,8757 6,8770
AUS/USD 0,6883 -0,6 -0,0043 0,6926 0,6933
Bitcoin/USD 65.902,79 -3,3 -2.275,93 68.178,72 68.652,62
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 112,57 +12,4 12,45 100,12
Brent/ICE 108,9 +7,7 7,74 101,16
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.605,74 -3,2 -151,56 4.757,30
Silber 70,67 -5,9 -4,45 75,12
Platin 1.914,02 -2,5 -49,64 1.963,66
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/hab
(END) Dow Jones Newswires
April 02, 2026 09:52 ET (13:52 GMT)
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