MÄRKTE USA/Wall Street von Geopolitik ausgebremst

12.04.24 18:50 Uhr

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NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street gibt am Freitag nach und baut die Verluste bis zum Mittag Ortszeit noch etwas aus. Die internationale Politik warnt vor den Folgen einer direkten Konfrontation zwischen dem Iran und Israel. Die geopolitischen Spannungen lassen Anleger vor dem Wochenende ihr Risiko reduzieren. "Das hätte große Auswirkungen auf den Energiesektor, aber in den letzten Wochen gab es ähnliche Schlagzeilen am Freitag, die nie zu etwas geführt haben", versucht Marktstratege Paul Hickey von Bespoke Investment Group die Sorgen des Marktes etwas zu beruhigen. Die Ölpreise ziehen mit den Schlagzeilen an. Am Aktienmarkt verliert der Dow-Jones-Index 1,2 Prozent auf 38.002 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 1,4 bzw. 1,6 Prozent ein.

Aber auch die anlaufende Berichtssaison lieferte erste Enttäuschungen, JP Morgan und Citi werden nach dem Quartalsbericht mit deutlichen Abschlägen gehandelt. In der den Markt seit Tagen beherrschenden Zinsdebatte gibt es keine neuen Erkenntnisse: Einerseits sprechen höher als gedacht ausgefallene Importpreise gegen Zinssenkungen, andererseits spricht die maue Stimmung der US-Verbraucher eher dafür. Denn der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung fiel, Ökonomen hatten einen knappen Anstieg prognostiziert.

Dollar legt deutlich zu

Am Rentenmarkt geben die Renditen nach ihrem Höhenflug deutlich nach. Die geopolitischen Risiken lassen Anleger den vermeintlich sicheren Anleihehafen ansteuern. Auch das schwache Verbrauchervertrauen stützt die Rentennotierungen.

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar sehr fest. Der Dollarindex legt um 0,7 Prozent zu. Auch der Greenback profitiert von seiner Reputation als vermeintlich sicherer Hafen. Zudem stützen die hohen Importpreise. Der Euro baut seine Verluste am Nachmittag deutlich aus. Die Zinsdifferenz spricht für den Greenback. Diese liegt bei 10-jährigen US-Staatsanleihen und entsprechenden Bundesanleihen auf dem höchsten Niveau seit 2019. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB vor der Fed in den Zinssenkungszyklus einsteige, sei hoch, urteilt Devisenanalyst Kit Juckes von der Societe Generale.

Die Ölpreise steigen wieder kräftig an. Marktteilnehmer verweisen auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Nahen Osten, vor allem die Sorge vor einem möglichen direkten Angriff des Iran auf Israel. Dies würde eine erhebliche Eskalation des Konflikts bedeuten.

Banken nach Zahlen schwach

JP Morgan Chase hat im ersten Quartal 6 Prozent mehr verdient. Die Einnahmen stiegen um 9 Prozent und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Die US-Bank warnte jedoch davor, dass die höheren Zinsen allmählich ihr Geschäft beeinträchtigten und prognostiziert ein gedämpftes Wachstum für den Rest des Jahres. Die Aktie gibt um 5,4 Prozent nach.

Die Citigroup (-3%) hat im ersten Quartal wie erwartet einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Gewinn sackte unter anderem wegen Kosten für den Umbau des Instituts um 27 Prozent ab. Die Einnahmen sanken um 2 Prozent.

Wells Fargo (-0,3%) hat im ersten Quartal weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, aber die Markterwartungen übertroffen. Blackrock notieren 2 Prozent tiefer. Der Vermögensverwalter hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet und das verwaltete Vermögen deutlich gesteigert. Der Kurs fällt mit dem Gesamtmarkt.

Lockheed Martin legen um 0,2 Prozent zu. Das Unternehmen hat in den USA den Zuschlag für einen Rüstungsvertrag im Bereich der Raketenabwehr im Wert von bis zu 4,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Lockheed soll Aktualisierungen und neue Funktionen für das Führungs-, Kampfmanagement- und Kommunikationssystem (C2BMC) für die Raketenabwehrbehörde liefern.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 38.002,27 -1,2% -456,81 +0,8%

S&P-500 5.124,86 -1,4% -74,20 +7,4%

Nasdaq-Comp. 16.173,92 -1,6% -268,27 +7,7%

Nasdaq-100 17.991,76 -1,7% -316,22 +6,9%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,88 -8,3 4,97 46,2

5 Jahre 4,54 -9,9 4,64 53,8

7 Jahre 4,53 -9,5 4,63 56,0

10 Jahre 4,51 -8,5 4,59 62,6

30 Jahre 4,61 -6,6 4,68 64,3

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:20 Uhr Do, 17:21 % YTD

EUR/USD 1,0640 -0,8% 1,0710 1,0711 -3,7%

EUR/JPY 162,90 -0,9% 164,09 164,16 +4,7%

EUR/CHF 0,9707 -0,5% 0,9756 0,9756 +4,6%

EUR/GBP 0,8548 +0,0% 0,8540 0,8553 -1,5%

USD/JPY 153,09 -0,1% 153,23 153,25 +8,7%

GBP/USD 1,2447 -0,9% 1,2539 1,2522 -2,2%

USD/CNH (Offshore) 7,2674 +0,2% 7,2584 7,2577 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 68.705,31 -2,1% 70.870,78 69.830,47 +57,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 85,91 85,02 +1,0% +0,89 +18,3%

Brent/ICE 90,55 89,74 +0,9% +0,81 +18,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 30,79 29,45 +4,6% +1,34 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.371,25 2.372,38 -0,0% -1,13 +15,0%

Silber (Spot) 28,44 28,50 -0,2% -0,06 +19,6%

Platin (Spot) 989,80 983,50 +0,6% +6,30 -0,2%

Kupfer-Future 4,27 4,25 +0,4% +0,02 +9,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

(END) Dow Jones Newswires

April 12, 2024 12:51 ET (16:51 GMT)

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11.01.2019BlackRock HoldDeutsche Bank AG
08.09.2017BlackRock OverweightBarclays Capital
19.10.2016BlackRock BuyUBS AG
09.09.2016BlackRock BuyDeutsche Bank AG
16.06.2016BlackRock BuyDeutsche Bank AG
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08.09.2017BlackRock OverweightBarclays Capital
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11.01.2019BlackRock HoldDeutsche Bank AG
08.05.2015BlackRock Equal WeightBarclays Capital
18.05.2012BlackRock neutralUBS AG
26.03.2009BlackRock neutralCredit Suisse Group
25.02.2009BlackRock neutralCredit Suisse Group
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28.03.2008BlackRock underperformCredit Suisse Group

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