MÄRKTE USA/Wall Street vor moderaten Aufschlägen

27.02.24 15:01 Uhr

NEW YORK (Dow Jones)--Nach zwei mauen Sitzungen könnte die Wall Street am Dienstag wieder Aufschläge verbuchen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas festeren Start schließen. Allerdings dürften die sich andeutenden moderaten Aufschläge am großen Bild zunächst nichts ändern - von Kauflaune wollen Händler nichts wissen. Denn Akteure neigen nach der jüngsten Rekordjagd weiter eher zu Gewinnmitnahmen als zu Käufen; außerdem steht am Donnerstag der PCE-Deflator der persönlichen Ausgaben auf dem Kalender. Das Preismaß wird von der US-Notenbank favorisiert im Hinblick auf den weiteren geldpolitischen Kurs und besitzt somit Potenzial, für stärkere Impulse am Renten- wie am Aktienmarkt zu sorgen. Im Vorfeld könnten sich daher Akteure bedeckt halten.

"Die anhaltende Zinsdebatte wird auch in der neuen Woche fortgesetzt, ohne dass es zu einer nennenswerten Lösung oder Änderung kommt", erläutern die Analysten von SPI Asset Management. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Roten Meer verbunden mit höheren Frachtkosten dürften die Inflation tendenziell befeuern, heißt es im Handel. Argumente für baldige Zinssenkungen liefern die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Januar. Die sind deutlicher zurückgegangen als gedacht.

Marktzinsen am kurzen Ende des Marktes sinken

Am Rentenmarkt fallen die Renditen mehrheitlich - vor allem am kurzen Ende des Marktes. Der Dollarindex gibt in der Folge um 0,1 Prozent nach. Ein signifikanter Anstieg des PCE-Index könnte die Fed dazu veranlassen, die Erwartungen der Märkte in Bezug auf eine Zinssenkung weiter zu untergraben, was zu einer Stärkung des Dollars führen könnte, so eine Stimme im Handel.

Die Erdölpreise geben leicht nach. Laut Bank of America dürften die Ölpreise kurzfristig einen Boden gefunden haben. Die Ölnachfrage dürfte bis 2025 aufgrund der strukturellen Veränderungen der Energiewende in verschiedenen Sektoren aber zu einem langsameren Wachstumspfad führen. Aktuell werde der Preis von der wachsenden Hoffnung auf einen Waffenstillstand im Gaza-Streifen gebremst, heißt es im Handel. Laut US-Präsident Joe Biden hat Israel einer Feuerpause während des Ramadan zugestimmt, sollte die Terrororganisation Hamas Geiseln freilassen.

Zoom ziehen kräftig an

Unter den Einzelwerten zeichnen sich kräftige Gewinne bei Zoom Video Communications ab. Vorbörslich geht es um 8,4 Prozent nach oben. Der Videokonferenzanbieter hat gute Geschäftszahlen vorgelegt und prognostiziert für das laufende Jahr einen über den Erwartungen liegenden Gewinn.

Anders bei Workday, wo der Kurs um 3,9 Prozent zurückkommt. Das Cloud-Unternehmen übertraf zwar die Erwartungen für den Quartalsgewinn und erfüllte die Umsatzprognosen, enttäuschte aber mit der Prognose für das Wachstum im Geschäftsjahr 2025. Cargurus (-13%) meldete für das vierte Quartal Gewinn und Umsatz über Erwarten, enttäuschte aber ebenso mit dem Ausblick.

Lowe's verlieren 0,4 Prozent. Die Einzelhandelskette hat den Gewinn trotz rückläufiger Umsätze gesteiert. Chevron werden ein 0,6 Prozent niedriger gesehen, Hess 2,9 Prozent. Exxon Mobil liegen knapp behauptet im Markt. Exxon Mobil erwägt, den Preis, den Chevron Hess für die Beteiligung an einem Ölprojekt vor der Küste Guyanas geboten hat, ebenfalls zu bieten. Das könnte den Megadeal zwischen Chevron und Hess zum Scheitern bringen.

Coinbase steigen um 6,3 Prozent. Die Aktie der Kryptowährungsbörse zieht damit parallel mit dem sprunghaften Anstieg von Bitcoin auf rund 57.000 Dollar an - den höchsten Stand seit November 2021. Bitcoin wird getrieben von einem verringerten Angebot, da die anstehende Generierung von Bitcoin knapper ausfallen wird.

CarGurus brechen nach einem schwachen Ausblick um 11 Prozent ein. Gegenläufig ziehen Hims & Hers Health um 16,9 Prozent nach einer optimistischen Unternehmensprognose an. Nach hoher als ohnehin befürchtet ausgefallen Verlusten stürzen Unity Software um 13,5 Prozent ab.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,69 -3,8 4,72 26,7

5 Jahre 4,29 -1,8 4,31 29,4

7 Jahre 4,31 -0,5 4,32 34,3

10 Jahre 4,28 +0,3 4,28 40,4

30 Jahre 4,41 +1,4 4,40 44,1

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:20 Mo, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,0849 -0,0% 1,0858 1,0851 -1,8%

EUR/JPY 163,03 -0,3% 163,37 163,58 +4,8%

EUR/CHF 0,9546 -0,0% 0,9548 0,9555 +2,9%

EUR/GBP 0,8558 +0,1% 0,8558 0,8555 -1,3%

USD/JPY 150,27 -0,3% 150,45 150,75 +6,7%

GBP/USD 1,2676 -0,1% 1,2688 1,2684 -0,4%

USD/CNH (Offshore) 7,2131 +0,0% 7,2098 7,2118 +1,3%

Bitcoin

BTC/USD 56.889,15 +4,0% 56.260,62 52.859,90 +30,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 77,36 77,58 -0,3% -0,22 +6,9%

Brent/ICE 82,38 82,53 -0,2% -0,15 +7,1%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 23,67 23,85 -0,8% -0,18 -25,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.036,43 2.031,24 +0,3% +5,19 -1,3%

Silber (Spot) 22,63 22,53 +0,5% +0,11 -4,8%

Platin (Spot) 892,50 881,10 +1,3% +11,40 -10,0%

Kupfer-Future 3,83 3,82 +0,2% +0,01 -1,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mpt

(END) Dow Jones Newswires

February 27, 2024 09:01 ET (14:01 GMT)

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