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26.03.2020 18:24

MÄRKTE USA/Wall Street wieder auf Rallykurs

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NEW YORK (Dow Jones)--Bereits den dritten Tag in Folge geht es an der Wall Street am Donnerstag steil aufwärts. Viele Anleger sorgen sich, zu spät auf einen abfahrenden Aufwärtszug zu springen. Der Markt bleibt indes schwankungsanfällig. Einige Händler zweifeln, ob die Gewinne gehalten werden. Die Volatilität deute auf verunsicherte Investoren, die sich mit vielen widersprüchlichen Informationen auseinandersetzten, sagt Portfolioverwalter Vikas Pershad von M&G Investments. "Was wir sehen, ist eine sehr große Diskrepanz zwischen der gegenwärtigen Welt und der Zukunft, die die Märkte einpreisen."

Gegen Mittag New Yorker Zeit steigt der Dow-Jones-Index um 5,2 Prozent auf 22.301 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 4,8 bzw. 4,1 Prozent zu. Die US-Politik hat das billionenschwere Stimulipaket wenigstens auf den Weg gebracht. Damit hat der US-Senat das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Zwar muss das Repräsentantenhaus noch zustimmen, doch dies dürfte keine Hürde sein. Freilich bezweifeln immer mehr Händler, dass die Summe aller Hilfsprogramme weltweit überhaupt finanziert werden kann.

Sind Hilfspakete finanzierbar?

Unabhängig von der Finanzierbarkeit wird aber auch deutlich, wie sehr das Paket gebraucht wird. Denn die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung explodieren förmlich auf knapp 3,3 Millionen nach 281.000 in der Vorwoche. Die Prognose hatte nur bei 1,5 Millionen Anträgen gelegen. Allerdings gab es auch Befürchtungen in der Größenordnung von 4 Millionen. Angesichts der Hire- and Fire-Praxis in den USA werden die Daten zudem als lediglich kurzfristiger Indikator gesehen. Auch Finanzminister Steven Mnuchen hofft, dass mit den staatlichen Maßnahmen bald wieder Einstellungen erfolgen.

Am Devisenmarkt zeigt der Dollar Schwäche. Der ICE-Dollarindex büßt 1,5 Prozent ein. Die Aussicht auf steigende Arbeitslosigkeit in den USA steigert die Attraktivität des vermeintlich sicheren Rentenhafens. Auch das Kaufprogramm der US-Notenbank stützt die Notierungen und belastet zugleich den Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 6,4 Basispunkte auf 0,86 Prozent.

Geldschwemme, Dollarschwäche und die Suche nach Sicherheit in wirtschaftlichen Krisenzeiten befeuern den Goldpreis. Die Feinunze verteuert sich um 1,7 Prozent auf 1.639 Dollar. Das ungehemmte Anwerfen der Gelddruckmaschinen bei den Notenbanken dürfte den meisten Marktteilnehmern klar gemacht haben, dass ihre Zahlungsmittel bald nicht mehr viel wert sein werden. Die drohende Inflation spielt dem Gold in die Karten.

Apple im Plus

Die schwachen Arbeitsmarktdaten dürften ein Vorbote einer sinkenden Benzin- und Erdölnachfrage sein. US-Leichtöl der Sorte WTI gibt je Fass 4,7 Prozent auf 23,35 Dollar nach, europäisches Referenzöl der Sorte Brent büßt 2,2 Prozent auf 26,78 Dollar ein.

Unter den Einzelaktien steigen Apple um 3,4 Prozent mit dem festen Gesamtmarkt. Vorbörslich hatte es noch nach Verlusten ausgesehen. Denn die Coronavirus-Pandemie könnte bei Apple die geplante Markteinführung neuer Modelle laut einem Bericht verzögern.

Micron Technology ziehen um 6,3 Prozent an. Der Gewinn ging im zweiten Quartal zwar massiv zurück, auf bereinigter Basis und je Aktie schnitt Micron aber deutlich besser als von Analysten geschätzt ab. Der Ausblick fiel im Rahmen der kursierenden Schätzungen aus. Groupon sind 9,6 Prozent ins Plus gedreht. Der Online-Marktplatz hatte den Weggang von CEO und COO mitgeteilt.

Für Shoe Carnival geht es um 19 Prozent nach oben. Der Schuhhändler konnte seinen Gewinn ausweiten und zugleich den Umsatz leicht steigern. Beide Kennziffern übertrafen die Erwartungen. Der Carsharing-Anbieter Hyrecar wies einen ausgeweiteten Quartalsverlust aus. Die Aktie bricht um 13,8 Prozent ein.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 22.301,12 5,19 1100,57 -21,86

S&P-500 2.594,57 4,81 119,01 -19,69

Nasdaq-Comp. 7.685,05 4,07 300,76 -14,35

Nasdaq-100 7.769,27 4,01 299,66 -11,04

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,29 -3,9 0,33 -90,9

5 Jahre 0,48 -5,8 0,54 -144,0

7 Jahre 0,68 -7,4 0,75 -157,1

10 Jahre 0,80 -6,4 0,86 -164,8

30 Jahre 1,35 -9,3 1,44 -171,5

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:17 Uhr Fr, 17:38 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1033 +1,39% 1,0923 1,1062 -1,6%

EUR/JPY 120,89 +0,08% 119,02 118,99 -0,8%

EUR/CHF 1,0631 -0,02% 1,0583 1,0565 -2,1%

EUR/GBP 0,9066 -1,48% 0,9458 0,8944 +7,1%

USD/JPY 109,59 -1,25% 108,98 107,55 +0,8%

GBP/USD 1,2174 +3,01% 1,1546 1,2366 -8,1%

USD/CNH (Offshore) 7,0921 -0,48% 7,1158 7,0302 +1,8%

Bitcoin

BTC/USD 6.655,01 -0,62% 5.405,26 5.365,01 -7,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 23,35 24,49 -4,7% -1,14 -61,1%

Brent/ICE 26,78 27,39 -2,2% -0,61 -58,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.639,11 1.611,61 +1,7% +27,50 +8,0%

Silber (Spot) 14,49 14,34 +1,0% +0,15 -18,8%

Platin (Spot) 738,50 740,10 -0,2% -1,60 -23,5%

Kupfer-Future 2,18 2,21 -1,6% -0,04 -22,4%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/jhe

(END) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 13:25 ET (17:25 GMT)

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