finanzen.net
14.03.2019 21:18
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Wenig Bewegung - Brexit-Abstimmung belastet nicht

DRUCKEN

Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer wenig veränderten Tendenz hat die Wall Street am Donnerstag den Handel beendet. Schwache Konjunkturdaten aus China und wieder aufkommende Zweifel über ein bald bevorstehendes Handelsabkommen drückten auf die Stimmung und sorgten für Zurückhaltung bei den Investoren. Dagegen sorgte das Votum des britischen Parlaments, den Brexit über den 29. März hinaus zu verschieben nur für wenig Bewegung, denn ein solches Ergebnis war erwartet worden.

Eine deutliche Mehrheit des britischen Parlaments stellte sich hinter einen Antrag der Regierung, der vorsieht, bei der EU einen Aufschub des Brexit zu beantragen. Premierministerin Theresa May will zudem den mit Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag, den die Abgeordneten bereits zweimal ablehnten, nun bis zum kommenden Mittwoch erneut im Unterhaus zur Abstimmung stellen.

May schlägt eine Verschiebung des für den 29. März geplanten Brexit bis zum 30. Juni vor, falls die Abgeordneten den Vertrag im dritten Anlauf absegnen sollten. Fällt das Abkommen jedoch erneut durch, soll der EU-Austritt nach dem Willen der Regierung noch über den 30. Juni hinaus aufgeschoben werden.

Der Dow-Jones-Index gewann sieben auf 25.710 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,1 Prozent auf 2.808 Punkte. Am Vortag war der Index noch auf den höchsten Stand seit vier Monaten geklettert. Der Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,2 Prozent auf 7.631 Punkte. Es wurden 909 (Mittwoch: 954) Millionen Aktien umgesetzt. Dabei standen den 1.380 (2.009) Kursgewinnern 1.563 (930) -verlierer gegenüber, während 92 (93) Titel unverändert schlossen.

Das nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat gegen den von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zur Finanzierung der Grenzmauer gestimmt hat, belastete nicht. Der Präsident will sich über den Beschluss beider Kongresskammern hinwegsetzen und ihn mit seinem Veto brechen, um die Notstandserklärung aufrechtzuerhalten.

Handelsgespräche wohl doch noch nicht auf der Zielgeraden

Nachdem zuletzt immer wieder von Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen China und den USA die Rede war, sieht US-Präsident Trump nun keinen Grund mehr zur Eile. Trump warnte Peking, dass er kein Abkommen abschließen würde, das nicht die Forderungen der USA erfüllt. Zu Reportern sagte er, dass er sich von einem schlechten Angebot abwenden würde, wie er es beim Gipfel in Hanoi mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un getan hatte.

Daneben standen US-Konjunkturdaten im Blickpunkt. So ist die Zahl der Erstanträge etwas stärker als erwartet gestiegen, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, weil in den USA praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Die Importpreise stiegen ebenfalls etwas deutlicher als erwartet. Die US-Neubauverkäufe sind im Januar etwas stärker zurückgegangen als prognostiziert.

Schwacher GE-Ausblick keine Überraschung - Aktie legt zu

Für keine große Enttäuschung sorgte der aktualisierte Geschäftsausblick von General Electric (GE). Die Aktie gewann 2,8 Prozent. Zum einen waren die Anleger gewarnt, denn in der vergangenen Woche hatte CEO Larry Culp angedeutet, dass der freie Cashflow in diesem Jahr negativ ausfallen könnte, und damit einen Kursrutsch ausgelöst. Überdies strebt GE für das kommende Jahr wieder einen positiven Cashflow an. Der traditionsreiche Mischkonzern war in den vergangenen Jahren ins Straucheln geraten und die Aktie 2018 nach über 100 Jahren Zugehörigkeit aus dem Dow-Jones-Index entfernt worden.

Facebook gaben um 1,8 Prozent nach. Nachdem das soziale Netzwerk am Mittwoch stundenlang lahmgelegt war, berichtet nun die New York Times, die Datenvereinbarungen Facebooks mit anderen Technologie-Unternehmen würden polizeilich untersucht.

Der Kurs von Johnson & Johnson fiel um 1,0 Prozent. Die Jury an einem kalifornischen Gericht hat einer Klägerin 29 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen. Die Frau macht ein Körperpuder von Johnson & Johnson für ihre Krebserkrankung verantwortlich.

Die Apple-Aktie rückte um 1,1 Prozent vor. Im laufenden Quartal ist der Anteil von Apple an den schon genutzten Smartphones in China gestiegen, so Morgan Stanley. Und im Februar seien erstmals seit einem halben Jahr die Erwartungen an die iPhone-Produktion nicht gesenkt worden. Die schlechte Nachricht sei, dass chinesische Hersteller Apple im letzten Kalenderquartal des Vorjahres jeden Monat Marktanteile bei den "aktiven" Smartphones abgenommen hätten.

Pfund fällt nach Brexit-Abstimmung zurück

Am Devisenmarkt kam das britische Pfund nach dem Ergebnis der Abstimmung im Parlament unter Druck und rutschte bis auf 1,3215 Dollar ab und damit in die Nähe des Tagestiefs. Im Vorfeld hatte die Devise bei 1,3270 Dollar gelegen. Am Vortag hatte das Pfund bei 1,3337 Dollar noch ein Neunmonatshoch markiert, nachdem sich das Parlament gegen einen Brexit ohne Abkommen mit der EU ausgesprochen hatte. Im späten US-Handel lag das Pfund bei 1,3227 Dollar.

Die Ölpreise zeigten sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. US-Öl der Sorte WTI profitierte weiter von dem zur Wochenmitte gemeldeten Rückgang der US-Ölvorräte. Damit legte WTI bereits den vierten Handelstag in Folge zu. Dagegen litt die globale Referenzsorte Brent unter den wieder zunehmenden Sorgen, dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und China doch noch nicht bevorsteht. Der Preis für ein Barrel WTI stieg zum US-Settlement um 0,6 Prozent auf 58,61 Dollar. Brent reduzierte sich dagegen um 0,5 Prozent auf 67,23 Dollar.

Der Goldpreis gab nach und fiel wieder deutlicher unter die Marke von 1.300 Dollar. Die bestehenden Sorgen in Bezug auf den Brexit und die Handelsgespräche seien vom Markt ausgeblendet worden, hieß es. Sollte die Feinunze sich unter 1.300 Dollar festsetzen, sei ein weiterer Rückschlag in Richtung 1.280 Dollar wahrscheinlich, hieß es. Der Preis fiel zum US-Settlement um 1,1 Prozent auf 1.295 Dollar.

Der Anleihemarkt bewegte sich kaum. Die jüngsten US-Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen und deuteten auf ein anhaltendes Wachstum hin, wenn auch mit gemäßigter Geschwindigkeit, sagte ein Teilnehmer. Der Markt warte nun auf einen Impuls. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 0,4 Basispunkt auf 2,62 Prozent.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.709,94 0,03 7,05 10,21

S&P-500 2.808,48 -0,09 -2,44 12,03

Nasdaq-Comp. 7.630,91 -0,16 -12,50 15,01

Nasdaq-100 7.243,01 -0,19 -13,97 14,42

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,45 -0,0 2,45 125,2

5 Jahre 2,43 -0,3 2,43 50,5

7 Jahre 2,52 0,1 2,52 27,3

10 Jahre 2,62 0,4 2,62 18,0

30 Jahre 3,04 2,8 3,02 -2,3

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:44 Mi, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,1302 -0,31% 1,1323 1,1305 -1,4%

EUR/JPY 126,27 +0,11% 126,35 125,73 +0,4%

EUR/CHF 1,1348 -0,22% 1,1370 1,1361 +0,8%

EUR/GBP 0,8546 +0,32% 0,8529 0,8554 -5,0%

USD/JPY 111,71 +0,41% 111,60 111,21 +1,9%

GBP/USD 1,3227 -0,62% 1,3278 1,3218 +3,6%

Bitcoin

BTC/USD 3.850,27 -0,04% 3.842,00 3.850,88 +3,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,50 58,26 +0,4% 0,24 +27,0%

Brent/ICE 67,17 67,55 -0,6% -0,38 +22,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.296,21 1.309,91 -1,0% -13,70 +1,1%

Silber (Spot) 15,19 15,46 -1,7% -0,27 -2,0%

Platin (Spot) 823,55 844,73 -2,5% -21,18 +3,4%

Kupfer-Future 2,89 2,93 -1,5% -0,04 +9,6%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 14, 2019 16:18 ET (20:18 GMT)

Nachrichten zu Apple Inc.

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Apple Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
10.04.2019Apple ReduceHSBC
27.03.2019Apple market-performBernstein Research
27.03.2019Apple buyUBS AG
27.03.2019Apple buyUBS AG
26.03.2019Apple overweightMorgan Stanley
26.03.2019Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
21.03.2019Apple Strong BuyNeedham & Company, LLC
21.03.2019Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
27.03.2019Apple market-performBernstein Research
26.03.2019Apple HoldMaxim Group
26.03.2019Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
10.04.2019Apple ReduceHSBC
26.10.2016Apple overweightMorgan Stanley
26.07.2016Apple SellBGC Partners
29.10.2015Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Oster-Wochenende -- Gewinnmitnahmen bei Wirecard-Aktie -- Daimler wohl vor Jobaubbau -- Senvion, Deutsche Post, Pinterest, OSRAM im Fokus

Apple nimmt zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling in Betrieb. PUMA-Aktionäre segnen Aktiensplit ab, wählen 2 AR-Mitglieder neu. Samsung nimmt Falt-Handy wegen möglicher Mängel unter die Lupe. 3,4 Milliarden Dollar: Cannabis-Megadeal in Nordamerika eingefädelt.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier gibt es die beliebtesten Jobs
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
mehr Top Rankings

Umfrage

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht sich derzeit starker Kritik ausgesetzt. Zu Recht?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Facebook Inc.A1JWVX
Netflix Inc.552484
Alphabet A (ex Google)A14Y6F
Intel Corp.855681
TwitterA1W6XZ
GoProA1XE7G
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Amazon906866