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21.03.2019 17:14
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MÄRKTE USA/Zinspause treibt Aktienkurse - Levi mit fulminanter Rückkehr

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Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Mit etwas Verspätung greifen die Börsianer an der Wall Street die Steilvorlage der US-Notenbank vom Vortag auf. Führte deren überaus taubenhaftes Auftreten am Mittwoch noch lediglich zu einem kleinen Strohfeuer am Aktienmarkt, nehmen die Kurse nun Fahrt auf. Zwar seien taubenhafte Fed-Aussagen erwartet worden, doch "sie waren noch etwas taubenhafter als gedacht", sagt Brian Jacobsen, Senior Investment Stratege bei Wells Fargo Asset Management. Rückenwind kommt daneben von Konjunkturdaten vom Tage, die durchweg besser ausgefallen sind als gedacht.

Dass die US-Notenbank die Wachstumsprognose der USA gesenkt hat, gerät in den Hintergrund, zumal sich dieses mit 2,1 (zuvor 2,3) Prozent weiter sehen lassen kann.

Der Dow-Jones-Index gewinnt zur New Yorker Mittagszeit 0,8 Prozent auf 25.953 Punkte. Für den S&P-500 geht es ebenfalls um 0,8 Prozent nach oben, während die technologielastigen Nasdaq-Indizes bis zu 1,0 Prozent vorankommen.

Die US-Notenbank hat eine längere Zinspause in Aussicht gestellt. Während die Prognose im Dezember noch zwei Zinsschritte vorsah, ist jetzt 2019 keiner mehr geplant. Zudem sendete sie für den Abbau ihrer seit den Anleihekäufen massiv aufgeblähten Bilanz ebenfalls ein geldpolitisches Lockerungssignal.

Micron-Aussagen stützen Chip-Sektor - Biogen stürzen ab

Schlusslicht sind wie am Vortag Bankaktien und Papiere aus dem Finanzsektor. Sie werden von der Aussicht auf ein weiter erhalten bleibendes Niedrigzinsumfeld gebremst. Ein niedriges Zinsniveau engt die Zinsmargen der Geldinstitute ein, macht also das traditionelle Kreditgeschäft weniger lohnend. Außerdem schmälert es die Erträge von Anlagen in Zinspapieren. Der S&P-500-Bankenindex verliert 1,0 Prozent.

Ganz anders der Halbleitersektor. Dessen Index legt um 2,7 Prozent zu und ist Spitzenreiter. Zum einen profitiert der Technologiesektor ganz allgemein von niedrigen Zinsen, zum anderen gibt es positive Branchennachrichten von Micron Technologies. Die Aktie schießt um 9,1 Prozent nach oben. Der Chiphersteller hat überraschend gute Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt und will zum Abbau des Überangebots seine Chip-Produktion zurückfahren. Außerdem sollen die Investitionen um 1,5 Milliarden Dollar reduziert werden.

Die Aussicht auf ein geringeres Angebot werde dazu führen, dass sich die Preise für Chips erholen, folgern Analysten. AMD gewinnen 5,9 Prozent und Intel 1,4 Prozent.

Die Apple-Aktie verbessert sich um 3,5 Prozent auf 194,82 Dollar, gestützt von einer "Strong Buy"-Empfehlung der Analysten von Needham nach zuvor "Buy". Sie haben zugleich das Kursziel auf 225 von 180 Dollar erhöht. Bei Wedbush lautet das Kursziel nun auf 215 nach zuvor 200 Dollar.

Die Biogen-Aktie stürzt dagegen um 29 Prozent ab auf 227,38 Dollar. Das Biotechnologieunternehmen und der japanische Pharmahersteller Eisai haben eine Studie zu einem Alzheimer-Präparat kurz vor dem Ziel abgebrochen. Nach dem Fehlschlag gebe es nicht mehr viel in der Medikamentenpipeline von Biogen, so die Analysten von Mizuho. Sie senken daher ihr Kursziel drastisch auf 235 von 416 Dollar.

Der Kurs des Bekleidungsherstellers Guess fällt um 14 Prozent. Das Unternehmen hat im vierten Quartal deutlich schlechter abgeschnitten als erwartet. Auch die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr enttäuscht. Nach über den Erwartungen ausgefallenen Ergebnissen für das dritte Quartal springen Conagra Brands um 11,4 Prozent nach oben.

Erster Levi-Kurs 30 Prozent über Ausgabepreis

Fulminant gestaltet sich die Börsenrückkehr des traditionsreichen Jeans-Herstellers Levi Strauss. Wurde der Ausgabepreis angesichts starker Investorennachfrage im Vorfeld schon von 14 bis 16 auf 17 Dollar erhöht, lag der erste Kurs bei 22,22 Dollar. Das entspricht einem Gewinn für Erstzeichner von über 30 Prozent. Zuletzt ging die Aktie mit 22,85 Dollar noch etwas höher um. Levi wurde zum Börsengang damit mit rund 6,6 Milliarden Dollar bewertet.

Levi Strauss war 1985 von den Nachkommen des Gründers Levi Strauss privatisiert worden. Das Konstrukt einer Zweiklassen-Aktiengattung sorgt dafür, dass die Familie zukünftig einen maßgeblichen Einfluss auf wichtige Entscheidungen haben wird.

Darden Restaurants verteuern sich um 7 Prozent dank gut ausgefallener Geschäftszahlen. Die Muttergesellschaft von Restaurantketten wie Olive Garden und Longhorn Steakhouse hat zudem den Ausblick angehoben.

Nike notieren im Vorfeld der Vorlage des Quartalsergebnisses nach Handelsende gut 1 Prozent im Plus und liegen damit nur knapp unter dem jüngsten Allzeithoch.

Dollar erholt - Pfund auf Talfahrt

Der Dollar holt seine Vortagesverluste wieder auf, der Dollarindex zieht um fast 0,7 Prozent an. Das Pfund Sterling steht weiter unter Druck wegen eines nun doch wieder drohenden harten Brexit am 29. März. Laut Medienberichten wird die EU die Bitte der britischen Premierministerin Theresa May um eine Verschiebung des Brexits auf Ende Juni ablehnen. Sie bestehe auf einem Austritt spätestens zum 22. Mai und damit vor der Europawahl. Zudem müsse das britische Unterhaus den von May mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag erst noch billigen.

Das Risiko eines ungeregelten Brexits könnte laut den Analysten von MUFG das Pfund auf 1,30 Dollar fallen lassen. Aktuell kostet es 1,3080 Dollar. Im Tageshoch notierte es bei 1,3227 Dollar. Wenn es Spitz auf Knopf stehe, sollte beiden Seiten eine längere Verschiebung aber lieber sein als ein Brexit ohne Abkommen und dann dürfte das Pfund sich erholen, mutmaßt MUFG.

Die Ölpreise verteidigen ihre kräftigen Vortagesgewinne weitgehend. Ein unerwartet starker Rückgang der US-Ölvorräte hatte die Preise zur Wochenmitte auf ein Viermonatshoch getrieben. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 0,1 Prozent auf 60,15 Dollar.

Am Anleihemarkt werden die Vortagesgewinne ebenfalls verteidigt mit der angekündigten Zinspause und Spekulationen über möglicherweise sogar bald fallende Zinsen. Die Zehnjahresrendite liegt weiter bei 2,53 Prozent.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.953,88 0,81 208,21 11,26

S&P-500 2.849,14 0,88 24,91 13,65

Nasdaq-Comp. 7.811,59 1,07 82,63 17,73

Nasdaq-100 7.454,62 1,00 73,87 17,77

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,40 -0,0 2,40 119,4

5 Jahre 2,33 -0,2 2,33 40,5

7 Jahre 2,43 0,7 2,42 18,0

10 Jahre 2,53 0,2 2,52 8,2

30 Jahre 2,97 -0,6 2,97 -10,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:00 Uhr Mi 17.06 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1359 -0,55% 1,1423 1,1350 -0,9%

EUR/JPY 125,90 -0,45% 126,18 126,48 +0,1%

EUR/CHF 1,1273 -0,43% 1,1323 1,1325 +0,2%

EUR/GBP 0,8695 +0,44% 0,8642 0,8610 -3,4%

USD/JPY 110,84 +0,10% 110,47 111,43 +1,1%

GBP/USD 1,3068 -0,96% 1,3220 1,3185 +2,4%

Bitcoin

BTC/USD 3.962,25 -1,67% 4.026,13 4.000,50 +6,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 60,18 60,23 -0,1% -0,05 +29,4%

Brent/ICE 68,25 68,50 -0,4% -0,25 +24,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.310,40 1.314,03 -0,3% -3,63 +2,2%

Silber (Spot) 15,49 15,49 +0,0% +0,00 -0,1%

Platin (Spot) 861,58 863,19 -0,2% -1,61 +8,2%

Kupfer-Future 2,91 2,92 -0,1% -0,00 +10,5%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 21, 2019 12:14 ET (16:14 GMT)

Nachrichten zu Apple Inc.

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17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
10.04.2019Apple ReduceHSBC
27.03.2019Apple market-performBernstein Research
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27.03.2019Apple buyUBS AG
26.03.2019Apple overweightMorgan Stanley
26.03.2019Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
21.03.2019Apple Strong BuyNeedham & Company, LLC
21.03.2019Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
27.03.2019Apple market-performBernstein Research
26.03.2019Apple HoldMaxim Group
26.03.2019Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
10.04.2019Apple ReduceHSBC
26.10.2016Apple overweightMorgan Stanley
26.07.2016Apple SellBGC Partners
29.10.2015Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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