MÄRKTE USA/Zinssorgen bremsen Wall Street weiter - Dow im Plus

16.04.24 18:09 Uhr

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NEW YORK (Dow Jones)--Andauernde Zinssorgen und weiter steigende Renditen bremsen auch am Dienstag die Wall Street ein. Gleichwohl können sich die Indizes von anfänglichen deutlichen Verlusten wieder erholen. Beim Dow-Jones-Index fällt das Plus sogar etwas kräftiger aus, was am deutlichen Kursgewinn der Aktie von Unitedhealth nach überzeugenden Zahlen liegt. Am Mittag (Ortszeit) verbessert sich der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 37.907 Punkte. Dagegen zeigt sich der S&P-500 kaum verändert und der Nasdaq-Composite erhöht sich um 0,1 Prozent.

Überraschend starke Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA hatten am Montag Befürchtungen genährt, dass sich die US-Notenbank mit einer ersten Zinssenkung noch länger Zeit lassen könnte als bislang angenommen, was am Aktienmarkt zu deutlichen Verlusten geführt hatte. Auch die Gefahr einer weiteren Eskalation des Nahostkonflikts bereitete Anlegern Sorgen und dürfte sie weiter vorsichtig agieren lassen.

Am Dienstag wurden konjunkturseitig die Baugenehmigungen und -beginne aus dem März veröffentlicht, die jeweils die Erwartungen verfehlten. Gegenüber dem Vormonat wurde jeweils ein unerwartet starker Rückgang verzeichnet, der besonders bei den Baubeginnen drastisch ausfiel. Die März-Daten zur Industrieproduktion lagen im Rahmen der Erwartungen. Derweil hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose des US-Wirtschaftswachstums für dieses und das kommende Jahr erhöht, was eher gegen Zinssenkungen spricht.

Berichtssaison rückt stärker in den Fokus

Daneben geht die Bilanzsaison in eine neue Runde mit Erstquartalszahlen von - unter anderem - Johnson & Johnson, Bank of America und Morgan Stanley. Der Pharmahersteller Johnson & Johnson hat im Quartal mehr verdient als erwartet, doch fiel der Umsatz etwas geringer aus als angenommen. Die Aktie fällt um 1,6 Prozent. Morgan Stanley (+4,2%) steigerte den Gewinn entgegen den Erwartungen deutlich. Die Bank of America (-3,5%) hat einen Gewinnrückgang verzeichnet und die Erwartungen nur erfüllt.

Überraschend gut auf bereinigter Basis hat Unitedhealth im ersten Quartal abgeschnitten. Unbereinigt drückten unter anderem Kosten infolge einer Cyberattacke den Krankenversicherer in die roten Zahlen. Allerdings bestätigte das Unternehmen seine Jahresziele. Mit einem Plus von 6,0 Prozent führt die Aktie den Dow mit weitem Abstand an. International Paper (-1,3%) übernimmt die britische DS Smith für 7,22 Milliarden Dollar in Aktien.

Renditen legen weiter zu

Schwindende Zinssenkungshoffnungen treiben am Anleihemarkt die Renditen weiter nach oben, wenn auch mit etwas gebremstem Tempo. Für die Rendite zehnjähriger Papiere geht es um 4,4 Basispunkte auf 4,65 Prozent nach oben.

Der Dollar behauptet seine jüngsten Gewinne. Michael Brown, Research-Stratege bei Pepperstone, sieht den Dollar weiter auf dem Vormarsch. Er profitiere von Zuflüssen in sichere Häfen inmitten steigender geopolitischer Risiken sowie der andauernden überdurchschnittlichen Entwicklung der US-Wirtschaft. Beides "deutet darauf hin, dass ein weiterer Aufwärtstrend (des Dollar) zu erwarten ist", so Brown.

Die Ölpreise zeigen sich wenig verändert. Zwar stützt auf der einen Seite die Gefahr einer neuerlichen Eskalation des Nahostkonflikts, auf der anderen Seite belasten aber Befürchtungen, dass die hohen US-Zinsen die Nachfrage nach Öl dämpfen könnten.

Der Goldpreis baut seine jüngsten deutlichen Gewinn noch leicht aus. Die Feinunze steigt um 0,2 Prozent auf 2.387 Dollar. Das Edelmetall profitiert weiter von seinem Status als "sicherer Hafen".

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 37.907,23 +0,5% 172,12 +0,6%

S&P-500 5.063,83 +0,0% 2,01 +6,2%

Nasdaq-Comp. 15.898,28 +0,1% 13,26 +5,9%

Nasdaq-100 17.750,80 +0,2% 43,96 +5,5%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,96 +3,8 4,92 53,8

5 Jahre 4,67 +5,0 4,62 67,0

7 Jahre 4,67 +4,7 4,62 69,7

10 Jahre 4,65 +4,4 4,60 76,8

30 Jahre 4,75 +3,0 4,72 78,1

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:09 Uhr Mo, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0631 +0,1% 1,0613 1,0632 -3,7%

EUR/JPY 164,31 +0,3% 163,77 164,01 +5,6%

EUR/CHF 0,9703 +0,2% 0,9688 0,9715 +4,6%

EUR/GBP 0,8545 +0,1% 0,8544 0,8538 -1,5%

USD/JPY 154,56 +0,2% 154,29 154,28 +9,7%

GBP/USD 1,2439 -0,1% 1,2423 1,2453 -2,2%

USD/CNH (Offshore) 7,2638 +0,1% 7,2728 7,2599 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 62.023,14 -2,0% 62.933,59 64.729,80 +42,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 85,48 85,41 +0,1% +0,07 +17,7%

Brent/ICE 90,13 90,10 +0,0% +0,03 +17,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 33,38 31,40 +6,3% +1,98 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.387,40 2.383,15 +0,2% +4,25 +15,8%

Silber (Spot) 28,29 28,87 -2,0% -0,58 +19,0%

Platin (Spot) 969,10 967,50 +0,2% +1,60 -2,3%

Kupfer-Future 4,30 4,38 -1,7% -0,07 +10,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 16, 2024 12:09 ET (16:09 GMT)

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13.10.2020JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
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