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11.10.2019 13:18
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MARKT-AUSBLICK/Neue Zuversicht für DAX & Co berechtigt

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit neuer Zuversicht dürften sich die Aktienmärkte weltweit in der kommenden Woche zeigen. Denn die überraschend versöhnlichen Töne im Handelsstreit USA-China und der dokumentierte Wille zu einer Einigung könnten die Märkte weiter beflügeln. Dem DAX steht zwar mit der 12.500er-Marke noch ein schwerer Widerstand bevor, an dem er immerhin dreimal gescheitert ist. Aber fundamentale Neubewertungen überrennen solche historischen Kursmarken üblicherweise. Vor Beginn der US-Strafzölle notierte der DAX bei etwa 13.000 Punkten - wenig spricht also dagegen, dorthin wieder zurückzulaufen.

China-Einigung würde auch Rezessionsangst dämpfen

Dazu kommt, dass sich auch die zuletzt stark belastenden Rezessionsängste zu einem großen Teil auf die Strafzölle stützten. Eine Einigung im Zollstreit dürfte daher auch schnell die Angst vor einem weiteren Abrutschen der Weltwirtschaft zumindest teilweise relativieren. Wie hoch die dementsprechend eingepreiste Risikoprämie über den Aktienmärkten war, geht in den Analystenschätzungen weit auseinander. Aber Händler weisen darauf hin, dass vor Beginn des Handelsstreits die DAX-Prognosen von 13.500 Zählern als durchaus angemessen betrachtet wurden. Anders als damals kommt nun aber noch die völlig veränderte Zinslandschaft hinzu.

Der globale Lockerungskurs sollte zumindest helfen, die schlechten Nachrichten aus der Vergangenheit aufzufangen. Denn jetzt geht es auch wieder los mit der Berichtssaison. Und da sollten Anleger vom dritten Quartal nicht zu viel erwarten. Die Chancen sind groß, dass eine Welle von enttäuschenden Ertragsmeldungen auch die Stimmungslage belastet. Eine eventuelle Einigung im Handelsstreit war im dritten Quartal für die Unternehmen kein Thema - eher das genaue Gegenteil. Entsprechend düster oder vorsichtig dürften auch die Ausblicke ausfallen.

So warnten die Analysten von Morgan Stanley bereits, dass die Konsenserwartungen für das vierte Quartal in Europa noch "viel zu rosig" seien. Dies erhöhe das Risiko für Senkungen durch Unternehmen und Abstufungen durch Analysten. Von den Berichten zum dritten Quartal erwarten sie bestenfalls durchwachsene Ergebnisse: Abwärtsrisiken sehen sie unter anderem bei Banken, Markenartikeln, Ölunternehmen. Positiv überraschen könnten Bauunternehmen, Lebensmittelproduzenten und Software, so wie SAP bereits eindrucksvoll gezeigt hat.

Berichtssaison startet - Stimmung grottenschlecht

Die Berichtssaison in den USA dreht in der kommenden Woche schon vor allem im Finanzsektor voll auf. In Europa werden zumindest erste Umsatzzahlen vorgelegt. Dabei sind Branchenriesen wie Roche, Unilever, Vivendi, Nestle und Danone. Noch interessanter als die Zahlen selbst dürfte die Reaktion des Marktes darauf sein. Sollte er selbst die zu erwartenden schlechten Ausblicke einigermaßen wegstecken, wäre dies wirklich ein Zeichen für eine Bodenbildung an den Aktienmärkten.

Eine der besten Voraussetzungen dafür wurde jedenfalls schon geschaffen, nämlich die grottenschlechte Stimmung an den Börsen. Vor allem an der Wall Street war sie im Verlauf der vergangenen Woche angesichts der bis dahin negativen Trends im US-chinesischen Handelsstreit, der Impeachment-Bestrebungen gegen den US-Präsidenten und der weltweit enttäuschenden Einkaufsmanager-Indizes auf neue Tiefs gefallen. Die Umfrage des US-Anlegerverbandes AAII zeigt, dass mittlerweile 44 Prozent aller Privatanleger Bären geworden waren. Das ist eine historisch depressive Gemütslage, denn im Durchschnitt sind gerade einmal 30,5 Prozent aller Anleger so negativ. Die gute Nachricht dahinter ist, dass damit viel frisches Kapital an den Seitenlinien lauert, das wieder an den Börsen investiert werden muss. Und wer verkaufen wollte, ist schon längst raus aus diesem Markt. Die Chancen, dass die Karten an den Börsen wieder neu gemischt werden, sind gut.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 11, 2019 07:19 ET (11:19 GMT)

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