Aktien von Novo Nordisk, Pfizer, Eli Lilly und Co. teils unter Druck: Trump droht offenbar mit 100%-Zöllen

Pharmaaktien haben am Donnerstag nach Berichten über mögliche 100%-Zölle der Trump-Administration auf bestimmte Medikamente nachgegeben.
Werte in diesem Artikel
• Trump plant offenbar 100%-Zölle auf bestimmte Medikamente
• US-Pharmaaktien unter Druck
• Deals mit dem Weißen Haus könnten Schutz bieten
Die US-Regierung unter Donald Trump plant offenbar die Einführung von Zöllen auf bestimmte Medikamente. Wie Investing.com unter Berufung auf die Financial Times berichtet, könnten die Abgaben schon ab dem heutigen Donnerstag angekündigt werden und vor allem Firmen treffen, die noch keine Vereinbarung mit dem Weißen Haus getroffen haben.
Im US-Handel schlugen die Aktien großer US-Pharmaunternehmen unterschiedliche Richtungen ein: Novo Nordisk ADRs stiegen an der NYSE letztlich um 1,34 Prozent auf 36,97 US-Dollar, während Eli Lilly-Titel um 1,94 Prozent auf 936,03 US-Dollar nachgaben. Johnson & Johnson und Pfizer verloren 0,47 Prozent auf 242,97 US-Dollar bzw. 0,77 Prozent auf 28,33 US-Dollar. Merck & Co. notierten 0,14 Prozent höher bei 121,01 US-Dollar, daneben fielen Moderna an der NASDAQ um 1,66 Prozent auf 49,20 US-Dollar.
Trump plant wohl Drohungen aus 2025 umzusetzen
Die geplanten Zölle setzen eine Drohung Trumps aus dem vergangenen Jahr um. Damals hatte er angekündigt, auf Importe von Marken- und patentierten Medikamenten Zölle von bis zu 100 Prozent zu erheben, sofern die Hersteller nicht in den Bau von Produktionsstätten in den USA investieren. Die Financial Times berichtet laut Investing.com weiter, dass die Zölle für Länder, die bereits Vereinbarungen mit dem Weißen Haus getroffen haben, gedeckelt werden.
Strategische Deals schützen Unternehmen
Der Schritt ist Teil von Trumps breiterer Strategie, mehr Investitionen und Fertigung in den USA zu fördern. Unternehmen wie Pfizer, AstraZeneca und Novo Nordisk haben bereits Vereinbarungen mit dem Weißen Haus geschlossen und sind damit teilweise von den geplanten Abgaben ausgenommen.
Analysten sehen die Zolldrohung als potenziellen kurzfristigen Belastungsfaktor für US-Pharmakonzerne. Dennoch könnten strategische Partnerschaften mit der Regierung, wie im Fall von Pfizer oder Novo Nordisk, die Unternehmen langfristig absichern.
Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
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