19.02.2018 20:01
Bewerten
(1)

Merkel: Finanzlage der EU nach Brexit kritisch

DRUCKEN

BERLIN (dpa-AFX) - Die EU steht nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Finanzplanung für die kommenden Jahre vor großen Herausforderungen. Nicht nur der bevorstehende Brexit bringe für Europa bei der Neuverteilung der Finanzlasten erhebliche Probleme mit sich. Auch neue Zukunftsaufgaben wie die Verteidigungspolitik, wie Migration und Bekämpfung von Fluchtursachen müssten mit der neuen Finanzplanung gestemmt werden, machte die CDU-Vorsitzende am Montag vor Treffen mit dem luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel und später mit dem niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte deutlich.

Durch den Brexit entsteht in der EU eine Haushaltslücke von etwa zwölf Milliarden Euro jährlich. Der mittelfristige Finanzrahmen ist unter anderem Thema des informellen EU-Gipfels am Freitag in Brüssel. Die finanzielle Lage sei "sehr fordernd". Nicht alle EU-Mitgliedstaaten seien dafür, nach dem Austritt Großbritanniens mehr Geld auszugeben, sagte Merkel. Die Niederlande hatten bereits Forderungen nach einer Ausweitung des EU-Haushalts eine Absage erteilt.

Rutte sagte nun an die Adresse von Merkel, man habe "über die Jahre hin ein enges Verhältnis aufgebaut", sowohl persönlich wie politisch verstehe man sich gut. Man sei sowohl bei politischen wie auch bei Wirtschaftsfragen sehr oft gemeinsam vorangegangen. "Ich bin froh über die Aussicht, dass Angela Merkel und ich die enge Zusammenarbeit nach Abschluss der Regierungsbildung fortsetzen können", sagte Rutte. Auch Merkel unterstrich, beide Seiten hätten bei den europäischen Herausforderungen immer konstruktiv zusammengearbeitet.

Merkel und Bettel forderten mehr Bürgernähe in Europa. "Gerade im Vorfeld der europäischen Wahlen wird es sehr wichtig sein, die Bürger mitzunehmen", sagte Merkel. Bettel betonte: "Luxemburg will eine Union, die nach vorne gerichtet ist, näher am Bürger ist und sich auf die Sorgen der Bürger konzentriert."

Bettel wie Rutte wünschten Merkel Erfolg bei der Regierungsbildung. Eine starke Regierung in Berlin sei wichtig für ihre jeweiliges Land und für Europa, machten beide Gäste deutlich.

Rutte sagte mit leichtem ironischen Unterton, er wisse aus eigener Erfahrung, dass es mit der Regierungsbildung manchmal etwas länger dauern könne. Rutte hatte in den Niederlanden im Oktober - mehr als sieben Monate nach der Parlamentswahl - eine neue Regierung bilden können. Der rechtsliberale Rutte führt nun eine Mitte-Rechts-Koalition. Mit 225 Tagen war es die bislang längste Regierungsbildung in der Geschichte der Niederlande./bk/rm/tl/DP/he

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Wachstumsaktien!

Wo bieten sich Anlegern weltweit die besten Wachstumschancen? Wir stellen Ihnen im neuen Anlegermagazin vier Titel mit viel Potenzial vor.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX mit kleinem Plus -- Stillstand an der Wall Street -- Netflix-Bilanz am Abend -- Trump: EU als Feind -- Deutsche Bank: Überraschend hoher Gewinn -- thyssenkrupp, Bank of America, VTG im Fokus

Dialog Semiconductor-Aktie weiter auf Erholungskurs nach guten Quartals-Eckdaten. Linde verkauft Amerika-Geschäfte an Messer und CVC für 2,8 Milliarden Euro. Fiat: Streik gegen Ronaldo-Transfer ein "eklatanter Flop". Chinas Premier Li warnt USA: Ein Handelskrieg hat keine Gewinner.

Top-Rankings

WM: Die weltbesten Fußballnationen
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
Die teuersten Städte für Expats 2018
Hier ist das Leben für ausländische Fachkräfte besonders teuer
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier gibt es die beliebtesten Jobs
Sparweltmeiste
Welche Länder die meisten Währungsreserven haben
Wer hat am meisten Einfluss?
Die charismatischen Persönlichkeiten der Tech-Unternehmen
Die wertvollsten Marken der Welt
Welche Marke macht das Rennen?
Die Performance der TecDAX-Werte in Q2 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

US-Präsident Trump fordert von Deutschland, die Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. Was sollte Berlin tun?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Netflix Inc.552484
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Facebook Inc.A1JWVX
Alphabet A (ex Google)A14Y6F
Deutsche Bank AG514000
TwitterA1W6XZ
Intel Corp.855681
GoProA1XE7G
Steinhoff International N.V.A14XB9
Daimler AG710000
Amazon906866
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Siemens Healthineers AGSHL100