MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

18.04.24 12:55 Uhr

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIEN- UND ANLEIHEMÄRKTE (12:55 Uhr) +++++

INDEX Stand +- % +-% YtD

E-Mini-Future S&P-500 5.074,00 +0,2% +4,2%

E-Mini-Future Nasdaq-100 17.710,00 +0,3% +2,8%

Euro-Stoxx-50 4.932,38 +0,4% +9,1%

Stoxx-50 4.341,39 +0,3% +6,1%

DAX 17.773,56 +0,0% +6,1%

FTSE 7.859,84 +0,2% +1,6%

CAC 8.012,33 +0,4% +6,2%

Nikkei-225 38.079,70 +0,3% +13,8%

EUREX Stand +/- Punkte +/- Punkte YtD

Bund-Future 131,50 0% -5,28

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 81,63 82,69 -1,3% -1,06 +12,4%

Brent/ICE 86,30 87,29 -1,1% -0,99 +12,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 31,7 31,90 -0,6% -0,20 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.382,69 2.360,99 +0,9% +21,70 +15,5%

Silber (Spot) 28,47 28,28 +0,7% +0,20 +19,8%

Platin (Spot) 942,40 943,00 -0,1% -0,60 -5,0%

Kupfer-Future 4,42 4,34 +1,8% +0,08 +13,0%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Die Ölpreise geben erneut nach. Das Risiko einer weiteren Eskalation des Nahostkonflikts werde weiter ausgepreist, heißt es dazu aus dem Handel. Gold profitiert derweil vom leichten Rückgang der Anleiherenditen und einem etwas nachgebenden Dollar.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Zum Start in den Donnerstagshandel zeichnet sich an den US-Börsen eine kleine Gegenbewegung auf die Verluste vom Vortag ab. Leicht sinkende Anleiherenditen dürften die Kurse stützen. Technologiewerte erhalten zusätzlich einen positiven Impuls aus Taiwan. Dort ist der weltgrößte Chiphersteller TSMC dank einer hohen Nachfrage nach KI-relevanten Chips im ersten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt und hat überdies mehr verdient als erwartet. Unter den Aktien der US-Branchenvertreter gewinnen Nvidia vorbörslich 0,6 Prozent und Advanced Micro Devices (AMD) 0,5 Prozent. ARM Holdings, die in Reaktion auf die schwachen Zahlen der niederländischen ASML am Mittwoch um 12 Prozent abgesackt waren, verbessern sich um 0,6 Prozent.

Micron Technologies gewinnen 1,4 Prozent. Einem Bericht von Bloomberg zufolge erhält der Chipkonzern von der US-Regierung Zuschüsse von über 6 Milliarden Dollar zum Bau von Chipfabriken. Derweil hat Cisco ihr neues KI-fokussiertes Sicherheitssystem namens Hypershield zum Schutz von Datenzentren und der Cloud vorgestellt, für die Aktie geht es 0,7 Prozent aufwärts. Nach Börsenschluss legt mit Netflix das erste der großen US-Technologieunternehmen Geschäftszahlen vor.

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat im ersten Quartal einen höheren Verlust geschrieben als erwartet, doch sank der Umsatz weniger stark als angenommen. Die Aktie steigt um 2,1 Prozent.

An Konjunkturdaten werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche, der Philadelphia-Fed-Index für April, der Index der Frühindikatoren im März und die März-Daten zum Verkauf bestehender Häuser veröffentlicht.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

12:55 US/Procter & Gamble Co, Ergebnis 3Q

18:00 FR/L'Oreal SA, Umsatz 1Q

08:30 FR/Danone SA, Umsatz 1Q

22:00 US/Netflix Inc, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 215.000

zuvor: 211.000

14:30 Philadelphia-Fed-Index April

PROGNOSE: 2,5

zuvor: 3,2

16:00 Index der Frühindikatoren März

PROGNOSE: -0,1% gg Vm

zuvor: +0,1% gg Vm

16:00 Verkauf bestehender Häuser März

PROGNOSE: -4,8% gg Vm

zuvor: +9,5% gg Vm

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Nach dem Abverkauf seit Anfang des Monats stabilisieren sich die europäischen Börsen auf dem erreichten Niveau. Die Risiken, die aktuell auch von dem Nahost-Konflikt ausgehen, scheinen eingepreist zu sein. Nun wird von den Anlegern auf die Berichtssaison geschaut, und hier hat Sartorius heute enttäuscht, der DAX-Wert verliert knapp 12 Prozent. Mit Blick auf die Sub-Indizes stellen die europäischen Versorger mit plus 1 Prozent den Gewinner, mit dem Rücksetzer im Öl verliert der Sektor-Index in Europa 1,2 Prozent. Die gesunkenen Ölpreise stützen jedoch den breiten Markt, ebenso wie der leichte Rückgang der Anleiherenditen. Positiv wird der Zwischenbericht von ABB (+5,1%) aufgenommen. Danone (1,5%) hat im ersten Quartal die Umsatzerwartung des Marktes laut Bernstein um 2,9 Prozent geschlagen. Die Geschäftszahlen von Nokia (+2%) können nicht überzeugen. Die Analysten von JP Morgan sehen aber Hinweise für eine Verbesserung des Marktumfeldes für Netzwerk-Infrastruktur. Für Aixtron geht es dagegen 5,6 Prozent nach oben dank neuer Aufträge. Für Sixt geht es nach einer Hochstufung auf Buy durch die Deutsche Bank gleich um 7,9 Prozent nach oben.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:00 Uhr Mi, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0674 +0,0% 1,0680 1,0638 -3,4%

EUR/JPY 164,88 +0,1% 164,80 164,52 +6,0%

EUR/CHF 0,9701 -0,2% 0,9718 0,9707 +4,6%

EUR/GBP 0,8556 -0,1% 0,8564 0,8545 -1,4%

USD/JPY 154,47 +0,1% 154,29 154,65 +9,6%

GBP/USD 1,2475 +0,2% 1,2472 1,2450 -2,0%

USD/CNH (Offshore) 7,2473 +0,0% 7,2449 7,2540 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 61.692,66 +0,6% 61.189,73 61.009,59 +41,7%

Der Yen und der Won profitieren nicht von der verbalen Intervention Japans, Südkoreas und der USA. "Ich bezweifle, dass die USA einer gemeinsamen Intervention zustimmen würden, wenn die Stärke des US-Dollar das direkte Ergebnis der relativ straffen Geldpolitik der Fed ist", zeigte sich Devisenstratege Alvin T. Tan von RBC Capital Markets wenig überzeugt von der Maßnahme.

Beim Yen dürfte auch bremsend gewirkt haben, dass nach Ansicht des Bank-of-Japan-Ratsmitglieds Asahi Noguchi mit weiteren geldpolitischen Änderungen in Japan vorsichtig vorgegangen werden sollte, weil die inländische Inflation immer noch nicht sehr stark sei.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Auf breiter Front ist es am Donnerstag an den Aktienmärkten in der Region Ostasien und in Australien aufwärts gegangen. Dazu trug eine konzertierte verbale Intervention Japans, Südkoreas und der USA zugunsten der zuletzt schwachen Yen- und Won-Kurse bei. Die Erklärung habe für Zuversicht hinsichtlich der Stabilität der Finanzmärkte in Ostasien gesorgt, sagten Marktteilnehmer. Daneben beobachteten Händler Schnäppchenkäufe. Unter den Einzelwerten zeigten sich in Tokio die Chipwerte Advantest (+5,1%) und Lasertec (+0,2%) erholt. Sie hatten am Vortag noch deutlich nachgegeben, nachdem die niederländische ASML, ein Ausrüster der Chiphersteller, einen schwachen Auftragseingang berichtet hatte. Allerdings hatte ASML zugleich den Jahresausblick bestätigt. Tokyo Electron, die am Mittwoch darauf nur moderat nachgegeben hatten, büßten nun weitere 1,5 Prozent ein. Samsung Electronics zeigte sich in Seoul 1,1 Prozent fester. Während des Spätgeschäfts in Tokio präsentierte unterdessen der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Quartalszahlen. Das Unternehmen meldete nach drei Quartalen mit sinkenden Gewinnen wieder einen Ergebnisanstieg. In Seoul schoss der Kurs des Schiffbauers Hanwha Ocean um 15 Prozent nach oben, angetrieben vom Erhalt eines neuen Auftrags. Posco Holdings legten um 5,1 Prozent zu und führten eine Rally bei Stahlaktien an. Hier sorgte für Käufe, dass US-Präsident Biden höhere Zölle auf chinesischen Stahl gefordert hatte. Auf der Verliererseite fanden sich Ölwerte, nachdem die Ölpreise am Mittwoch den dritten Tag in Folge gesunken waren - und das um rund 3 Prozent. Um 1,5 Prozent erholt von einem ähnlich großen Vortagesminus zeigten sich BHP. Der Rohstoffkonzern produzierte im ersten Quartal zwar 7 Prozent weniger Eisenerz als im Vorquartal, hält aber an seinem Jahresausblick fest.

+++++ CREDIT +++++

Nach der Entspannung am Vortag präsentieren sich die Risikoprämien am europäischen Kreditmarkt am Donnerstag praktisch unverändert. Im Handel ist von einem abwartenden Geschäft die Rede. Man warte auf neue Impulse. Diese könnten nun zunehmend von der langsam beginnenden Berichtssaison ausgehen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

BAYER

Erfolg für Bayer: Die US-Tochter Askbio bekommt für ihren Gentherapie-Kandidaten AB-1002 zur Behandlung von kongestiver Herzinsuffizienz von der US-Gesundheitsbehörde FDA den sogenannten Fast-Track-Status. Damit wird dessen weitere Entwicklung erleichtert und beschleunigt.

MUNICH RE

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April 18, 2024 06:56 ET (10:56 GMT)