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15.08.2019 13:12
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

Nach der jüngsten Entspannung weiten sich die Spreads am europäischen Kreditmarkt am Donnerstag wieder kräftig aus. Rezessionsängste machen die Runde, denen sich auch Credits nicht entziehen können. Am Vortag war die US-Zinskurve zwischen 2- und 10-jährigen Treasuries erstmalig seit 2007 wieder invers, das heißt die Rendite der Kurzläufer lag über jener der länger laufenden Anleihen. Am Donnerstagvormittag ist die Kurve praktisch flach. Nach Einschätzung der Deutschen Bank ist die 2- bis 10-Jahreskurve die aussagekräftigste Zinskurve. Diese habe den "besten Trackrekord" in ihrer Vorhersagekraft zukünftiger Rezessionen. Jeder inversen Struktur dieser Kurve sei seit 1956 eine Rezession gefolgt. Im Schnitt habe die Rezession 17 Monate nach dem Eintritt der inversen Kurvenstruktur eingesetzt, allerdings hätten sich Credit Spreads in der Vergangenheit bereits mit Beginn der inversen Kurve strukturell ausgeweitet.

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Eon investiert 500 Millionen Dollar in Onshore-Windpark in Texas

Der Energieversorger Eon investiert knapp 500 Millionen US-Dollar in einen neuen Onshore-Windpark in den USA. Mit dem 440-Megawatt-Projekt "Big Raymond" in Texas starte das größte Vorhaben, das Eon je in den USA verwirklicht hat, wie der Konzern mitteilte.

RWE lehnt Pufferzone zwischen Hambacher Forst und Tagebau ab

Der Energieversorger RWE hat die Forderung von Umweltschützern nach einer größeren Pufferzone zwischen dem Hambacher Forst und dem Braunkohletagebau zurückgewiesen. "Bei der Frage nach dem Abstand des Tagebaus vom Waldrand orientieren wir uns an der Maßgabe der zuständigen Bergbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg", erklärte ein Konzernsprecher gegenüber Dow Jones Newswires.

Mehr als 430.000 Diesel-Besitzer haben sich Musterklage gegen VW angeschlossen

Mehr als 430.000 VW-Kunden haben sich der Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern wegen des Diesel-Skandals angeschlossen. Der Prozess gegen den Autokonzern soll am 30. September vor dem Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig beginnen - das Bundesamt für Justiz schickte nun zur Vorbereitung auf die mündliche Verhandlung den Auszug aus dem Klageregister an das Gericht, wie die Behörde mitteilte.

Volkswagen Nutzfahrzeuge mit leichtem Absatzrückgang

Volkswagen hat bei leichten Nutzfahrzeugen in den ersten sieben Monaten des Jahres einen leichten Absatzrückgang verbucht. Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) verkaufte von Januar bis Juli weltweit mit 300.300 Exemplaren 0,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Drillisch-CEO sieht keinen zusätzlichen Finanzbedarf wegen 5G-Netzbau

United-Internet- und Drillisch-Chef Ralph Dommermuth sieht nach der teuren Ersteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen keinen Nachbesserungsbedarf beim Kreditrahmen. "Wir müssen, die Linien, die wir uns haben einräumen lassen, nur in Teilen nutzen", sagte Dommermuth in einer Telefonkonferenz. Spekulationen darüber, dass der Mobilfunkanbieter Drillisch den Aufbau eines eigenen Netzes nicht stemmen könne und Frequenzblöcke möglicherweise wieder verkaufen müsse, erteilte der CEO eine Absage. "Ich kenne keinen Plan-B, der sagt wir bauen kein eigenes Netz", sagte er.

KWS Saat bekommt Frankreich-Zulassung für zwei Winterrapssorten

KWS kann in einem der wichtigsten europäischen Anbauländer für Winterraps mit zwei neuen Sorten punkten, die gegen Wurzelhals- und Stängelfäule resistent und zugleich ertragsstark sind. Das Saatunternehmen bekam nach eigenen Angaben eine Frankreich-Zulassung für Adelmo KWS und Feliciano KWS. In einem Test der Zulassungsbehörde von 30 Sorten gehörten sie zu den drei besten im Hinblick auf die Resistenz gegenüber dem Schimmelpilz Phoma.

Aegon steigert Nettogewinn - Ergebnis vor Einmaleffekten sinkt

Aegon hat den Nettogewinn im ersten Halbjahr um 26 Prozent auf 618 Millionen Euro gesteigert. Der niederländische Versicherer und Vermögensverwalter profitierte von realisierten Gewinnen und geringeren Belastungen, wie es in einer Mitteilung heißt. Ein höherer Verlust ergab sich allerdings bei den Fair-Value-Positionen.

Brauereikonzern Carlsberg profitiert von Asiennachfrage

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg hat dank der ungebrochenen Biernachfrage aus Asien und der wachsenden Beliebtheit von alkoholfreiem Bier seinen Halbjahresumsatz hochgeschraubt. Die Biermarke Tuborg habe in China und Indien gutes Wachstum erzielt, während die Marke Carlsberg vor allem wegen einer schwächeren Nachfrage in Großbritannien weniger verkaufte.

Vestas wird trotz Rekordauftragseingang bei Marge vorsichtiger

Die Vestas Wind Systems hat im zweiten Quartal weniger umgesetzt und verdient, beim Cashflow aber Fortschritte erzielt. Zudem hat der Auftragsbestand ein Rekordhoch erreicht. Dennoch wird der dänische Windanlagenhersteller mit Blick auf das Gesamtjahr bei der Marge etwas zurückhaltender. Wettbewerber Nordex hatte am Vortag seine Jahresprognose bestätigt.

VMware will Pivotal für 15 US-Dollar je Aktie übernehmen

Der US-Konzern VMware Inc will die auf Cloud-Software spezialisierte Pivotal Software für 15 US-Dollar je Aktie übernehmen. In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte der Visialisierungsspezialist, die Offerte beinhalte einen Aufschlag von 80 Prozent auf den Pivotal-Schlusskurs von 8,30 Dollar am Mittwoch. Pivotal Software, die einst von EMC Corp und VMware abgespalten wurde, wird bei der Transaktion mit 2,25 Milliarden Dollar bewertet. Dell Technologies ist bei beiden Gesellschaften Mehrheitsaktionär.

Swiss Re: Katastrophenschäden weiter deutlich unter Durchschnitt

Die von Katastrophen verursachten Schäden waren im ersten Halbjahr laut dem Rückversicherer Swiss Re weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Wie aus einer Einschätzung des Swiss Re Institute hervorgeht, lag der gesamtwirtschaftliche Schaden aus Natur- und von Menschen verursachten Katastrophen in den ersten sechs Monaten 2019 bei 44 Milliarden US-Dollar. Das war weniger als im Vorjahreszeitraum von 51 Milliarden Dollar und deutlich weniger als der Halbjahresdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 109 Milliarden Dollar.

Maersk schreibt im 2. Quartal schwarze Zahlen - Aktie steigt

Moeller-Maersk hat im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben und damit die Markterwartungen übertroffen. Profitiert hat das dänische Schifffahrts-Konglomerat von leicht höheren Umsätzen und Steigerungen bei den Frachtraten, während die Kostenbasis stabil blieb. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigte Maersk, wies aber auf "erhebliche Unsicherheiten" im makroökonomischen Umfeld hin.

Geberit setzt sich nach Gewinnwachstum konkrete Jahresziele

Geberit hat im ersten Halbjahr mehr verdient und sich konkrete Ziele für das Gesamtjahr gesteckt. Der Schweizer Hersteller von Sanitärprodukten bezifferte den Nettogewinn nach sechs Monaten mit 365 Millionen Schweizer Franken, 3 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 0,2 Prozent auf 1,63 Milliarden Franken. Wechselkurse belasteten die Einnahmenentwicklung. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent. 2019 strebt Geberit ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent und eine EBITDA-Marge von 28 bis 29 Prozent an.

Datenmanipulation hat bei Novartis-Tochter personelle Konsequenzen

Novartis hat bei seiner US-Tochtergesellschaft Avexis inmitten der Affäre um das Medikament Zolgensma zwei Forschungschefs ausgetauscht. Wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte, sind die beiden Brüder Brian und Allan Kaspar seit Anfang Mai in keinerlei Betriebsvorgänge involviert gewesen. Zudem seien die beiden Manager nun nicht mehr bei Avexis.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 07:13 ET (11:13 GMT)

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