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30.06.2020 13:04

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

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Der von einem Bilanzskandal erschütterte Zahlungsdienstleister Wirecard darf sein Geschäft in Großbritannien wieder aufnehmen. Die Finanzmarktaufsicht FCA gab am späten Montagabend grünes Licht für den Münchener Konzern, elektronische Zahlungen in Großbritannien wieder abzuwickeln. Die Kunden könnten ihre Karten wie üblich nutzen, so die Behörde. Die FCA wolle die Geschäfte von Wirecard eigenen Angaben zufolge aber genau im Auge behalten.

Bahn soll mit neuem Deutschlandtakt deutlich schneller werden

Die Deutsche Bahn soll deutlich schneller und attraktiver werden. Dazu haben der Bund sowie 27 Vertreter der Bahnwirtschaft einen "Schienenpakt" unterzeichnet und den neuen Deutschlandtakt vorgestellt. Bis 2030 soll die Zahl der Fahrgäste verdoppelt, der Anteil des Schienengüterverkehrs auf 25 Prozent erhöht werden, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dies sei "kein Corona-Notfallplan. Es ist ein koordinierter Zukunftsplan."

Bilfinger und Stadt Köln einigen sich über Stadtarchiv-Einsturz

Elf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs haben Bilfinger und die übrigen am U-Bahn-Bau Beteiligten mit der Stadt einen außergerichtlichen Vergleich für die damaligen Schäden ausgehandelt. Der Stadtrat billigte in einer Sitzung am Montagabend Zahlungen von insgesamt 600 Millionen Euro.

Bahnanbieter Flixtrain beendet Corona-Zwangspause am 23. Juli

Nach einer mehr als vier Monate dauernden Corona-Zwangspause wird der Zuganbieter Flixtrain am 23. Juli wieder den Betrieb aufnehmen. Von diesem Tag an würden die eigenen Züge wieder zehn Mal pro Woche zwischen Berlin und Köln fahren, teilte das Unternehmen Flixmobility mit. Flixmobility betreibt auch die Flixbus-Flotte. Flixtrain hatte am 19. März wegen Corona den Verkehr eingestellt.

Heideldruck senkt Dynamik in der Altersvorsorge - EBITDA steigt

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat mit der Arbeitnehmervertretung eine Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung ausgehandelt. Mit dem Schritt werden die bisherigen Versorgungsregelungen in Deutschland zusammengeführt und die Dynamisierung der erwartet niedrigeren Inflation angepasst. Für den Druckmaschinenhersteller sinken dadurch die künftigen Rentensteigerungen. Das wird sich mit rund 65 Millionen Euro im EBITDA das laufenden ersten Quartals niederschlagen, teilte das Unternehmen mit.

Alle Mitarbeiter in Tönnies-Schlachthof in Weißenfels werden getestet

Im zweitgrößten Tönnies-Schlachthof in Weißenfels in Sachsen-Anhalt werden alle rund 2.200 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Der Burgenlandkreis ordnete mit einer Allgemeinverfügung die Massentestung an. Grund dafür sei, dass die Infektionskette bei einem positiv getesteten Werkvertragsarbeitnehmer nicht zweifelsfrei habe geklärt werden können.

Hochverschuldeter Cirque du Soleil beantragt Insolvenzschutz

Der hochverschuldete Cirque du Soleil hat in der Corona-Krise Insolvenzschutz beantragt und die Streichung Tausender Stellen angekündigt. Ein Gericht im kanadischen Québec werde über das Ersuchen entscheiden, teilte der legendäre Zirkus am Montag mit. Sollte der Antrag durchkommen, will das mit insgesamt gut einer Milliarde Dollar (892 Millionen Euro) verschuldete Zirkusunternehmen auch in den USA Insolvenzschutz beantragen.

Erste Group Bank plant Präsenz-Hauptversammlung am 10. November

Die österreichische Finanzgruppe Erste Group Bank will ihre Hauptversammlung am 10. November stattfinden lassen. Geplant sei wie üblich eine Präsenzveranstaltung, sofern dies die weitere Entwicklung der SARS-CoV-2-Pandemie erlaubt, heißt es in einer Mitteilung der Erste Group. Der ursprünglichen Termin am 13. Mai war Ende März abgesagt worden.

Intercontinental Hotels befürchtet Umsatzeinbruch

Die Hotelgruppe Intercontinental befürchtet für das zweite Quartal einen Umsatzeinbruch. Die Erlöse pro verfügbarem Zimmer dürften um 75 Prozent sinken, teilte die Intercontinental Hotels Group plc mit. Gegen Ende des Quartals habe sich das Geschäft aber vor allem in den Regionen China und Amerika verbessert.

Monte Dei Paschi ebnet Weg für milliardenschwere Bilanzentlastung

Banca Monte dei Paschi di Siena hat die Pläne zur Übertragung von uneinbringlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und anderen problematischen Aktiva an die Asset Management Company, eine Bad Bank des italienischen Staates, gebilligt.

SAS will mit Aktien und Anleien 1,14 Milliarden Euro einsammeln

Die skandinavische Airline SAS will mit neuen Aktien und Hybridanleihen insgesamt 12 Milliarden schwedische Kronen (1,14 Milliarden Euro) zusätzliches Kapital einsammeln. Die Kapitalerhöhung ist Teil eines breiter angelegten Rekapitalisierungsplans, mit der das Unternehmen die Folgen der Covid-19-Pandemie auf den internationalen Luftverkehr bewältigen will.

Shell kündigt Milliardenabschreibung an

Wegen deutlich geringerer Öl- und Gaspreise rechnet Shell im zweiten Quartal mit einer hohen Milliardenbelastung. Wie die Royal Dutch Shell plc mitteilte, wird die Wertberichtigung zwischen 15 Milliarden bis 22 Milliarden US-Dollar liegen. Wegen der dämpfenden Effekte der Corona-Pandemie auf die Ölnachfrage hat der Energiekonzern seine Prognosen für die Preisentwicklung zurückgenommen. Die langfristigen Raffineriemargen sieht der Konzern nun rund 30 Prozent niedriger als bisher.

Youtube, Reddit und Twitch sperren zahlreiche Kanäle wegen Hassbotschaften

Die Online-Plattformen Youtube, Twitch und Reddit haben am Montag zahlreiche Nutzer-Konten und Kanäle wegen der Verbreitung von Hassbotschaften gesperrt. "Wir haben strenge Richtlinien, die Hassreden verbieten", sagte ein Youtube-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die Video-Plattform Youtube hatte am Montag sechs rechtsextreme Kanäle wegen rassistischer Inhalte abgeschaltet. Reddit schloss 2.000 Online-Foren, darunter eine große Gruppe von Unterstützern von US-Präsident Donald Trump. Die Spiele-Plattform Twitch sperrte den Kanal des Präsidenten.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err

(END) Dow Jones Newswires

June 30, 2020 07:04 ET (11:04 GMT)

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