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06.12.2018 13:09
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ AKTIENMÄRKTE (13:05 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

S&P-500-Future 2.657,30 -1,64% -2,59%

Euro-Stoxx-50 3.082,30 -2,16% -12,03%

Stoxx-50 2.840,34 -2,04% -10,62%

DAX 10.928,28 -2,43% -15,40%

FTSE 6.760,14 -2,34% -9,96%

CAC 4.831,43 -2,28% -9,06%

Nikkei-225 21.501,62 -1,91% -5,55%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 163,21 +35

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 51,46 52,89 -2,7% -1,43 -10,9%

Brent/ICE 60,41 61,56 -1,9% -1,15 -4,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.236,49 1.237,33 -0,1% -0,83 -5,1%

Silber (Spot) 14,38 14,51 -0,9% -0,13 -15,1%

Platin (Spot) 791,10 801,00 -1,2% -9,90 -14,9%

Kupfer-Future 2,72 2,77 -1,8% -0,05 -18,9%

Die Ölpreise sind wieder steil auf Talfahrt. Von dem in Wien begonnenen Treffen der Opec-Staaten heißt es seitens des einflussreichen saudischen Ölminister, dass die großen Ölförderer sich noch auf Födersenkungen einigen müssten. Im Vorfeld des Treffens, an dem ab Freitag auch Nicht-Opec-Mitglieder teilnehmen, hatten sich Saudi-Arabien und Russland bereits grundsätzlich auf eine Kürzung der Ölförderung zur Stabilisierung der Preise geeinigt. Störfeuer für diese Pläne kommt aus den USA, namentlich Präsident Donald Trump. Er hat sich vehement gegen Fördersenkungen ausgesprochen.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada auf Betreiben der USA dürfte den US-Börsen am Donnerstag den Stempel aufdrücken. Denn die Maßnahme bedeutet aus Sicht der Marktteilnehmer einen Dämpfer für die erhoffte Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China. Der Future auf den S&P-500 gibt nach der Handelspause am Mittwoch zum Gedenken an den verstorbenen Ex-Präsidenten Bush deutlich nach. Damit droht eine Fortsetzung der massiven Kursverluste vom Dienstag, als Dow & Co über 3 Prozent eingebüßt hatten, zusätzlich stark belastet von Konjunktursorgen. Hintergrund dieser Sorgen war eine zunehmend inverse Zinsstruktur in den USA, bei der die Zinsen am kurzen Ende höher sind als die am langen Ende. Dass Peking bekräftigt hat, die mit den USA vereinbarten Handelserleichterungen "sofort" umzusetzen, entfaltet keine stützende Wirkung. Konjunkturseitig steht eine ganze Reihe an Veröffentlichungen an, weil einige wegen des Bush-Gedenktags auf den Donnerstag verschoben wurden. Unter den Einzelwerten geben Hewlett Packard vorbörslich um 1,8 Prozent nach. Das Technologie-Unternehmen hatte am Dienstagabend Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt und machte aufgrund von Steuereffekten ein Minus von 757 Millionen Dollar.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht November

Beschäftigung privater Sektor

PROGNOSE: +190.000 Stellen

zuvor: +227.000 Stellen

14:30 Handelsbilanz Oktober

PROGNOSE: -55,00 Mrd USD

zuvor: -54,02 Mrd USD

14:30 Produktivität ex Agrar 3Q (2. Veröffentlichung)

annualisiert

PROGNOSE: +2,2% gg Vq

1. Veröff.: +2,2% gg Vq

zuvor: +3,0% gg Vq

Lohnstückkosten

PROGNOSE: +1,1% gg Vq

1. Veröff.: +1,2% gg Vq

zuvor: -1,0% gg Vq

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 224.000

zuvor: 234.000

15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit November

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 54,4

1. Veröff.: 54,4

zuvor: 54,8

16:00 Auftragseingang Industrie Oktober

PROGNOSE: -2,0% gg Vm

zuvor: +0,7% gg Vm

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe November

PROGNOSE: 59,0 Punkte

zuvor: 60,3 Punkte

17:00 Rohöllagerbestände (Woche)

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

An den europäischen Märkten geht es am Donnerstag deutlich abwärts. Der Anleihenmarkt profitiert von seinem Ruf als sicherer Hafen, dort steigen die Kurse. Die deutsche Zehnjahresrendite liegt auf dem niedrigsten Stand seit April 2017. Ein Belastungsfaktor ist weiterhin der Handelsstreit zwischen den USA und China. Neu ist hier die Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzvorstand von Huawei und Tochter des Firmengründers des seit kurzem zweitgrößten Smartphone-Herstellers der Welt. "Die Chinesen werden diese Verhaftung als neue Provokation werten", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Aber auch das unsichere Brexit-Votum, der 2019er Haushalt von Italien und die massiven Proteste und Ausschreitungen in Frankreich halten die Anleger momentan davon zurück, ihr Geld an den Börsen in Europa zum Arbeiten zu bringen. Defensive Branchen profitieren, wie bereits am Vortag zu beobachten, von den aktuellen Umschichtungen. Diese Sektoren führen die Indexliste mit den geringsten Verlusten an. Sämtliche Branchen liegen aber im Minus. Die Stoxx-Subindizes der Versorger, Telekommunikationsunternehmen und der Nahrungsmittelhersteller geben um 1,2 Prozent nach. Der China-empfindliche Subindex der Rohstoffaktien und auch der Index der Technologiewerte fallen dagegen um bis zu 3,3 Prozent. VW verlieren 2,4 Prozent. Damit können sie nicht vom Vorziehen der Renditeziele profitieren. Die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia notiert nach Neunmonatszahlen unverändert. Die Zahlen liegen zwar etwas unter den Erwartungen, wie ein Händler meint. Andererseits liege der Ausblick eher über den Prognosen, das stütze die Stimmung für den Immobilientitel. SGL Carbon kommen um 15 Prozent zurück. Die Ankündigung weiterer Investitionen verschiebt das Rendite-Ziel des Unternehmens nach hinten. Das drückt auf den Kurs.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:16 Mi, 18:01 % YTD

EUR/USD 1,1341 -0,07% 1,1332 1,1350 -5,6%

EUR/JPY 127,95 -0,35% 128,07 128,39 -5,4%

EUR/CHF 1,1309 -0,08% 1,1304 1,1324 -3,4%

EUR/GBP 0,8893 -0,20% 0,8913 0,8904 +0,0%

USD/JPY 112,83 -0,28% 113,03 113,11 +0,2%

GBP/USD 1,2752 +0,14% 1,2713 1,2747 -5,6%

Der Yuan gibt etwa die Hälfte der Kursgewinne, die er zu Wochenbeginn in Reaktion auf das US-chinesische Treffen am Rande des G20-Gipfels eingefahren hatte, wieder ab. Nach einem ersten Rücksetzer am Mittwoch fällt der Yuan weiter zurück. Die Risikoabneigung setze sich fort, nachdem ein Manager eines chinesischen Technologieunternehmens auf Bitte der US-Regierung wegen "Verstößen gegen Iran-Sanktionen" in Kanada verhaftet worden sei, so Commerzbank-Analyst Hao Zhou. Der Yuan werte ab, weil die Meldung andeute, dass die Handelsgespräche zwischen China und den USA trotz der optimistischen Rhetorik von beiden Seiten schwierig sein dürften.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Ein Paukenschlag in Kanada hat die Börsen in Asien am Donnerstag unter Druck gesetzt und belastet auch den US-Aktienterminmarkt: Die Finanzchefin des chinesischen Mobiltelefonherstellers Huawei, Meng Wanzhou, ist bereits am Samstag in Kanada auf Betreiben der USA verhaftet worden, die Meldung wurde aber erst jetzt verbreitet. Die USA werfen ihr die Verletzung der Iran-Sanktionen vor, es droht ihre Auslieferung an die USA. Im Handel wertete man dies als möglichen Beleg, dass der Prozess der Annäherung im Handelsstreit aus der Spur geraten könnte. "Wir verfolgen äußerst aufmerksam die Entwicklungen in Asien, nachdem Berichte über die Verhaftung der Huawei-CFO mit einer möglichen Auslieferung an die USA die Runde gemacht haben (...). Die Nachricht ist wirklich bedeutsam, denn die US-Regierung versucht, Verbündete davon zu überzeugen, die Verwendung von Huawei-Geräten aus Sicherheitsgründen einzustellen - diese Schlagzeile könnte die Technologiewerte negativ beeinflussen", sagte Chefhändler Stephen Innes von Oanda in Singapur. Erst am Vortag war bekannt geworden, dass die BT Group, einer der größten und ältesten westlichen Kunden von Huawei, die Technik des chinesischen Telekommunikationsausrüsters aus seinem Netzwerk-Kern entfernen will. Dies seien keine guten Veraussetzungen, den Handelskonflikt zu lösen. Technologiewerte und solche mit Bezug zum Telekommunikationssektor standen in der gesamten Region besonders unter Druck.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Staats- und Unternehmensanleihen weiten sich am Donnerstag weiter aus. Damit steht der iTraxx-Europe nun wieder auf Niveaus, die zuletzt vor zwei Jahren gesehen wurden. "Dennoch würden wir das Risiko nur bei Realisierung eines sehr starken, positiven Katalysators erhöhen", so die Commerzbank. Die Risikoaufschläge seien zwar "hoch, aber nicht attraktiv", so die Credit-Analysten des Hauses. Sie verweisen auf Wachstumssorgen, die Furcht vor einem Handelskrieg, Brexit und den Haushaltsstreit mit Italien. Die Marktteilnehmer verzichteten deshalb eher auf die Teilnahme an einer Erholung als dass sie sich einer erneuten Ausweitung aussetzen wollten.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Marke Volkswagen auch im November von China und WLTP belastet

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 06, 2018 07:10 ET (12:10 GMT)

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