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12.07.2019 13:10
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Tags des Meeres geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (13:10 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

S&P-500-Future 3.011,50 +0,25% +19,86%

Euro-Stoxx-50 3.502,24 +0,16% +16,69%

Stoxx-50 3.189,61 -0,05% +15,56%

DAX 12.339,60 +0,06% +16,86%

FTSE 7.527,25 +0,23% +11,62%

CAC 5.580,66 +0,52% +17,97%

Nikkei-225 21.685,90 +0,20% +8,35%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 171,6 +9

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 60,35 60,20 +0,2% 0,15 +26,8%

Brent/ICE 66,74 66,52 +0,3% 0,22 +20,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.407,55 1.404,30 +0,2% +3,25 +9,7%

Silber (Spot) 15,13 15,13 0% 0 -2,4%

Platin (Spot) 819,50 825,50 -0,7% -6,00 +2,9%

Kupfer-Future 2,70 2,69 +0,7% +0,02 +2,2%

Die beginnende Hurrikansaison in den USA stützt in Verbindung mit geopolitischen Spannungen die Ölpreise. Im Golf von Mexiko wurde die Ölförderung schon um die Hälfte zurückgefahren, weil sich ein tropischer Sturm der Region nähert. Im Blick stehen ferner der Streit um das iranische Atomprogramm und seine Folgen. Teheran hat Großbritannien am Freitag gewarnt, dass es ein "gefährliches Spiel" spiele. In der vergangenen Woche hatte Großbritannien ein iranisches Tankschiff beschlagnahmt, das im Verdacht stand, Öl nach Syrien zu liefern und damit europäische Sanktionen zu unterlaufen. In dieser Woche soll Iran versucht haben, ein britisches Schiff an der Fahrt durch die Straße von Hormus zu hindern.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

An den US-Börsen zeichnet sich am Freitag eine Fortsetzung der Rekordjagd ab. Große Sprünge scheinen aber nicht drin, die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren gut behauptet. Gestützt werden die Märkte von der Aussicht auf eine fortgesetzt lockere Geldpolitik der großen Notenbanken, allen voran der Fed. Deren Chef Jerome Powell hatte in seiner Anhörung vor dem US-Kongress eine Zinssenkung noch im Juli signalisiert, und auch das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung deutete auf die Bereitschaft zu weiteren geldpolitischen Lockerungen hin.

Am Donnerstag war der Dow-Jones-Index erstmals über 27.000 Punkte gestiegen, befeuert von einem Kurssprung der schwergewichteten Unitedhealth-Aktie. S&P-500 und Nasdaq-Composite hatten sich ihren jüngsten Rekordständen angenähert, diese aber nicht wieder erreicht. Bremsend wirkten die Verbraucherpreise, die im Juni etwas stärker als erwartet gestiegen waren. Anleger warten nun gespannt, ob auch die für Freitag angekündigten Erzeugerpreise höher ausfallen. An der grundsätzlichen Erwartung, dass die Fed die Zinsen senken werde, dürften die Daten nach Überzeugung von Beobachtern aber nichts ändern.

Unter den Einzelwerten dürften Illumina einbrechen, nachdem der Gentechnik-Experte seine Umsatzprognose gesenkt hat. Vorbörslich geht es für die Aktie um über 16 Prozent abwärts.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US

14:30 Erzeugerpreise Juni

PROGNOSE: 0,0% gg Vm

zuvor: +0,1% gg Vm

Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)

PROGNOSE: +0,2% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die europäischen Aktienmärkte können sich am Freitagmittag behaupten. Gestützt wird die Stimmung vom andauernden Rekordkurs der Wall Street. Bei den zuletzt gedrückten Zyklikern kommt es zu Rückkäufen, trotz einer Gewinnwarnung von Daimler führt der Stoxx-Autoindex die Gewinnerliste mit einem Plus von 1,3 Prozent an. Die zuletzt favorisierten Aktien aus den Bereichen Versorgung, Pharma und Nahrungsmittel leiden dagegen unter Gewinnmitnahmen. Daimler können sich vom Tagestief lösen und liegen nur noch 1 Prozent im Minus, nachdem eine weitere Gewinnwarnung die Aktien im frühen Geschäft noch um mehr als 4 Prozent gedrückt hatte. Ganz überraschend kam die Warnung allerdings nicht: Die DZ Bank meint, sie habe damit gerechnet. Bei den anderen Autotiteln lassen sich die Anleger so auch nicht von der Daimler-Gewinnwarnung irritieren: BMW notieren 1,8 Prozent fester und VW 1,7 Prozent fester. Peugeot steigen s um 2,6 Prozent, und bei den Zulieferern legen Conti 2,6 Prozent zu. Noch besser im DAX liegen nur die zuletzt ebenfalls sehr schwachen Covestro mit einem Plus von 3,1 Prozent. BASF erholen sich um 1,6 Prozent. Deutsche Bank steigen um 2,3 Prozent, nachdem die UBS ihre Verkaufsempfehlung zurückgezogen und die Aktien nun mit Neutral eingestuft hat. Die Aktie des britischen Reisekonzerns Thomas Cook bricht um 48 Prozent ein auf das neue Allzeittief von 6,83 Pence. Das Unternehmen erwartet im zweiten Halbjahr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Vorjahreszeitraum. Die am Morgen gemeldete und lang erwartete Geldspritze von Fosun Tourism ist für Thomas Cook überlebenswichtig, führt allerdings bei den Altaktionären zu einer massiven Verwässerung.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 9:42 Uhr Do, 17.24 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1258 +0,04% 1,1267 1,1262 -1,8%

EUR/JPY 121,98 -0,09% 122,09 121,94 -3,0%

EUR/CHF 1,1106 -0,32% 1,1123 1,1128 -1,3%

EUR/GBP 0,8989 +0,05% 0,8983 0,8972 -0,1%

USD/JPY 108,35 -0,13% 108,36 108,28 -1,2%

GBP/USD 1,2526 -0,00% 1,2542 1,2553 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 11.704,50 +3,62% 11.684,75 11.765,25 +214,7%

Die türkische Lira gerät am Freitag erneut unter Druck. Im Devisenhandel wird auf den Dauerstreit zwischen den USA und der Türkei wegen des Kaufs russischer Flugabwehrraketen verwiesen. Damit droht der Konflikt zu eskalieren, an dessen Ende US-Sanktionen gegen die Türkei stehen könnten. Der US-Dollar steigt auf 5,7239 Lira nach Wechselkursen um 5,659 im Tagestief. In der Spitze klettert der Greenback bis auf 5,7288 Lira.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die Aktienmärkte in Ostasien haben sich am Freitag mangels sonstiger Impulse überwiegend den US-Vorgaben angeschlossen, inspiriert vom Rekordhoch des Dow-Jones-Index von erstmals über 27.000 Punkten. Während einerseits weiter die Aussicht auf sinkende US-Zinsen die Stimmung stützte, schwelen im Hintergrund diverse Handelsstreitigkeiten weiter, vor allem der zwischen den USA und China. Im Blick stehe nun immer mehr die allmählich anlaufende Quartalsberichtssaison, hieß es im Handel. In Hongkong lagen Chaowei Power im Späthandel 1,9 Prozent höher und die Aktie des Düngemittelproduzenten Sinofert 1,1 Prozent, nachdem beide einen Anstieg des Nettogewinns im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt hatten. Lenovo (+4,9 Prozent) profitierten von einer Kurszielerhöhung durch Bocom International von 5,94 auf 9,00 Hongkong-Dollar. Fosun Tourism legten um 2,6 Prozent zu. Wie aus einer Mitteilung an die Börse hervorgeht, erwägt das Unternehmen gemeinsam mit den großen Gläubigern von Thomas Cook, dem britischen Reiseunternehmen eine Finanzspritze von 750 Millionen Pfund und zusätzliche Kredite zu geben. In Japan verfehlte Fast Retailing, die Mutter des größten Bekleidungseinzelhändlers des Landes, Uniqlo, im dritten Quartal die Gewinnerwartung der Analysten. Der Ausblick hänge nun stark vom Geschäft bei Uniqlo ab, hieß es, und dort sei der Umsatz im Juni kräftig gestiegen. Das Management rechnet damit, dass sich dies bis Ende des vierten Quartals im August fortsetzen wird. Fast Retailing legten um 3,2 Prozent zu. Dass sich Japan Display ein Rettungspaket über 80 Milliarden Yen sichern konnte, befeuerte den Kurs des Apple-Zulieferers nicht. Die Aktie schloss 1,3 Prozent schwächer.

+++++ CREDIT +++++

Kaum verändert präsentieren sich die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Staats- und Unternehmensanleihen zum Ende der Woche hin. Während die Staatsanleihen in den vergangenen Tagen deutliche Verluste hinnehmen mussten, handeln die Unternehmenanleihen aktuell stabil.

Wer auch gern ein höheres Risiko in die Bücher nimmt, hatte dazu am Vortag eine Möglichkeit. So kam die italienische FinecoBank mit ihrer ersten AT1-Anleihe. Die griechische National Bank of Greece begab ihrerseits ein 400 Millionen Euro schweres Tier-2-Papier. Es war nach Aussage der DZ Bank nach dem Papier der Piräus Bank im vergangenen Monat die zweite Tier-2-Anleihe aus Griechenland seit Ausbruch der Griechenlandkrise.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Daimler senkt Jahresprognose erneut

Die Daimler AG muss ihre Jahresprognose unter dem neuen Vorstandschef Ola Källenius zum zweiten Mal innerhalb von weniger als drei Wochen senken. Höhere Kosten im Zusammenhang mit der Diesel-Thematik sowie zusätzliche Rückstellungen wegen eines Rückrufs von Takata-Airbags sorgen für deutliche Belastungen im laufenden Jahr. Hinzu kommen weiter Faktoren wie die geringer als erwartet wachsenden Automobilmärkte. Im zweiten Quartal hat Daimler operativ einen Milliardenverlust eingefahren.

Daimler liefert im Juni 4,8 Prozent weniger Pkw aus

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 12, 2019 07:10 ET (11:10 GMT)

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