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14.08.2019 13:10
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DONNERSTAG: In Italien bleiben die Börsen wegen Mariä Himmelfahrt, in Südkorea wegen des Nationalen Tags der Befreiung geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (13.10 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

S&P-500-Future 2.904,60 -0,93% +15,61%

Euro-Stoxx-50 3.306,29 -1,52% +10,16%

Stoxx-50 3.049,40 -1,00% +10,48%

DAX 11.556,27 -1,65% +9,45%

FTSE 7.171,82 -1,09% +7,77%

CAC 5.285,65 -1,44% +11,73%

Nikkei-225 20.655,13 +0,98% +3,20%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 178,08 +40

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 55,90 57,10 -2,1% -1,20 +16,9%

Brent/ICE 60,29 61,30 -1,6% -1,01 +9,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.509,09 1.501,39 +0,5% +7,70 +17,7%

Silber (Spot) 17,11 16,98 +0,8% +0,13 +10,4%

Platin (Spot) 852,07 852,50 -0,1% -0,43 +7,0%

Kupfer-Future 2,60 2,63 -1,1% -0,03 -1,7%

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die Euphorie vom Vortag nach der Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit ist am Mittwoch an der Wall Street schon wieder verflogen. Die Futures auf die Aktienindizes liegen klar im roten Bereich. Am Dienstag liefen die Indizes steil nach oben, weil die USA die neuen Strafzölle auf chinesische Importe verschoben haben. Doch die Anleger sehen sich nach wie vor von einem Wall politischer und wirtschaftlicher Probleme umzingelt. In Asien ging es an den Börsen nur noch verhalten aufwärts, in Europa dominieren sogar die Abgaben. Schwache chinesische Konjunkturdaten belegen, dass der Handelsstreit seine Spuren hinterlässt, und in Deutschland ist die Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft. In den USA sei die Gefahr einer Rezession aber sehr gering, sagt Geoff Yu von UBS Wealth Management. Die Anleger könnten noch Hoffnung hegen, müssten sich aber auch auf Schlimmeres vorbereiten.

Am Aktienmarkt stehen Viacom und CBS im Blick. Die Medienkonzerne wollen fusionieren. Das neue Unternehmen wäre mit einem Umsatz von mehr als 28 Milliarden Dollar einer der größten Medienkonzerne weltweit, der Marken wie MTV, Comedy Central, Showtime und Paramount Pictures unter einem Dach vereint. Vorbörslich verlieren CBS 2,2 Prozent, Viacom werden noch nicht gehandelt. Die Boeing-Aktie gibt leicht nach. Der Konzern hat in den ersten sieben Monaten 2019 weniger Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum und fällt damit weiter hinter Wettbewerber Airbus zurück. Es seien bis Ende Juli 258 Maschinen ausgeliefert worden, teilte Boeing mit. Im Vorjahr waren es noch 417 Flugzeuge.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

22:05 US/Cisco Systems Inc, Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US

14:30 Import- und Exportpreise Juli

Importpreise

PROGNOSE: -0,1% gg Vm

zuvor: -0,9% gg Vm

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen

Energy Information Administration (EIA)

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Schwach - Europas Börsen drehen bis Mittag kräftig ins Minus. Den Anlegern fehlt das Vertrauen in eine nachhaltigere Erholung. Am Vortag hatte die Ankündigung der Verschiebung einzelner Zölle auf chinesische Importe eine Erholungsrally ausgelöst. Zum "Aufatmen" ist es allerdings zu früh, wie Teilnehmer sagen. Wie es im Handelsstreit weitergeht, ist und bleibt offen. In Mailand geht es mit den Kursen sogar um 2 Prozent nach unten. Damit kann der dortige Aktienmarkt nicht von der Nachricht profitieren, dass der italienische Senat die Forderung von Innenminister Matteo Salvini nach einem schnellen Misstrauensvotum gegen Premierminister Giuseppe Conte abgelehnt hat. Schwache Wirtschaftsdaten sind nicht dazu angetan, die Stimmung zu heben. Zum einen ist die Industrieproduktion in China im Juli erheblich schwächer gewachsen als erwartet. Zum anderen hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wie erwartet abgeschwächt. Verkauft werden zyklische Titel. Rohstoffaktien verlieren im Schnitt 1,9 Prozent, Banken 2,3 Prozent und der Automobilsektor 2,2 Prozent. Gegen den Trend legen RWE 1,3 Prozent zu. Der Versorger hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr wegen außerordentlicher Zuwächse beim Energiehandel deutlich gesteigert. In Europa steigt die Aktie des Bauunternehmens Balfour gleich um 8 Prozent. Händler sprechen von guten Geschäftszahlen. An der Pariser Börse geht es für Sanofi um 1,7 Prozent nach oben - hier stützt unter anderem eine Kaufempfehlung der UBS. Trotz guter Zahlen geht es für Evotec um 2,5 Prozent nach unten - hier dürften auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Cancom ziehen um 6,5 Prozent an. Das IT-Unternehmen hat die Prognose angehoben. "Nordex hat den Ausblick bestätigt, das ist eine gute Botschaft", so ein Marktteilnehmer. Die Titel ziehen um 8,5 Prozent an. Bilfinger verlieren nach Zahlen 5,1 Prozent.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 07:42 Uhr Di, 17:28 % YTD

EUR/USD 1,1173 -0,00% 1,1168 1,1190 -2,5%

EUR/JPY 118,62 -0,53% 118,93 119,12 -5,7%

EUR/CHF 1,0869 -0,38% 1,0904 1,0893 -3,4%

EUR/GBP 0,9245 -0,19% 0,9265 0,9276 +2,7%

USD/JPY 106,16 -0,54% 106,49 106,46 -3,2%

GBP/USD 1,2083 +0,17% 1,2056 1,2063 -5,3%

USD/CNY 7,016 -0,39% 7,0201 7,0435 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 10.454,25 -3,66% 10.552,00 10.899,50 +181,1%

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Freundlich - Der Rückzieher der USA bei den für September angekündigten zusätzlichen Zöllen auf Importe aus China hat am Mittwoch die Anleger an den ostasiatischen Aktienmärkten wieder etwas mutiger agieren lassen. Sie schlossen sich aber nur teils den festen Vorgaben der Wall Street an. Für Entspannung im Handelsstreit sorgte auch, dass der Yuan erstmals seit Tagen von der chinesischen Notenbank wieder höher gefixt wurde zum Dollar, wenn auch nur marginal. Der Nikkei-Index in Tokio legte am stärksten zu. Er profitierte auch von Rückenwind von der Devisenseite, denn der Yen, in Krisenzeiten als sicherer Hafen immer wieder gesucht, hat mit der Entspannung im Handelsstreit deutlich abgewertet. Mutiger agierten die Anleger auch deshalb, weil sich in Hongkong nach den zweitägigen Protesten und gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei die regierungskritischen Demonstranten vom Hongkonger Flughafen zurückgezogen haben. In China ist die Industrieproduktion im Juli weniger stark gestiegen als prognostiziert. Dieser konjunkturelle Dämpfer wurde von einigen Analysten als Grund genannt, warum die Aktienkurse in der Region nicht positiver auf die jüngste Entwicklung im Handelsstreit reagierten. An den Börsen waren unter anderem Papiere von Apple-Zulieferern stärker gesucht, nachdem an der Wall Street die Apple-Aktie auf die Strafzollverschiebung sehr positiv reagiert hatte. Außerdem hat sich nach einer Analyse von Regierungsdaten durch die UBS die iPhone-Nachfrage in China im Juli erstmals seit zwei Jahren wieder verbessert. In Sydney profitierten Aktien aus dem Rohstoffsektor von den wieder auflebenden Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelsstreits, auch weil in China die Eisenerzpreise wieder zulegten.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien an den europäischen Kreditmärkten kommen zur Wochenmitte deutlich zurück. Dies liegt zum einen daran, dass es im US-chinesischen Handelskonflikt wohl zu einer zeitlichen Aufschiebung bei der Anhebung der Zölle auf chinesische Importe in die USA kommt. Dieser Aufschub dient eher dazu, den US-Bürgern den Konsum zur Weihnachtszeit nicht zu verteuern. Daher bleibt abzuwarten, ob die Zeit zum Näherkommen der Unterhändler bei ihren Vorschlägen genutzt werden kann. In Folge dessen sprechen die Marktstrategen von Metzler auch nur von einer Verschnaufpause im Handelskonflikt. Auffallend ist, dass die Anleihemärkte unter der gestiegenen Risikobereitschaft der Anleger nicht litten. Vielmehr wird nach den jüngst schwachen Daten aus Deutschland fest darauf gesetzt, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen senkt und möglicherweise ein neues Kaufprogramm startet. Davon sollten nach Einschätzung von Gunther Westen, Leiter Asset Allocation bei Oddo BHF, Anleihen mit guter Bonität profitieren.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Allianz muss Kapital in Australien aufstocken

Die Allianz muss bei ihrer australischen Tochter 250 Millionen australische Dollar, etwa 151 Millionen Euro, mehr Kapital vorhalten. Dies verfügte die zuständige Aufsichtsbehörde, die Australian Prudential Regulation Authority (APRA), und begründete die Auflage mit Defiziten bei der Selbstbewertung der Risiken.

RWE-Chef fordert Aufbau neuer Kapazitätsreserven

Der Energieversorger RWE hat mit Blick auf die Energiewende vor erheblichen Netzinstabilitäten gewarnt und den Aufbau neuer Kapazitätsreserven gefordert. Er mache sich "erhebliche Sorgen" um die Versorgungssicherheit, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz während einer Telefonkonferenz mit Journalisten anlässlich der RWE-Halbjahresbilanz. Wenn neben den nahezu 10 Gigawatt Brutto-Nennleistung bei der Kernkraft nochmals so viel bei der Stein- und Braunkohle aus dem Netz genommen würden, dann gehe Backup-Kapazität verloren und stehe nicht mehr zur Verfügung.

Marke VW im Juli mit leichtem Absatzrückgang

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 14, 2019 07:11 ET (11:11 GMT)

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DAX geht mit Abgaben ins Wochenende -- US-Börsen stürzen ab -- Salesforce überraschend optimistisch -- thyssenkrupp will wohl KlöCo übernehmen -- Wirecard, Lufthansa im Fokus

HP bekommt neuen Chef. VW will sich womöglich an chinesischen Zulieferern beteiligen. Google ändert Android-Namensgebung. Commerzbank prüft wohl weiteren Abbau von bis zu 2500 Stellen. Continental will angeblich neun Werke schließen. Daimler hält an Kooperation mit Renault fest.

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