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30.06.2020 13:04

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Hongkong findet wegen des Tags der Errichtung der Sonderverwaltungszone kein Handel statt.

DONNERSTAG: In den USA findet nur ein verkürzter Handel am Anleihemarkt statt.

+++++ AKTIENMÄRKTE (13:03 Uhr) +++++

Stand +-% +-% YTD

S&P-500-Future 3.054,00 -0,10% -5,55%

Euro-Stoxx-50 3.233,83 +0,06% -13,65%

Stoxx-50 2.989,37 -0,07% -12,16%

DAX 12.276,24 +0,36% -7,34%

FTSE 6.193,85 -0,51% -17,46%

CAC 4.949,27 +0,08% -17,21%

Nikkei-225 22.288,14 +1,33% -5,78%

EUREX Stand +/- Punkte

Bund-Future 176,67 0,01

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,19 39,70 -1,3% -0,51 -32,8%

Brent/ICE 41,17 41,71 -1,3% -0,54 -34,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.769,89 1.770,40 -0,0% -0,52 +16,6%

Silber (Spot) 17,85 17,80 +0,3% +0,05 0%

Platin (Spot) 816,48 815,00 +0,2% +1,48 -15,4%

Kupfer-Future 2,70 2,68 +0,7% +0,02 -4,1%

Die Ölpreise geben mit Nachfragesorgen etwas nach. Die US-Sorte WTI verliert 1,3 Prozent auf 39,19 Dollar je Barrel, Brent gibt ebenfalls 1,3 Prozent nach auf 41,17 Dollar. Gold als vermeintlich "sicherer Hafen" ist trotz der Unsicherheiten nicht gefragt. Der Preis für die Feinunze Gold notiert nahezu unverändert bei 1.770 Dollar.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Nach dem guten Auftakt in die neue Woche dürfte die Wall Street am Dienstag etwas leichter in den Handel starten. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 gibt vorbörslich um 0,2 Prozent nach. Für Bewegung an den Börsen dürften weiterhin die Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie sorgen. Rund sechs Monate, nachdem die ersten Covid-19-Fälle gemeldet wurden, hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation vor einer weitere Ausbreitung der Pandemie gewarnt. Der rasante Anstieg der Zahl an Neuinfizierten vor allem in den USA schürt bei den Börsianern weiterhin die Sorge vor neuen Lockdown-Maßnahmen. Für ein gewisses Maß an Optimismus sorgen indessen überraschend gute Konjunkturdaten aus China. Der US-Fahrdienstvermittler Uber plant offenbar sein Geschäft um Essenlieferungen mit einem Milliardenkauf zu verstärken. Informierten Personen zufolge könnte Uber den Essenslieferdienst Postmates für rund 2,6 Milliarden US-Dollar übernehmen. Uber steigen vorbörslich um 3,1 Prozent. Micron rücken 4,7 Prozent vor. Der Halbleiterkonzern hatte im dritten Geschäftsquartal dank steigender Nachfrage die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Zudem gab der Chiphersteller einen überraschend positiven Ausblick für das abschließende Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 ab.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

15:00 LU/RTL Group SA, Online-HV

15:00 NL/Qiagen NV, Online-HV

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US

15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juni

PROGNOSE: 45,0

zuvor: 32,3

16:00 Index des Verbrauchervertrauens Juni

PROGNOSE: 91,0

zuvor: 86,6

22:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten

American Petroleum Institute (API)

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die europäischen Aktienmärkte treten am Dienstagmittag mehr oder weniger auf der Stelle. Während der Halbjahres-Ultimo und die Vorlagen aus den USA und aus Asien die Stimmung tendenziell stützen, sorgt ein neuer Virus aus China für Beunruhigung am Markt. Überraschend gute Wirtschaftsdaten aus China können die Stimmung dagegen kaum heben. Trotzdem stehen europaweit die konjunkturabhängigen Banken und Ölwerte mit Index-Verlusten von über einem Prozent unter Druck. Stattdessen legen im DAX eher die Immobilienwerte deutlich zu, so Deutsche Wohnen mit einem Plus von 2,2 Prozent. Vonovia ziehen um 2,1 Prozent an. Die überraschend starke Chip-Nachfrage macht Europas Technologie-Aktien aktuell zu den Hauptgewinnern. Der Sektor-Index steigt um 0,7 Prozent und ist damit stärkste Branche in Europa. Auslöser waren die deutlich besseren Zahlen von Micron in den USA. Im DAX steigen Infineon um 1,0 Prozent und SAP um 0,6 Prozent. In Paris gewinnen STMicro 2,3 Prozent. Wirecard setzen ihre Mischung aus Eindeckungs- und Spekulations-Rally auch am Dienstag fort. Die Aktien springen um 95 Prozent nach oben. Positiv wirkt diesmal die Nachricht, dass der Geschäftsbetrieb in Großbritannien weitergehen kann. Dies hat die Finanzmarktaufsicht FCA genehmigt. Dazu macht sich das Nordamerika-Geschäft eigenständig auf die Suche nach einem Käufer. Positive Analystenkommentare sorgen in der Aktie von Siemens für ein Plus von 0,1 Prozent. Für die Aktie von Varta geht es um 6,3 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine öffentliche Förderung von insgesamt 300 Millionen Euro für zwei Projekte der europäischen Initiative zum Aufbau einer Batteriezellenfertigung bekommen hat.

+++++ DEVISEN +++++

zuletzt +/- % Di, 8:00 Mo, 17:35 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1208 -0,30% 1,1231 1,1242 -0,1%

EUR/JPY 120,77 -0,13% 120,99 121,10 -0,9%

EUR/CHF 1,0654 -0,38% 1,0691 1,0684 -1,9%

EUR/GBP 0,9133 -0,07% 0,9140 0,9163 +7,9%

USD/JPY 107,74 +0,17% 107,73 107,70 -1,0%

GBP/USD 1,2274 -0,22% 1,2288 1,2268 -7,4%

USD/CNH (Offshore) 7,0753 -0,05% 7,0676 7,0789 +1,6%

Bitcoin

BTC/USD 9.140,51 -0,73% 9.120,26 9.073,51 +26,8%

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar angesichts der Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie fester. Der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Der Euro notiert bei 1,1208 Dollar gegenüber 1,1242 am Montagabend.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

An den asiatischen Börsen haben Anleger am Dienstag den Optimismus der Wall Street geteilt. Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturerholung erhielt neue Nahrung aus China, wo u.a. die Aktivität in der Industrie deutlicher als erwartet auf ein Dreimonatshoch gestiegen war. Auch Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor rückte stärker in den expansiven Bereich vor. Allerdings sei sehr viel Spekulation auf eine zügige globale Konjunkturerholung im Spiel, hieß es von Marktteilnehmern. Höhere Ausschläge an den chinesischen Börsen verhinderte die politische Entwicklung: In China war laut Medienberichten das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet worden. Die Führung der Kommunistischen Partei will mittels des Gesetzes die chinakritischen Unruhen in der Sonderverwaltungszone unterbinden. In Tokio unterstützte die Yen-Schwäche den Anstieg des Aktienmarktes. Gesucht waren Werte aus dem Elektroniksektor, Panasonic legten um 3 Prozent zu. An der Börse in Sydney stützte die Hoffnung auf auf weitere geldpolitische Stimuli.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien gegen den Ausfall von Staats- und Unternehmensanleihen aus Europa kommen am Dienstag leicht zurück. Sowohl der Beginn der Käufe von Unternehmensanleihen durch die US-Notenbank als auch positive Konjunkturdaten aus den USA und China verbesserten nach Aussage der DZ Bank die Marktstimmung. Leicht positiv wird bei Bayer der Glyphosat-Vergleich bewertet. Zwar haben Moody's und Fitch ihre Einstufung für Bayer mit Baa1 und BBB+ bestätigt, der Ausblick wurde allerdings von "negativ" auf "stabil" angehoben. Hintergrund der Rating-Aktionen sind die in der vergangenen Woche erzielten Vergleiche zu Glyphosat, Dicamba und PCB, mit denen sich das Unternehmen eines großen Teils der aktuellen und zukünftigen Klagen zu diesen Themenkomplexen entledigt hat. Allerdings verweist Moody's auch darauf, dass derzeit kein Spielraum für größere Zukäufe vorhanden sei.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Commerzbank sagt Sondersitzung des Aufsichtsrates ab - Zeitung

Die für Mittwoch geplante außerordentliche Aufsichtsratssitzung bei der Commerzbank ist einem Zeitungsbericht zufolge abgesagt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, geht die Verschiebung auf einen nicht genannten Termin auf die Proteste der Gewerkschaft Verdi und anderer Arbeitnehmervertreter zurück. Sie monieren demnach, dass wichtige Unterlagen nicht vorlägen. Eine Sprecherin der Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern.

Eon und Thyssenkrupp wollen Wasserstoff für Industriekunden attraktiv machen

Der Energieversorger Eon und Thyssenkrupp haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um die Wasserstofftechnologie besser gemeinsam an Industriekunden zu vermarkten. Großtechnische Elektrolyseanlagen des Stahlerzeugers könnten ab sofort über das virtuelle Kraftwerk von Eon mit dem deutschen Strommarkt gekoppelt werden, wie beide Konzerne mitteilten. Industriekunden, die selbst eine Anlage betreiben, könnten so zusätzliche Einnahmen am Strommarkt erwirtschaften.

Wirecard darf Zahlungsdienste in Großbritannien wieder aufnehmen

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

June 30, 2020 07:04 ET (11:04 GMT)

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