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15.01.2020 08:42

Investoren ziehen nach WeWork-Debakel die Daumenschrauben an

Milliardendesaster: Investoren ziehen nach WeWork-Debakel die Daumenschrauben an | Nachricht | finanzen.net
Milliardendesaster
Das Milliardendesaster um den amerikanischen Bürovermieter WeWork lässt Risikokapitalgeber vorsichtiger werden.
Die Investoren verlangen mehr Sicherheiten, wenn sie Geld in etablierte Start-Ups schießen, wie Anwälte, Manager und Risikokapitalgeber der Nachrichtenagentur Reuters sagten. So fordern sie etwa mehr Mitspracherechte, eine Mindestrendite oder einen höheren Mindestpreis, wenn Aktien bei einem Börsengang platziert werden. Zudem bestehen immer mehr Investoren darauf, dass sie bei einem Kollaps oder Weiterverkauf eines Start-Ups als erstes ihr Geld bekommen.

Zuletzt hatten sich einige Risikokapitalgeber die Finger an hoch gehandelten Start-Ups verbrannt. Das wohl prominenteste Beispiel ist der Bürovermieter WeWork, der von seinem Großinvestor Softbank gerettet werden musste. Die Bewertung stürzte nach dem fehlgeschlagenen Börsengang von 47 Milliarden Dollar auf acht Milliarden ab. Auch zahlreiche andere "Einhörner" (Unicorns) - Firmen, die mit mehr als einer Milliarden Dollar bewertet werden - wie etwa die Fahrdiensteanbieter Uber und Lyft enttäuschten die Erwartungen.

VIELE START-UPS SEHR HOCH BEWERTET

Weil die Bewertungen vieler "Einhörner" im historischen Vergleich extrem hoch sind, sichern sich Investoren stärker gegen einen Preisverfall ab, beobachten Experten. Nach dem WeWork-Desaster dränge der japanische Technologieinvestor Softbank besonders stark auf eine Absicherung, falls ein Börsengang schief gehe. Auch forderten immer mehr Geldgeber, dass sie bei einem Kollaps oder Verkauf vorrangig bedient werden. Sie verlangten zudem mehr Mitspracherechte, berichtet Shawn Carolan, Partner beim Risikokapitalgeber Menlo Ventures. "Dabei geht es meistens um Gehälter, Verschuldung, größere Ausgaben oder große Verträge."

Allerdings hat die erhöhte Vorsicht der Risikokapitalgeber auch ihre Schattenseite. Denn vor allem die Investoren eingeräumten finanziellen Sicherheiten erschweren einen Verkauf oder Börsengang eines Start-Ups. Haben erst einmal einige bevorzugte Anleger ihren Anteil erhalten, bleibt für die übrigen unter Umständen kaum noch etwas übrig. "Wie kauft man eine Firma, die 400 Millionen oder 800 Millionen Dollar an Ausschüttung garantiert für weniger als eine Milliarde Dollar?", fragt Ed Zimmermann, Partner bei der für Technologiefirmen und Investoren tätigen Anwaltskanzlei Lowenstein Sandler. "Und wer kann sich das leisten?"

- von Anirban Sen und Jane Lanhee Lee

Bangalore/San Francisco (Reuters) -

Bildquellen: photobyphm / Shutterstock.com, StockStudio / Shutterstock.com

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