06.04.2018 17:59
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Milliardenfonds? - Regierung erwägt offenbar Nachrüstungzwang für ältere Diesel

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BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung prüft einem Bericht zufolge, einen Teil der von deutschen Unternehmen hergestellten Diesel-Fahrzeuge mit Harnstoff-Katalysatoren nachrüsten zu lassen. Sie geht dabei von Kosten in Höhe von 5 Milliarden Euro aus, die die Autohersteller tragen sollen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Demnach geht es um Modelle, für die es einerseits bereits fertige Nachrüstsets gibt und die für den Export in die USA bestimmten, wo viel strengere Schadstoffgrenzwerte gelten. Die Nachrüstung soll zudem nicht flächendeckend kommen, sondern zunächst nur in Regionen, die besonders von Fahrverboten bedroht sind: Stuttgart, das Rhein-Main-Gebiet oder München.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dementierte die Meldung auf Anfrage nicht und verwies auf die Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg in der kommenden Woche. "Wir kommentieren nicht Spekulationen vor Meseberg, sondern arbeiten hart in Meseberg - mit dem Ziel, dass die Luftqualität in unseren Städten noch besser wird", erklärte Scheuer. Leitlinie sei der Koalitionsvertrag.

Dort hatten Union und SPD auf Druck der Genossen festgehalten, auch Hardware-Nachrüstungen zu prüfen. CDU und CSU lehnen sie aber eigentlich ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich mehrfach dagegen ausgesprochen. Pro Wagen schätzen Experten die Kosten auf 1.500 bis 3.000 Euro. Bei einem Mittelwert von 2.500 Euro könnten mit der Summe von 5 Milliarden Euro zwei Millionen gebrauchte Diesel nachgerüstet werden.

Die mächtige Autoindustrie sperrt sich bislang vehement dagegen, für die Beseitigung des zu hohen Stickstoffausstoßes ihrer Autos aufzukommen. Das Diesel-Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes hat den Druck auf die Konzerne allerdings noch einmal erhöht.

Am Donnerstag hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung seines Unternehmens den nachträglichen Einbau von Harnstoff-Katalysatoren dennoch als nicht praktikabel zurückgewiesen. Die ehemalige Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wollte die Hersteller schon vergangenes Jahr in die Verantwortung nehmen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/hab

(END) Dow Jones Newswires

April 06, 2018 12:00 ET (16:00 GMT)

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