Milliardenvergütung voraus?

SpaceX-Aktie bald an der Börse: Raumfahrtkonzern schockt mit neuem Mars-Bonus für Elon Musk

12.05.26 22:14 Uhr

SpaceX-Aktie bald an der NASDAQ: Vertrauliche SEC-Dokumente zeigen Milliarden-Bonus für Elon Musk | finanzen.net

SpaceX setzt Elon Musk ein neues Ziel: Sein milliardenschweres Vergütungspaket soll künftig direkt an die Kolonisierung des Mars gekoppelt sein.

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• Musk-Bonus hängt an Mars-Besiedelung
• Informationen aus vertraulicher Registrierungserklärung
• Eine Million Menschen auf dem Mars als Ziel

Tesla-CEO Elon Musk knüpft seine Zukunft offenbar noch stärker an den Mars. Wie Reuters unter Berufung auf vertrauliche Informationen von SpaceX berichtet, hat der Vorstand des Unternehmens einen neuen Vergütungsplan beschlossen, der Musks Bezahlung direkt an die Kolonisierung des roten Planeten koppelt. Demnach soll der Tech-Milliardär zusätzliche Aktien erhalten, wenn SpaceX ehrgeizige Ziele bei Bewertung, Raumfahrttechnologie und Marsbesiedlung erreicht.

Milliarden-Bonus nur bei Mars-Erfolg

Laut Reuters basiert das neue Vergütungspaket auf mehreren Meilensteinen. Musk soll dabei 200 Millionen stimmberechtigte Vorzugsaktien erhalten, wenn SpaceX bestimmte Bewertungsziele erreicht. Die höchste Hürde liege bei einer Unternehmensbewertung von 7,5 Billionen US-Dollar.

Doch damit nicht genug. Um die vollständige Vergütung freizuschalten, müsste SpaceX außerdem "eine permanente menschliche Siedlung auf dem Mars mit mindestens einer Million Bewohnern" etablieren, schreibt Reuters. Zusätzlich seien weitere Boni an den Aufbau einer weltraumbasierten Recheninfrastruktur gekoppelt, die mindestens 100 Terawatt Rechenleistung liefern kann.

Die Informationen stammen laut Reuters aus einer vertraulichen Registrierungserklärung, die SpaceX bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht haben soll. Die Unterlagen gewähren demnach erstmals detaillierte Einblicke in die Finanzstruktur des Unternehmens vor einem möglichen Börsengang.

Mars-Kolonisierung als Kernvision von Musk

Die Idee einer Mars-Besiedlung begleitet Elon Musk schon seit der Gründung von SpaceX im Jahr 2002. Laut Teslarati betrachtet Musk die Kolonisierung des Mars seit Jahren als eine Art "Versicherung gegen das Aussterben der Menschheit".

Bereits 2017 hatte Musk auf dem International Astronautical Congress seine langfristige Vision vorgestellt. Damals beschrieb er eine sich selbst erhaltende Stadt auf dem Mars, die rund eine Million Menschen benötigen würde, um dauerhaft lebensfähig zu sein. Genau diese Zahl taucht nun auch im neuen Vergütungsmodell wieder auf.

Zentral für dieses Vorhaben ist die Rakete Starship, die sich weiterhin in Entwicklung befindet. Musk erklärte in der Vergangenheit mehrfach, dass die Transportkosten zum Mars auf unter 100.000 US-Dollar pro Tonne sinken müssten, um eine Massenmigration wirtschaftlich möglich zu machen.

SpaceX vor historischem Börsengang? - Was das für Anleger bedeutet

Teslarati zufolge bereitet SpaceX derzeit einen Börsengang rund um den 28. Juni vor - dem Geburtstag von Elon Musk. Die angestrebte Bewertung soll bei rund 1,75 Billionen US-Dollar liegen.

Mit Projekten wie Satellitenstarts für die US Space Force, Verträgen im Bereich Mars-Rover-Technologie sowie neuen Software- und KI-Initiativen zählt SpaceX inzwischen zu den wichtigsten Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der USA. Der mögliche Börsengang könnte dem Unternehmen erstmals einen öffentlichen Marktwert geben - und zugleich zeigen, wie viel Investoren Musks Mars-Vision tatsächlich wert ist.

Für Anleger könnte der geplante Börsengang von SpaceX eine der spannendsten Neuemissionen der vergangenen Jahre werden. Gleichzeitig zeigt das neue Vergütungsmodell, dass das Unternehmen weiterhin stark auf langfristige Zukunftsvisionen statt auf kurzfristige Gewinne setzt. Investoren würden damit nicht nur in ein Raumfahrtunternehmen investieren, sondern auch in Musks ambitioniertes Ziel einer Mars-Kolonisierung. Das könnte hohe Wachstumschancen bieten - allerdings auch erhebliche Risiken, da viele der technologischen und wirtschaftlichen Ziele noch Jahre oder sogar Jahrzehnte entfernt sind.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Kevork Djansezian/Getty Images, VCG/VCG via Getty Images/Getty Images

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