finanzen.net
28.12.2018 12:01
Bewerten
(0)

Mittelstand sieht 2019 "Wachstum und Wohlstand auf dem Spiel"

DRUCKEN

BERLIN (Dow Jones)--Der Mittelstandsverband BVMW hat sich bei der Vorstellung einer Unternehmerumfrage besorgt über die weitere Konjunkturentwicklung gezeigt. "Wachstum und Wohlstand stehen 2019 in Deutschland auf dem Spiel", sagte Verbandspräsident Mario Ohoven bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Mehr als jeder zweite Mittelständler erwartet, dass in Deutschland in den nächsten zwölf Monaten die Konjunktur an Fahrt verliert und es sogar in die Rezession abgleiten könnte."

Nach der Umfrage rechnen 52,84 Prozent der befragten Unternehmer damit, "dass Deutschland in den nächsten zwölf Monaten in die Rezession abgleiten könnte", erklärte der Chef des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). "Das globale Wachstum geht zurück, ein harter Brexit droht, Handelssanktionen greifen um sich, und der bisherige Wachstumsmotor Automobilindustrie stottert." Außerdem dämpfe der anhaltende Fachkräftemangel die Aussichten.

51,53 Prozent rechnen allerdings mit einer gleich bleibenden Entwicklung ihrer Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten und 14,55 Prozent mit einer ungünstigeren - eine günstigere Entwicklung erwarteten 33,92 Prozent. Ihre derzeitige Geschäftslage beurteilten 51,81 Prozent als gut. "Diese überaus optimistische Einschätzung haben die Mittelständler für das eigene Unternehmen", hob Ohoven hervor.

Die Bundesregierung müsse "jetzt umsteuern, um Wachstum und Wohlstand zu sichern". forderte er. "Dem Personalwechsel an der Spitze der Union muss ein Politikwechsel der großen Koalition folgen." Ohoven forderte eine Senkung der Steuerbelastung der Unternehmen, eine steuerliche Forschungsförderung, bessere Rahmenbedingungen für Investitionen und ein "Umsteuern" im Bundeshaushalt. "Zukunftsinvestitionen müssen vorrangig vor Sozialkonsum kommen", verlangte Ohoven.

Besorgt zeigte er sich über einen Wert von nur 3,5 Prozent für die SPD in der Umfrage über die Absichten der Mittelständler für die Europawahl. "Das ist grausam", konstatierte Ohoven und forderte: "Die SPD muss dringend ein Angebot an den Mittelstand machen." Mit Brigitte Zypries und Sigmar Gabriel verfüge sie "über Persönlichkeiten, die etwas vom Mittelstand verstehen". Unter den Mittelständlern kämen nach der Erhebung CDU/CSU auf 36,5 Prozent und FDP auf 28,6 Prozent für die Europawahl. "Union und FDP hätten eine Zweidrittelmehrheit", stellte Ohoven fest.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/sha

(END) Dow Jones Newswires

December 28, 2018 06:02 ET (11:02 GMT)

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht tiefer ins Wochenende -- Wall Street beendet Tag leichter -- Trump verschiebt Entscheidung über EU-Autozölle -- Fresenius legt große Übernahmen auf Eis -- Pinterest, thyssen, Dürr im Fokus

Unfallermittler: Teslas 'Autopilot' war bei Todescrash eingeschaltet. Arcelor-Aktien erneut sehr schwach - Längste Verlustserie seit 1997. Siemens und Philips anscheinend in Brasilien im Visier des FBI. Juventus Turin trennt sich von Trainer Allegri. Labour erklärt Brexit-Gespräche mit Regierung für gescheitert. Salzgitter, Klöckner, thyssen: Stahlwerte-Aktien schwächeln weiter. Zalando-Aktie unter Druck - UBS skeptisch mit Blick auf Wachstum.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das höchste Gehalt
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Städte für Millionäre
Hier fühlen sich die Vermögenden am wohlsten
In diesen Ländern ist Netflix am billigsten
Wo zahlen Abonnenten am wenigsten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundesjustizministerin Barley (SPD) hat vorgeschlagen, die Mietpreisbremse zu verschärfen. Was halten Sie von dieser Idee?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Amazon906866
Wirecard AG747206
TeslaA1CX3T
Allianz840400
BMW AG519000
SAP SE716460
BayerBAY001
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
NEL ASAA0B733
BASFBASF11