Die globalen Wachstumsmöglichkeiten für FinTechs erscheinen enorm. Erfahren Sie, wie Sie als Anleger am FinTech-Markt partizipieren könnten.-w-
30.07.2021 07:30

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

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RÜCKBLICK: Etwas fester - Gefragt waren die Aktien der Banken, so stiegen Deutsche Bank um 3 Prozent auf 10,81 Euro. Auch Automobil-Aktien und Titel aus dem rohstoffnahen Bereich zogen an. VW (+1,6%) erhöhte zwar das Margenziel, nannte aber ein weniger optimistisches Absatzziel als zuvor. Heidelbergcement (+0,1%) legte nach einem guten zweiten Quartal die Latte für 2021 höher, dies war jedoch erwartet worden. Bayer (+1,3) zeigten sich unbeeindruckt von höheren Rückstellungen für die Glyphosat-Risiken. "Der Markt glaubt nach wie vor an ein Ende mit Schrecken statt an einen Schrecken ohne Ende", so ein Händler. Klöckner (+6,3%) hat nach einem starken ersten Halbjahr die Prognose erhöht. Bei Airbus (+0,7%) lagen die Ergebnisse für das zweite Quartal deutlich über den Schätzungen. Überdies hob Airbus den Ausblick überraschend deutlich an. Aixtron (+1,5%) hat nach einem guten Quartal die Prognose für den Auftragseingang erhöht. Im DAX stiegen Infineon um 2,6 Prozent, gestützt auch von guten Zahlen von STMicro. Der TecDAX notierte zeitweise auf dem höchsten Stand seit über 20 Jahren.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Gea-Aktie wurde 0,2 Prozent höher gestellt. Der Anlagenbauer hat nach deutlichen Steigerungen beim operativen Gewinn und organischem Umsatzwachstum im zweiten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Leoni rückten 1,9 Prozent vor. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal dank einer Nachfrageerholung den Umsatz deutlich gesteigert und operativ mehr verdient als am Markt erwartet. Die Jahresprognose wurde auch hier angehoben.

USA - AKTIEN

Etwas fester - Schwächer als erwartete BIP-Daten befeuerten die Hoffnungen auf eine länger andauernde Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Gleichwohl waren die Anleger auch etwas besorgt, dass die Erholung der globalen Weltwirtschaft sich verlangsamen könnte. Zudem lief die Berichtssaison weiter auf vollen Touren. Facebook (-4,0%) enttäuschte mit dem Ausblick, während der Quartalsausweis stark ausfiel und die Erwartungen übertraf. Bei Paypal (-6,2%) schrumpfte der Gewinn weniger stark als befürchtet, und die Jahresgewinnprognose wurde angehoben. Allerdings verfehlte der Umsatz die Konsensschätzung knapp. Ford (+3,8%) meldete nicht nur überraschend einen Gewinn, sondern sieht auch das Problem mit Lieferengpässen bei Chips kleiner werden. Um 15,2 Prozent abwärts ging es mit der Nikola-Aktie, nachdem die Staatsanwaltschaft in Manhattan Anklage gegen den Unternehmensgründer und zeitweiligen Chairman Trevor Milton erhoben hat. Ihm wird vorgeworfen, die Anleger mit falschen Angaben zur Produkt- und Technologieentwicklung getäuscht zu haben. Merck & Co (-1,8%) hat für das zweite Quartal einen um die Hälfte geschrumpften Gewinn vermeldet. Auf bereinigter Basis lag das Ergebnis jedoch im Rahmen der Erwartungen. Daneben stand der Börsengang des Online-Brokers Robinhood auf der Agenda. Der erste Kurs hatte bei 38 Dollar gelegen. Zu Handelsschluss notierte die Aktie bei 34,82 Dollar, ein Abschlag von 8,4 Prozent zum Ausgabepreis. Aktien des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi Global (+11,2%) waren vorbörslich zeitweise um über 40 Prozent nach oben geschossen, nachdem aus Kreisen verlautet war, dass das erst seit kurzer Zeit börsennotierte Unternehmen sich schon wieder von der Börse zurückziehen wolle. Didi dementierte dies.

USA - ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,20 -0,8 0,21 8,2

5 Jahre 0,73 2,1 0,71 37,3

7 Jahre 1,03 3,5 0,99 37,7

10 Jahre 1,27 4,1 1,23 35,5

30 Jahre 1,92 3,6 1,88 27,1

Am Anleihemarkt zogen die Renditen derweil wieder etwas an. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 4,1 Basispunkte auf 1,27 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch auf niedrigem Niveau.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Do, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1879 -0,1% 1,1888 1,1888 -2,7%

EUR/JPY 130,08 -0,0% 130,12 130,21 +3,2%

EUR/CHF 1,0773 +0,0% 1,0768 1,0767 -0,3%

EUR/GBP 0,8517 +0,0% 0,8516 0,8509 -4,6%

USD/JPY 109,51 +0,0% 109,50 109,53 +6,0%

GBP/USD 1,3947 -0,1% 1,3961 1,3972 +2,1%

USD/CNH 6,4610 +0,1% 6,4577 6,4581 -0,6%

Bitcoin

BTC/USD 39.896,26 +0,9% 39.543,76 40.019,51 +37,3%

Der Dollar hatte schon am Mittwoch in Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank nachgegeben und schwächelte am Donnerstag weiter. Der Dollarindex gab 0,5 Prozent nach.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 73,16 73,62 -0,6% -0,46 +51,8%

Brent/ICE 75,63 76,05 -0,6% -0,42 +48,0%

Die Ölpreise legten etwas zu, gestützt vom schwächeren Dollar.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.827,47 1.828,23 -0,0% -0,76 -3,7%

Silber (Spot) 25,58 25,58 +0,0% +0,00 -3,1%

Platin (Spot) 1.055,00 1.064,30 -0,9% -9,30 -1,4%

Kupfer-Future 4,51 4,52 -0,3% -0,01 +27,8%

Der Goldpreis profitierte vom schwächeren Dollar, aber auch von niedrigeren Realzinsen. Diese senken die Opportunitätskosten des Edelmetalls, hieß es. Ein Bericht des World Gold Council, dem zufolge die Nachfrage nach Gold in der ersten Hälfte dieses Jahres verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen ist, belastete nicht.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

GEA

hebt nach deutlichen Steigerungen beim operativen Gewinn und organischem Umsatzwachstum im zweiten Quartal und einem insgesamt "sehr guten" ersten Halbjahr die Jahresprognose an. Das Unternehmen erwartet nun ein organisches Wachstum um 5 bis 7 statt um 0 bis 5 Prozent. Nach vorläufigen Zahlen stieg das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal um 9,4 Prozent auf 153,7 Millionen Euro und lag damit oberhalb des dem Unternehmen verfügbaren Konsens von 145,6 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 1,156 Milliarden Euro, nominal ein Rückgang um 0,8 Prozent, organisch ein Plus von 3,4 Prozent. Hier lag der Konsens mit 1,179 Milliarden Euro etwas höher.

LEONI

hat im zweiten Quartal dank einer Nachfrageerholung den Umsatz deutlich gesteigert und operativ mehr verdient als am Markt erwartet. Die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2021 wurde angehoben. Der Umsatz lag im Quartal bei 1,30 Milliarden Euro, nach zuvor 673 Millionen. Das EBIT vor Sondereffekten betrug 48 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 96 Millionen.

SIEMENS HEALTHINEERS

schraubt seine Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr in die Höhe. Weil die Nachfrage nach Corona-Antigentests sowie nach bildgebenden Medizintechnik im Frühjahr unerwartet stark war, wird nun mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,95 bis 2,05 Euro bei einem vergleichbarem Umsatzwachstum von 17 bis 19 Prozent gerechnet, wie die Siemens-Tochter in Erlangen mitteilte. Erst im Mai waren die Ziele angehoben worden - auf 1,90 bis 2,05 Euro bereinigten Gewinn je Aktie und 14 bis 17 Prozent Umsatzwachstum. In der Wachstumsprognose ist das zugekaufte Geschäft des Krebsspezialisten Varian noch nicht enthalten. Dort verengte Siemens den Zielkorridor für den Umsatz im zweiten Halbjahr auf 1,3 bis 1,4 (zuvor: 1,2 bis 1,4) Milliarden Euro.

ANDRITZ

Der österreichische Technologiekonzern bekommt im kommenden Jahr einen neuen Chef. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Leitner werde mit Ablauf der Hauptversammlung 2022 sein Amt niederlegen. Seine Nachfolge soll Joachim Schönbeck antreten, der seit Oktober 2014 Mitglied des Vorstandes ist.

CREDIT SUISSE

Die Schweizer Großbank trennt sich laut Kreisen von dem Risikovorstand ihrer Investmentbank. Ralf Hafner verlasse die Bank im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archegos Capital Management. Er werde durch Ben Wilkinson, dem Risikochef für das internationale Wealth Management, ersetzt.

ENEL

Der Nettogewinn ging in den sechs Monaten auf 1,78 (Vorjahr: 1,95) Milliarden Euro zurück. Auf bereinigter Basis verdiente Enel 2,30 ( 2,41) Milliarden Euro. Der Umsatz sank auf 29,85 Milliarden von 33,38 Milliarden Euro. Enel bekräftigte seine Finanzziele für 2021.

L'OREAL

Der Nettogewinn stieg im ersten Halbjahr auf 2,36 (Vorjahr: 1,82) Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte auf 15,2 (13,08) Milliarden Euro. Im zweiten Quartal betrug der Umsatz 7,58 Milliarden Euro. "Wir sind zuversichtlicher denn je, dass wir den Markt übertreffen und ein Jahr des Wachstums sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis erreichen werden", sagte CEO Nicolas Hieronimus.

SAINT-GOBAIN

Der französische Baustoffhersteller ist im ersten Halbjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat unter dem Strich deutlich mehr verdient wie im Vorkrisenjahr 2019. Die Jahresprognose hob die Saint-Gobain SA an. Der Umsatz legte um 24,6 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis sprang um 187,3 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro. Der Nettogewinn erreichte 1,3 Milliarden Euro, nach einem Verlust von 434 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020.

PROCTER & GAMBLE

bekommt einen neuen Chef. Wie das US-Unternehmen mitteilte, wird David Taylor von seinem CEO-Posten zurücktreten. Sein Nachfolger wird der bisherige COO und frühere Finanzvorstand Jon Moeller. Taylor wird aber als Executive Chairman an Bord bleiben.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/err/raz

(END) Dow Jones Newswires

July 30, 2021 01:30 ET (05:30 GMT)

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