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20.02.2019 07:38
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

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Der Dollar bewegt sich zum Euro am Morgen im asiatisch geprägten Handel kaum, legt zum Yen aber etwas zu. Zuvor hatte der Greenback vier Verlustsitzungen in Folge verbucht. Händler rechnen mit einem taubenhaften Fed-Protokoll am Abend. Sie verweisen u.a. auf Aussagen von John Williams, Fed-Präsident aus New York, der keine Notwendigkeit für Zinserhöhungen vor einem Anziehen der Inflation sieht.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,15 56,09 +0,1% 0,06 +22,8%

Brent/ICE 66,33 66,45 -0,2% -0,12 +22,0%

Bei Erdöl herrschte keine klare Tendenz. Nachdem die Preise am Freitag kräftig Auftrieb erhalten hatten, war die Verlockung zu Gewinnmitnahmen groß. Dagegen habe die Nachricht gestützt, dass Saudi-Arabien seine Ankündigung vom Monatsanfang wahrmache und tatsächlich weniger Öl exportiere, hieß es am Markt. Die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen China und den USA stützte vor allem auch den US-Ölmarkt. Die US-Sorte WTI stieg zum Settlement um 0,9 Prozent auf 56,09 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent ermäßigte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 66,46 Dollar.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.342,79 1.341,10 +0,1% +1,69 +4,7%

Silber (Spot) 16,04 16,00 +0,2% +0,04 +3,5%

Platin (Spot) 821,00 820,50 +0,1% +0,50 +3,1%

Kupfer-Future 2,88 2,87 +0,1% +0,00 +9,3%

Einen größeren Satz nach oben machte Gold, was Marktteilnehmer mit der politischen Unsicherheit erklärten, vor allem mit der Drohung des US-Präsidenten, Strafzölle auf Autoimporte einzuführen. Zudem sahen Teilnehmer einen intakten Aufwärtstrend. Und schließlich stützte auch der nachgebende Dollar. Die Feinunze stieg um 1,1 Prozent auf ein neues Zehnmonatshoch bei 1.341 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

BEZIEHUNGEN INDIEN-PAKISTAN

Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben nach dem tödlichen Anschlag auf indische Sicherheitskräfte in der Kaschmir-Region weiter zugenommen. Indiens Außenministerium wies Äußerungen von Pakistans Regierungschef Imran Khan als "faule Ausrede" zurück und forderte "glaubwürdiges und sichtbares Handeln" des Nachbarn. Khan hatte zuvor Hilfe bei den Ermittlungen angeboten - sobald Delhi Beweise für die Verwicklung Pakistans vorlege. Die USA stellten sich hinter Indien und riefen Pakistan zu "vollständiger Kooperation" auf. Premierminister Khan warnte in einer Fernsehansprache Indien vor einem Angriff. Pakistan werde "nicht nur über Vergeltung nachdenken. Pakistan wird Vergeltung üben", sagte er.

KONJUNKTUR JAPAN

Die Handelsstreitigkeiten und das Nachlassen des weltweiten Wachstums hinterlassen ihre Spuren in der Handelsbilanz Japans. Die Exporte des Landes fielen im Januar stärker als erwartet um 8,4 Prozent auf 5,574 Billionen Yen. Das Handelsdefizit weitete sich dadurch den vierten Monat in Folge aus und stieg diesmal um 50 Prozent auf 1,415 Billionen Yen. Die Daten zeigen, wie stark der Handelskonflikt zwischen den USA und China die gesamte Weltwirtschaft belastet. Insbesondere aus der Halbleiterbranche und von den Smartphoneherstellern kommen weniger Aufträge herein.

FMC

Die US-Kartellbehörde räumt eine Hürde für die Übernahme des Medizinprodukteherstellers NxStage Medical durch Fresenius Medical Care (FMC) aus dem Weg. Um die Kartellbedenken gegen die Transaktion zu zerstreuen, soll FMC - wie vom DAX-Konzern auch angeboten - das Geschäft mit Blutschlauchsystemen von NxStage an den Wettbewerber B. Braun Medical verkaufen.

OSRAM

Die Aktionäre von Osram haben dem Management trotz der herben Rückschläge im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Vertrauen ausgesprochen. Allerdings wurde Vorstandschef Olaf Berlien auf der Hauptversammlung nur mit 73,82 Prozent der Stimmen entlastet. Durchgewunken wurde auch der Dividendenvorschlag von je 1,11 Euro für das abgelaufene Jahr, zu dem ein Gegenantrag vorlag.

ELRINGKLINGER

Der Autozulieferer hat sein eigenes Margenziel 2018 auch aufgrund eines schwachen Schlussquartals verfehlt. Der operative Gewinn sank bei leicht steigenden Umsätzen deutlich. Der Konzern geht davon aus, dass die Marge im laufenden Jahr weiter unter Druck geraten wird. Die Dividende für 2018 soll ausfallen.

GERRY WEBER

Der insolvente Modekonzern bekommt ein neues Vorstandsmitglied. Urun Gursu wurde in das Führungsgremium der Gesellschaft berufen, wo er die Funktion des Chief Product Officer (CPO) mit Verantwortung für den Produkt- und Kreationsbereich der Konzernmarken übernehmen soll. Zudem wird er den neu etablierten zentralen Beschaffungsbereich einschließlich der Auslandsbüros leiten.

SENVION

Der Windkraftanlagenhersteller hat die eigene Umsatz- und Margenprognose vergangenes Jahr wohl verfehlt. Zur Begründung führte das Unternehmen Rückstellungen infolge zu hoher Kosten und Vertragsstrafen wegen zu später Installationen an.

TELEFONICA DEUTSCHLAND

Der Telekomdienstleister hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr mit dem Umsatz und der operativen Kennziffer OIBDA besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis, der Verlust blieb aber größer als befürchtet, im kommenden Jahr droht weitgehend Stagnation.

BERICHTET PROG PROG

4. QUARTAL 4Q18 ggVj 4Q18 ggVj 4Q17

Umsatz 1.965 +3% 1.907 +0,2% 1.904

Umsatz bereinigt 1.970 +3% k.A. - 1.904

OIBDA bereinigt 517 +4% 497 -0,4% 499

Ergebnis nach Steuern -107 -- 23 -- -203

Ergebnis je Aktie k.A. -- 0,02 -- -0,07

- Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro

TÜV SÜD

Nach dem verheerenden Dammbruch im brasilianischen Brumadinho will der TÜV Süd keine weiteren Sicherheitserklärungen für Abraumdämme in dem Land mehr ausstellen. Im Januar waren hunderte Menschen von einer Schlammlawine begraben worden, als ein Staudamm des Minenbetreibers Vale brach. Der TÜV Süd hatte den Damm im Auftrag des Minenbetreibers geprüft und offenbar Zertifikate ausgestellt, laut denen er in Betrieb bleiben durfte.

ELSFLETHER WERFT

Die Werft, in der das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" repariert wird, steht einem Medienbericht zufolge vor der Insolvenz. Die Geschäftsführung wolle am Mittwoch bei Gericht Insolvenz anmelden, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio.

IBERDROLA

legt ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,15 Milliarden Euro auf. Im Zeitraum vom 20. Februar bis zum 14. Juni werde das Unternehmen bis zu 2,07 Prozent ihres Aktienkapitals zurückkaufen.

FORD

Der US-Autohersteller baut sein Geschäft in Südamerika um. Er steigt aus dem Geschäft mit schweren Pickup-Trucks in der Region aus. Vor allem aufgrund der Einstellung der Produktion im brasilianischen Werk in Sao Bernardo do Campo rechnet Ford mit einer Belastung von 460 Millionen US-Dollar vor Steuern.

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/raz/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 20, 2019 01:39 ET (06:39 GMT)

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