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14.08.2019 07:39
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Fluchtwährungen wie der Yen waren mit der Entspannung im Handelsstreit nicht mehr attraktiv. Der Dollar stieg auf 106,60 von etwa 105 Yen. Der Greenback legte aber auch zum Euro zu: Die Gemeinschaftswährung sank auf etwa 1,1175 Dollar; im Tageshoch hatte sie 1,1229 Dollar gekostet.

Der Dollar verteidigt am Morgen seine Vortagesaufschläge im asiatisch geprägten Devisenhandel. Die Entspannungssignale aus Washington im Handelsstreit und das durch höhere Inflationsdaten ausgelöste Nachlassen von Zinssenkungsspekulationen stützen den Greenback weiterhin. Händler warnen aber, dass der Handelskonflikt noch lange nicht ausgestanden sei und die Stimmung jederzeit wieder kippen könne. Dann seien Fluchtwährungen wie der Yen auch schnell wieder gefragt. Es mehren sich die Stimmen, die an keine Einigung mehr im Handelsstreit glauben.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,45 57,10 -1,1% -0,65 +18,0%

Brent/ICE 60,70 61,30 -1,0% -0,60 +9,8%

Öl drehte mit den neuen Meldungen im Handelsstreit massiv nach oben. Auch Berichte, wonach die saudische Aramco an die Börse gebracht werden könnte, stützen die Preise. Ein solches Vorhaben würde dafür sprechen, dass die Saudis verstärkte Anstrengungen zur Hebung der Preise vornehmen werden, um das IPO attraktiver zu gestalten. WTI erhöhte sich um 4,0 Prozent auf 57,10 Dollar, Brent stieg um 4,7 Prozent auf 61,30 Dollar.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.498,46 1.501,39 -0,2% -2,94 +16,8%

Silber (Spot) 16,93 16,98 -0,3% -0,05 +9,3%

Platin (Spot) 851,00 852,50 -0,2% -1,50 +6,8%

Kupfer-Future 2,62 2,63 -0,3% -0,01 -0,9%

Gold stürzte vom Tageshoch um 45 Dollar ab auf 1.480 Dollar, machte dann aber etwas Boden gut. Gegenüber dem Vortag verlor es aber immer noch 0,7 Prozent auf 1.500 Dollar. Gedrückt wurde der Preis außer von den Hoffnungen auf ein Ende des Handelsstreits auch von den Inflationsdaten, die höher ausfielen als erwartet, und damit Zinssenkungsfantasie bremsten.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

HANDELSKONFLIKT

US-Präsident Donald Trump hat erneut mit einem Austritt der USA aus der Welthandelsorganisation (WTO) gedroht. "Wir werden gehen, wenn es sein muss", sagte Trump. "Sie haben uns jahrelang übers Ohr gehauen und das wird nicht erneut geschehen."

Die Bundesregierung hat angesichts der Haltung der USA vor einer dauerhaften Lähmung und Blockade der Welthandelsorganisation (WTO) gewarnt. Die Lage der Genfer Institution sei "kritisch", heißt es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, in die Dow Jones Newswires Einblick hatte.

REGIERUNGSKRISE ITALIEN

Der italienische Senat hat am Dienstag die Forderung der rechtsradikalen Lega nach einem schnellen Misstrauensvotum abgelehnt. Stattdessen soll Regierungschef Giuseppe Conte sich am 20. August zur politischen Krise äußern.

POLITIK USA / CHINA / HONGKONG

US-Präsident Donald Trump hat eine gewaltfreie Lösung der Krise in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong angemahnt. Die US-Geheimdienste hätten ihn darüber informiert, "dass die chinesische Regierung Truppen an die Grenze zu Hongkong verlegt", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor hatten chinesische Medien berichtet, dass das chinesische Militär gut zwei Dutzend gepanzerte Truppentransporter und andere Militärfahrzeuge nach Shenzhen entsandt habe, eine Stadt an der Grenze zu Hongkong.

China hat nach Angaben aus Washington zwei US-Marineschiffen die Einfahrt in den Hafen von Hongkong untersagt. Wie der Vize-Sprecher der US-Pazifikflotte, Nate Christensen, mitteilte, sollte das Docklandungsschiff "USS Green Bay" eigentlich am Samstag einen Zwischenstopp in der chinesischen Sonderverwaltungszone einlegen, der Kreuzer "USS Lake Erie" sollte kommenden Monat in Hongkong einlaufen.

KONJUNKTUR JAPAN

Maschinenbauaufträge Kern Juni +13,9% (PROG: -1,5%) gg Vm

Maschinenbauaufträge Kern Juni +12,5% gg Vj

INFLATION MALAYSIA

Verbraucherpreise Juli +1,4% (PROG: +1,5%) gg Vorjahr

Verbraucherpreise Juli +0,1% gg Vormonat

ÖLMARKT

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der zurückliegenden Woche um 3,7 Millionen Barrel gestiegen, wie aus Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hervorgeht. In der Vorwoche war ein Minus von 3,4 Millionen Barrel gemeldet worden. Die Benzinbestände erhöhten sich um 3,7 Millionen Barrel nach minus 1,1 Millionen eine Woche zuvor.

ALZCHEM

Der Chemiekonzern hat trotz Umsatz- und Gewinnrückgangs im ersten Halbjahr die Jahresprognose bestätigt. Die Entwicklung liege weiterhin im Rahmen der Erwartungen, teilte das Unternehmen mit. Von Januar bis Juni sank der Umsatz auf 188,2 Millionen von 195,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

AAP

ist im zweiten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht und hat ihren Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Das Umsatzwachstum in Deutschland und Nordamerika sowie International könne nicht wie im ursprünglich für 2019 geplanten Umfang realisiert werden, teilte das Medizintechnikunternehmen mit.

EVOTEC

Der Biotechnologiekonzern hat im ersten Halbjahr dank deutlich höhere Meilenstein- und Lizenzumsätze mehr verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Prognose für 2019 hob das Unternehmen dank der starken Entwicklung des Basisgeschäfts und des Beitrags der Akquisition von Just Biotherapeutics an.

LEONI

Der angeschlagene Autozulieferer hat nach einem erneuten Millionenverlust einen trüben Ausblick für das Gesamtjahr gegeben. Bei moderat sinkenden Umsätzen rechnet das Unternehmen laut Halbjahresbericht auch 2019 mit roten Zahlen. Das EBIT vor Sondereffekten sowie vor Kosten für das Umbauprogramm Value 21 werde sich 2019 auf einen bis zu mittleren zweistelligen negativen Millionen Euro-Betrag-belaufen, kündigte Leoni an.

NORDEX

hat im zweiten Quartal bei höheren Umsätzen den Verlust etwas verringern können. Der Windturbinenhersteller setzt aber weiter auf ein starkes zweites Halbjahr und hält deswegen am Ausblick für 2019 fest. Zugleich wurden angesichts des dynamischen Auftragseingangs höhere Investitionen angekündigt.

RWE

ohne Innogy BERICHTET PROG PROG

1. HALBJAHR 1H19 ggVj 1H19 ggVj 1H18

EBITDA bereinigt 1.372 +20% 1.356 +19% 1.140

EBIT bereinigt 1.049 +21% 1.034 +19% 870

Erg nach Steuern/Dritten bereinigt 914 +34% 879 +29% 683

Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro

Der Energieversorger hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr wegen außerordentlicher Zuwächse beim Energiehandel deutlich gesteigert. Das Unternehmen, das vor einem grundlegenden Umbau seiner Geschäftsfelder steht, bekräftigte angesichts der guten Zahlen sowohl seinen Ausblick als auch sein Dividendenversprechen für 2019. Der DAX-Konzern erwartet, dass der Verkauf der Netze an Eon und die gleichzeitige Übernahme der Eneuerbaren Energien wie geplant im September stattfinden könne.

WÜSTENROT & WÜRTTEMBERGISCHE

hat im ersten Halbjahr eine Ertragsentwicklung über den eigenen Erwartungen erreicht. Mit 175,8 Millionen Euro stieg der Konzernüberschuss um rund 50 Prozent, wie die Stuttgarter mitteilten.

BOEING

hat in den ersten sieben Monaten 2019 weniger Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum und fällt damit weiter hinter Wettbewerber Airbus zurück. Es seien bis Ende Juli 258 (Vorjahr: 417) Maschinen ausgeliefert worden, teilte Boeing mit. Der Auftragseingang abzüglich der Stornierungen lag bei minus 88 Flugzeugen. Der Problemflieger 737 MAX, der nach zwei Abstürzen mit einem Flugverbot versehen ist, erhielt den fünften Monat in Folge keinen Auftrag.

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

August 14, 2019 01:39 ET (05:39 GMT)

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