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15.08.2019 07:38
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0,00 Uhr Mi, 17:28

EUR/USD 1,1151 +0,1% 1,1217 1,1143

EUR/JPY 118,10 +0,2% 120,87 117,90

EUR/CHF 1,0855 +0,1% 1,1025 1,0847

EUR/GBR 0,9249 +0,1% 0,8975 0,9235

USD/JPY 105,91 +0,1% 107,74 105,80

GBP/USD 1,2057 -0,0% 1,2500 1,2066

USD/CNY 7,0278 +0,0% 7,0244 7,0237

Bitcoin

BTC/USD 9.688,50 -4,74 10.327,25 10.458,00

Der als Fluchtwährung beliebte Yen holte einen großen Teil seiner Vortagesverluste wieder auf. Im späten US-Handel stand der Dollar bei rund 106 Yen nach einem Hoch von knapp 107 am Dienstag. Auch der Euro kam zurück. Er notierte bei etwa 1,1140 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1191.

Der Yen verteidigt am Morgen im asiatisch geprägten Geschäft seine am Vortag verbuchten Aufschläge, während der Dollar zu den übrigen Währungen der Region zur Stärke neigt. Händler erklären diese Bewegungen als typische Flucht in vermeintliche Sicherheit angesichts der globalen Rezessionsängste. Dabei in erster Linie der Yen gefragt, gegenüber Schwellenlandwährungen werde der US-Dollar bevorzugt, heißt es. Geschürt weden die Rezessionsbefürchtungen vor allem vom US-Rentenmarkt, wo die Zweijahresrendite erneut über die der Zehnjährigen springt. Diese sogenannten "inverse" Zinsstruktur wird als mögliches Anzeichen einer nahenden Rezession gewertet. In den vergangenen fünf ähnlich gelagerten Fällen trat eine Rezession dann auch tatsächlich ein.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 54,95 55,23 -0,5% -0,28 +14,9%

Brent/ICE 59,06 59,48 -0,7% -0,42 +6,8%

Der Ölpreis litt unter den verschärften Konjunktursorgen. Eine lahmende Wirtschaft benötigt weniger von dem Schmierstoff. Aktuelle Daten des US-Energieministeriums schienen das zu bestätigen: Die Ölvorräte der USA sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 55,23 Dollar je Barrel, die global gehandelte Sorte Brent verlor 3 Prozent auf 59,48 Dollar.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.520,77 1.516,50 +0,3% +4,27 +18,6%

Silber (Spot) 17,33 17,22 +0,6% +0,11 +11,8%

Platin (Spot) 845,70 844,50 +0,1% +1,20 +6,2%

Kupfer-Future 2,60 2,59 +0,2% +0,00 -1,8%

Gold war angesichts des Umfelds gefragt. Niedrige Zinsen und politische wie wirtschaftliche Unsicherheiten lassen das Edelmetall derzeit glänzen. Die Feinunze stieg um 0,9 Prozent auf 1.515 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

HONGKONG-KRISE

US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Hongkong-Krise ein persönliches Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen. Trump schrieb, Xi könne die Krise in Hongkong "schnell und human lösen", wenn er das wolle. Er fügte hinzu: "Persönliches Treffen?" Trump brachte den Hongkong-Konflikt auch in einen Zusammenhang mit der Suche nach einer Beilegung des Handelskonfliktes zwischen Washington und Peking.

Tausende chinesische Truppen haben am Donnerstag an einer Übung in einem Sportstadion in der Stadt Shenzhen an der Grenze zu Hongkong teilgenommen. Die Uniformierten gehörten offenbar der chinesischen Militärpolizei an, wie ein AFP-Reporter berichtete.

US-GELDPOLITIK

US-Präsident Donald Trump drischt einmal mehr auf die Fed ein. Sie senke die Zinsen nicht stark genug, sagte er und verwies auf die sich am Mittwoch verschärfenden Sorgen an den Finanzmärkten über eine Verlangsamung des globalen Wachstums.

BREXIT

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn will mit einem Misstrauensvotum gegen Premierminister Boris Johnson einen ungeregelten Brexit verhindern. Der Labour-Vorsitzende rief die Abgeordneten auf, Johnson das Misstrauen auszusprechen. Er selbst könne für eine "zeitlich strikt begrenzte" Dauer die Regierungsgeschäfte übernehmen, um die anderen EU-Staaten um eine Verschiebung des auf 31. Oktober festgesetzten Brexit zu bitten.

Die US-Demokraten knüpfen ihre Zustimmung zu einem Handelsabkommen mit Großbritannien nach dem Brexit an Bedingungen: Falls durch den britischen EU-Austritt das Karfreitagsabkommen und die offene Grenze zwischen Irland und Nordirland gefährdet würden, werde der Kongress einem Abkommen mit London "unter keinen Umständen" zustimmen, sagte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

OSRAM

führt nach eigenen Angaben "konstruktive" Verhandlungen mit AMS über eine Zusammenschlussvereinbarung. Ziel sei es, dass AMS seine Offerte während der Laufzeit des Übernahmeangebots der Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle für Osram, also vor Ablauf des 5. September, starten kann.

DELTICOM

hat im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 285 Millionen Euro verzeichnet. Das EBITDA fiel auf minus 3,7 Millionen von plus 6,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das zweite Halbjahr rechnet Delticom jedoch mit einem positiven Absatztrend und bestätigte daher die Jahresprognose.

SGL

Nachdem sich der Geschäftsbereich Fibers & Materials (CFM) deutlich schwächer als erwartet entwickelt hat, senkt SGL Carbon die Jahresziele. zudem ritt Vorstandsvorsitzender Jürgen Köhler "als Konsequenz dieser Entwicklung" zum 31. August 2019 zurück.

TOM TAILOR II

Der Konzernumsatz sank im zweiten Quartal wegen der Schwäche der Tochter Bonita auf 195,1 (Vorjahr: 209,5) Millionen. Das EBITDA sackte auf 4,5 (22,7) Millionen Euro ab. Damit brach die EBITDA-Marge auf 2,3 (10,8) Prozent ein.

TOM TAILOR I

hat sich mehr Zeit für die Lösung ihrer finanziellen Probleme verschafft. Die Vereinbarung mit den Konsortialbanken über eine Brückenfinanzierung wird demnach bis Mitte September verlängert. Das kurzfristige Darlehen von Großaktionär Fosun werde ebenfalls verlängert.

1&1 DRILLISCH

schätzt ihre Wachstumsaussichten im laufenden Geschäftsjahr etwas vorsichtiger ein. Wie das Unternehmen am Mittwochabend bei der Vorlage von Halbjahrszahlen mitteilte, sieht es den Service-Umsatz auf Jahressicht nun nur noch um 3 Prozent steigen, während bislang 4 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.

K+S

hat im zweiten Quartal dank guter Preise für Düngemittel sowie höherer Produktionsmengen in den Werken Werra und Bethune mehr umgesetzt. Das operative Ergebnis legte dabei mit nahezu einem Viertel überproportional zu. Fortschritte macht der Düngemittel- und Salzeproduzent auch beim freien Cashflow.

UNITED INTERNET

Wegen des schwächeren Hardware-Geschäfts und der verstärkten Nachfrage von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen senkt United Internet die Umsatzprognose für 2019. Das Wachstum des Gesamtumsatzes werde nun bei 2 Prozent gesehen statt der bisher erwarteten 4 Prozent, teilte das Unternehmen mit.

RYANAIR

Die irischen Piloten der Billigfluggesellschaft wollen in der kommenden Woche für 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Forsa kündigte Streiks für den 22. und 23. August an. Die Piloten fordern demnach mehr Gehalt sowie bessere Arbeitsbedingungen. Die Ryanair-Piloten in Großbritannien hatten vor einer Woche ebenfalls mehrtägige Streiks angekündigt.

CISCO

Der US-Kommunikationsausrüster hat im vierten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet. Allerdings gab das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick auf das laufende erste Quartal.

FORD

Der US-Autokonzern muss wegen eines Problems an der Gurtbefestigung mehr als 108.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen sind nach Angaben des Detroiter Konzerns 103.374 Autos in den Vereinigten Staaten, 4.002 Fahrzeuge in Kanada und 1.023 Fahrzeuge in Mexiko.

VMWARE/PIVOTAL

VMware Inc will die auf Cloud-Software spezialisierte Pivotal Software für 15 US-Dollar je Aktie übernehmen.

LENOVO

Der chinesische Technologiekonzern Lenovo hat den Gewinn im ersten Geschäftsquartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen übertroffen. Zudem ist Lenovo deutlich profitabler geworden. Besonders im Bereich Personal Computer (PC) und Smart Devices erfreuten sich die Chinesen einer höheren Nachfrage. Allerdings warnte der weltgrößte PC-Hersteller, dass die Aussichten aufgrund der Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und China ungewiss blieben.

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 01:39 ET (05:39 GMT)

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