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20.08.2018 07:36
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Ratingagenturen Moody's Investors Service und Standard & Poor's haben ihre bereits im sogenanten Ramschniveau liegenden Bonitätsnoten für die Türkei gesenkt. Moody's von Ba2 auf Ba3 um eine Stufe und S&P von BB- auf B+. Bei Moody's wurde außerdem der Ausblick auf "negativ" gesenkt. Hauptgrund für das schlechtere Rating sei die sich fortsetzende Schwäche öffentlicher türkischer Institutionen und die damit verbundene erschwerte Einschätzung des politischen Kurses. Konkret verweist Moody's auf die erhöhten Sorgen, was die Unabhängigkeit der türkischen Notenbank betrifft. Kritisiert wird daneben das Fehlen eine klaren und glaubhaften Plans, die Probleme des Landes anzugehen, die Auslöser der jüngsten Stresssymptome an den Finanzmärkten seien. Von S&P heißt es weiter, die extreme Volatiltät der Lira und die dadurch nötig werdende starke Anpassung der Zahlungsbilanz dürften die Konjunktur negativ beeinträchtigen wird. Im kommenden Jahr sei mit einer Rezession in der Türkei zu rechnen.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-DE

08:00 Erzeugerpreise Juli

PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+3,0% gg Vj

zuvor: +0,3% gg Vm/+3,0% gg Vj

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

S&P-500-Future 2.851,70 -0,02

Nikkei-225 22.221,93 -0,22

Schanghai-Comp. 2.666,17 -0,10

DAX 12.210,55 -0,22

DAX-Future 12.231,00 0,09

XDAX 12.236,94 0,10

MDAX 26.377,37 -0,20

TecDAX 2.881,17 -0,25

EuroStoxx50 3.372,94 -0,14

Stoxx50 3.060,33 -0,09

Dow-Jones 25.669,32 0,43

S&P-500-Index 2.850,13 0,33

Nasdaq-Comp. 7.816,33 0,13

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 163,56 +5

+++++ ÜBERSICHT RENDITEN ANLEIHEMARKT +++++

aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 Jahre -0,66 -0,66 -0,05

Deutschland 10 Jahre 0,30 0,30 -0,13

USA 2 Jahre 2,61 2,61 0,72

USA 10 Jahre 2,86 2,86 0,45

Japan 2 Jahre -0,14 -0,14 0,00

Japan 10 Jahre 0,09 0,09 0,04

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Knapp behauptet - Ein erneuter Schwächeanfall der Lira nach neuen Sanktionsdrohungen der USA gegen die Türkei sorgte für Verunsicherung. Die türkischen Behörden haben nach Einschätzung von Analysten nach wie vor keine glaubhaften Maßnahmen zur Stabilisierung der Lira ergriffen, insbesondere kene Zinserhöhung. Der kleine Verfalltag spielte bei der Kursfindung keine Rolle. Moeller-Maersk reagierten mit einem Plus von 1,8 Prozent auf die Pläne für einen Börsengang des Bohrgeschäfts. In Mailand erholten sich die Aktien des Autobahnbetreibers Atlantia um 5,7 Prozent. Am Donnerstag waren sie um über 20 Prozent eingebrochen, belastet von Befürchtungen, dem Unternehmen könnte die Konzession zum Betrieb von Autobahnen entzogen werden. Die aus gleichem Grund schwachen ASTM behaupteten sich, während sich SIAS um 2,5 Prozent erholten. Der stellvertretende italienische Ministerpräsident Matteo Salvini sagte inzwischen, dass "dies nicht der richtige Zeitpunkt ist", um über den Entzug von Genehmigungen zu sprechen.

DAX/MDAX/TECDAX

Knapp behauptet - In einer vornehmlich als technisch eingestuften Gegenbewegung ging es für die Bayer-Aktie nach den herben Verlusten der Vortage um 1,8 Prozent nach oben. Ein schwacher Ausblick von Applied Materials für das vierte Quartal drückte auf die Infineon-Aktie, die um 1,3 Prozent nachgab. Rheinmetall rückten um 1,8 Prozent, gestützt von einem Rüstungsauftrag über 2,1 Milliarden Euro aus Australien. Grand City Properties büßten nach der Vorlage von als "unspektakulär" eingestuften Geschäftszahlen 0,9 Prozent ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Tele Columbus brachen nach einer Zwischenerholung um 26,8 Prozent ein, womit sich das Wochenminus auf rund 37 Prozent summiert. Dass sich das Unternehmen nicht zur Verschiebung der für den 14. August vorgesehenen Quartalszahlenvorlage äußere, sorge für eine ganze Reihe von Spekulationen, hieß es.

XETRA-NACHBÖRSE

Laut einem Händler von Lang & Schwarz war bei Bayer und Wirecard ohne neue Nachrichten ein reges Geschäft zu beobachten, wobei beide Kurse um gut ein halbes Prozent nach oben genommen worden seien.

USA / WALL STREET

Etwas fester - Ungeachtet neuer Sanktionsdrohungen der USA und eines neuen Schwächeanfalls der türkischen Lira schlossen die US-Börsen erneut etwas fester. Viele Akteure sähen die Entwicklung in der Türkei zumindest für die USA offenbar gelassen und eher als Problem für Europa, so Marktteilnehmer. Zur guten Stimmung trugen im Wochenverlauf präsentierte gute Unternehmensergebnisse bei, daneben half die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit der USA mit China. Tagesverlierer waren Hableiteraktien mit einem Minus des Subindex von 1,1 Prozent. Applied Materials verloren 7,7 Prozent. Der Chipausrüster hatte im dritten Geschäftsquartal zwar mehr umgesetzt und verdient als erwartet, mit dem Ausblick waren die Börsianer aber nicht einverstanden. Der Kurs des Chipherstellers Nvidia fiel um 4,9 Prozent. Das Unternehmen hatte ebenfalls nach einem guten zweiten Quartal mit einem schwachen Ausblick enttäuscht. Der Land- und Baumaschinenhersteller Deere verbuchte dagegen ein unerwartet kräftiges Wachstum. Auch im Gesamtjahr soll der Umsatz deutlich steigen. Für die Aktie ging es um 2,4 Prozent nach oben. Tesla rutschten um 8,9 Prozent ab, weil der Druck der US-Börsenaufsicht zunimmt. Sie hegt den Verdacht, dass Tesla-Chef Musk versucht haben könnte, den Markt absichtlich zu täuschen mit der Nachricht, das Unternehmen womöglich zum Preis von 420 Dollar je Aktie von der Börse nehmen zu wollen und dafür auch schon eine gesicherte Finanzierung auf die Beine gestellt zu haben.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.21 Uhr

EUR/USD 1,1425 -0,1% 1,1437 1,1409

EUR/JPY 126,40 -0,0% 126,42 126,05

EUR/CHF 1,1366 -0,2% 1,1386 1,1350

EUR/GBR 0,8966 -0,1% 0,8972 0,8960

USD/JPY 110,63 +0,1% 110,53 110,47

GBP/USD 1,2743 -0,0% 1,2748 1,2732

Bitcoin

BTC/USD 6.491,30 -0,5% 6.521,39 6.496,32

Die türkische Lira knickte nach der Stabilisierung der Vortage im Tagestief um rund 8 Prozent zum Dollar ein, nachdem die USA mit weiteren Sanktionen gedroht hatten. Im Verlauf berappelte sich die Lira zwar wieder etwas, am Ende des Tages kostete der Dollar aber mit 6,0495 Lira immer noch gut 4 Prozent mehr als am Vorabend. Die Türkei hat nach Einschätzung der meisten Marktteilnehmer nach wie vor keine glaubhaften Maßnahmen zur Stabilisierung der Lira ergriffen. Nach Einschätzung von Analysten braucht es dazu vor allem eine Zinserhöhung durch die Notenbank. Diese bleibt aber weiter aus, was Spekulationen über die Unabhängigkeit der Währungshüter schürt. Bekanntermaßen ist Präsident Erdogan entschieden gegen Zinserhöhungen. Der Euro legte kontinuierlich zum Dollar zu und zeigte am Abend nochmals einen kräftigen Schub nach oben. Zuletzt kostete er 1,1439, verglichen mit knapp 1,1380 Dollar am Vorabend. Auch zum Yen gab der Dollar nach. Der Yuan zog derweil zum Dollar weiter an. Er profitierte von der Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit und jüngsten Maßnahmen Pekings, die helfen sollen, die eigene Währung zu stützen.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,68 65,91 -0,3% -0,23 +11,2%

Brent/ICE 71,61 71,83 -0,3% -0,22 +11,6%

...Text (aus Finanzmarktbericht USA)

Für die Ölpreise ging es unter Schwankungen weiter nach oben. Hier stützten zum einen die Hoffnungen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und China, zum anderen der nachgebende Dollar. Dadurch verbilligen sich in Dollar gehandelte Rohstoffe für Käufer aus dem Nichtdollarraum. Ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 0,6 Prozent auf 65,84 Dollar zu.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.185,54 1.185,03 +0,0% +0,52 -9,0%

Silber (Spot) 14,76 14,81 -0,3% -0,05 -12,9%

Platin (Spot) 790,85 788,55 +0,3% +2,30 -14,9%

Kupfer-Future 2,65 2,63 +0,7% +0,02 -20,7%

Die Feinunze Gold verteuerte sich zwar um rund 9 auf 1.183 Dollar, seit Beginn der Woche gab der Preis aber um rund 30 Dollar nach. Der nach oben zeigende Zinstrend in den USA macht das Edelmetall als Anlage für viele Investoren weiter wenig interessant. Hinzu komme, dass das Gold kaum mehr von seinem Ruf als sicherer Hafen profitiere, sagte Lukman Otunuga, Analyst bei FXTM.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

BREXIT

Der britische Modeunternehmer Julian Dunkerton unterstützt die Kampagne für ein zweites Brexit-Referendum mit einer Millionenspende. Der britische Rechtspopulist Nigel Farage will derweil den Kampf für einen harten Schnitt Großbritanniens mit der EU wieder aufnehmen.

FISKALPOLITIK DEUTSCHLAND

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 20, 2018 01:36 ET (05:36 GMT)

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