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21.01.2019 07:38
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Gedenktages an Martin Luther King geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so langsam gewachsen wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2018 um 6,6 Prozent. Peking hatte als Ziel für 2018 ein Wachstum von rund 6,5 Prozent ausgegeben. 2017 war die Wirtschaft noch um 6,8 Prozent gewachsen. Das vierte Quartal wies ein Wachstum von 6,4 Prozent auf. Ökonomen hatten für das Schlussquartal eine Rate in dieser Höhe erwartet. Zur Schwäche trug der Handelskonflikt mit den USA bei. Die offizielle Arbeitslosenquote legte im Dezember auf 4,9 von 4,8 Prozent im Vormonat zu."Die Wirtschaft steht unter Abwärtsdruck", sagte Ning Jizhe, Chef der Nationalen Statistikbehörde. Insbesondere verwies er auf das schwierige externe Umfeld, wozu er auch die Handelsstreitigkeiten mit Washington zählte. Insgesamt werde die Wirtschaft von der Binnennachfrage getrieben.

Die Industrieproduktion in China hat sich derweil im Dezember beschleunigt. Sie legte um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, nach 5,4 Prozent im November. Ökonomen hatten 5,3 Prozent prognostiziert. Anlageinvestitionen in Chinas Städten legten im Gesamtjahr 2018 um 5,9 Prozent zu. Der vielbeachtete Indikator für die Bauaktivität lag im Schlussmonat im Rahmen des Anstiegs von Januar bis November von 5,9 Prozent. Hier hatten Ökonomen 6,0 Prozent prognostiziert. Die Einzelhandelsumsätze kletterten im Dezember um 8,2 Prozent. Die Prognose der Volkswirte hatte bei 8,0 Prozent gelegen. Im November lag das Plus bei 8,1 Prozent.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

22:30 AU/BHP Billiton Group plc, Produktionsbericht 1H, Melbourne

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

DE/Norma Group SE, Eckdaten 2018.

DIVIDENDENABSCHLAG

Enel: 0,14 Euro

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Erzeugerpreise Dezember

PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,9% gg Vj

zuvor: +0,1% gg Vm/+3,3% gg Vj

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

SL/Auktion 1,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juni 2028

im Volumen von bis zu 100 Mio EUR

Auktion 2,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2046

im Volumen von bis zu 100 Mio EUR

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Stand +/- %

S&P-500-Future 2.666,20 -0,20

Nikkei-225 20.719,33 0,26

Schanghai-Composite 2.606,35 0,40

DAX 11.205,54 2,63

DAX-Future 11.237,00 2,51

XDAX 11.242,21 2,50

MDAX 23.175,11 1,93

TecDAX 2.579,89 2,50

EuroStoxx50 3.134,92 2,14

Stoxx50 2.884,67 1,84

Dow-Jones 24.706,35 1,38

S&P-500-Index 2.670,71 1,32

Nasdaq-Comp. 7.157,23 1,03

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 164,06 -30

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einer Verschnaufpause der Jahresanfangsrally rechnen Marktteilnehmer für den Wochenstart. Der DAX wird erst einmal wenig verändert knapp über 11.200 Punkten erwartet. "Das war ein kräftiger Schluck aus der Pulle", sagt ein Händler mit Blick auf den DAX-Gewinn von etwa 300 Punkten am Freitag. Der Markt setze zwar auch weiterhin auf Lösungen im Handelsstreit und in der Brexit-Frage. "Ganz kurzfristig ist aber eine Atempause angemessen", sagt er. Übergeordnet habe sich die technische Lage nun kräftig aufgehellt. Keine Impulse gehen von neuen Wachstumszahlen aus China aus, die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr wie erwartet um 6,6 Prozent gewachsen. Die asiatische Märkte tendieren verhalten freundlich. Impulse könnten am Nachmittag vom so genannten Plan B zum Brexit von Theresa May ausgehen.

Rückblick: Hausse - Zunehmende Anzeichen für eine positive Entwicklung der Handelsgespräche zwischen USA und China trieb die Kurse nach oben. Aber auch der kleine Verfalltermin an der Eurex führte nach Aussage mehrerer Marktteilnehmer zu zusätzlichen Aktienkäufen. In Paris sprangen Casino nach Umsatzzahlen für das vierte Quartal um 8,3 Prozent nach oben. Für Erleichterung sorgte, dass die Gelbwesten-Proteste offenbar keine größeren Spuren bei dem Einzelhandelsunternehmen hinterlassen haben. Im Gefolge stiegen auch Carrefour um 3,7 Prozent. In Amsterdam ging es für Takeaway um 2,1 Prozent abwärts. Der niederländische Essenslieferdienst hatte sich zum Teil via einer Kapitalerhöhung 680 Millionen Euro beschafft, um den vereinbarten Erwerb des Deutschlandgeschäfts von Delivery Hero zu refinanzieren. Euskaltel zogen an der Madrider Börse um 9 Prozent an mit Spekulationen, dass Orange einen Übernahmeversuch unternehmen könnte. Orange gewannen knapp 1 Prozent. Schwache vorläufige Geschäftszahlen drückten Telecom Italia um 7,2 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Hausse - Angeführt wurde der DAX von Wirecard, die um 4,8 Prozent zulegten. Der Bezahldienstleister dürfte einer der großen Profiteure des bargeldlosen Zahlens bleiben, hieß es. Hellofresh haussierten um 21,5 Prozent. Der währungsbereinigte Umsatzanstieg übertraf 2018 nach vorläufigen Zahlen die unternehmenseigene Prognose deutlich. Eine Gewinnwarnung von Wacker Chemie belastete die Aktie nur kurz. Im Handel hieß es dazu, dass es sich letztlich um ein rein bilanztechnisches, aber kein wirtschaftliches Problem handele. Die Aktie schloss 4,8 Prozent im Plus. Dräger (-1,6 Prozent) lieferte nach einem enttäuschenden 2018 einen schwachen Gewinnausblick für das laufende Jahr. Klöckner & Co (-3,9 Prozent) litten unter einer Abstufung auf "Sell". K+S (+3,1 Prozent) profitierten dagegen von einer Hochstufung auf "Neutral". S&T stiegen um 7,5 Prozent, beflügelt von der Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms.

XETRA-NACHBÖRSE

Scout24 legten um rund 10 Prozent auf 44,15 Euro zu. Das Unternehmen hatte am Abend mitgeteilt, es habe eine Übernahmeofferte von den Private-Equity-Gesellschaften Hellman & Friedman und Blackstone erhalten.

USA / WALL STREET

Fester - Die Aussicht auf eine Einigung im Handelsstreit sorgte den zweiten Tag in Folge für Kursgewinne. Nachdem am Donnerstag ein Bericht über Erwägungen des US-Finanzministers, die Strafzölle auf chinesische Importe zu senken oder gar abzuschaffen, den Markt gestützt hatte, war es nun eine Meldung, wonach China verstärkt US-Waren importieren will, um den Handelsbilanzüberschuss mit den USA abzubauen. Überraschend gute Daten zur US-Industrieproduktion befeuerten den Optimismus der Anleger zusätzlich. Und nicht zuletzt überzeugten einige Quartalsausweise. Tesla brachen gegen die positive Tendenz um 13 Prozent ein. Der Elektroautohersteller will 7 Prozent der Vollzeitstellen abbauen, um Kosten zu senken. Eli Lilly büßten 2,2 Prozent ein. Der Pharmakonzern hat in einer klinischen Studie einen Fehlschlag erlitten. Der Umsatz- und Gewinnrückgang des US-Ölfelddienstleisters Schlumberger war im vierten Quartal weniger dramatisch als befürchtet. Der Kurs stieg um 8,1 Prozent. Netflix sanken um 4 Prozent. Der Streaminganbieter verdiente zwar mehr als erwartet und steigerte die zahl der Neukunden stark, gleichwohl kursierten am Markt noch höhere Schätzungen.

Der Rentenmarkt neigte angesichts der Aufschläge bei Aktien und den überzeugenden Daten zur industriellen Fertigung zur Schwäche. Die Zehnjahresrendite stieg um 3 Basispunkte auf 2,78 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.15 Uhr

EUR/USD 1,1380 +0,1% 1,1366 1,1357

EUR/JPY 124,66 -0,1% 124,73 124,58

EUR/CHF 1,1326 +0,1% 1,1311 1,1311

EUR/GBR 0,8841 +0,1% 0,8829 0,8809

USD/JPY 109,56 -0,2% 109,75 109,68

GBP/USD 1,2871 -0,0% 1,2875 1,2895

Bitcoin

BTC/USD 3.532,50 -0,32 3.544,00 3.613,75

Der Dollar legte etwas zu, getragen von den guten US-Konjunkturdaten und der Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit. Der Euro fiel im Gegenzug auf etwa 1,1360 Dollar nach einem Tageshoch bei 1,1411, auch zum Yen neigte der Greenback zur Stärke. Der Dollar wurde mit 109,80 Yen gehandelt verglichen mit Ständen um 108 zu Beginn der Woche.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 54,03 53,80 +0,4% 0,23 +19,0%

Brent/ICE 62,92 62,70 +0,4% 0,22 +16,2%

Mit den Neuigkeiten zum Zollstreit zogen die Ölpreise an: Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 3,3 Prozent auf 53,80 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 2,5 Prozent auf 62,70 Dollar. Stützend wirkte auch, dass die Internationale Energie-Agentur mit einem Anstieg der Rohölnachfrage 2019 rechnet. Niedrigere Preise dürften den Effekt einer schwächeren Konjunkturentwicklung ausgleichen, hieß es bei der Agentur. Positiv aufgenommen wurden daneben Daten von Baker Hughes. Der Ausrüster der Ölindustrie meldete, dass die Zahl der in Betrieb befindlichen Bohranlagen in den USA in der laufenden Woche deutlich zurückgegangen sei.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.282,68 1.281,65 +0,1% +1,03 +0,0%

Silber (Spot) 15,31 15,33 -0,1% -0,02 -1,2%

Platin (Spot) 801,57 800,50 +0,1% +1,07 +0,6%

Kupfer-Future 2,70 2,72 -0,8% -0,02 +2,6%

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 21, 2019 01:38 ET (06:38 GMT)

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