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20.03.2019 07:34
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DONNERSTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertages geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA I +++++

Das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup des US-Herstellers und der Bayer-Tochter Monsanto hat zur Krebserkrankung eines Klägers in den USA mit beigetragen. Das befand die Jury eines US-Bundesgerichts in San Francisco laut AFP. Sie musste entscheiden, ob Glyphosat ein "wesentlicher Faktor" für die Erkrankung des 70-jährigen Edwin Hardeman war, der 25 Jahre lang das Mittel Roundup auf seinem Grundstück einsetzte. Für das zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-Unternehmen Monsanto handelt es sich um die zweite juristische Niederlage binnen eines Jahres.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Es sieht fast danach aus, als würden sich die Vertreter der US-Notenbank bei ihrem Treffen am Mittwoch endgültig von Zinserhöhungen in diesem Jahr verabschieden, um die Risiken einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft zu begrenzen. Aus jüngsten Andeutungen darf man zudem schließen, dass sie mitteilen werden, wann sie die Schrumpfung ihrer vier Billionen Dollar schweren Bilanz beenden werden. Eine offizielle Entscheidung steht noch aus, doch vieles deutet auf den September hin. Im Januar hieß es, die Notenbank werde den Zinssatz vorerst nicht anheben. Man wolle zuerst beobachten, wie sich die schwächelnde Weltwirtschaft, schwelende Handelskonflikte, der Brexit und die Volatilität an den Märkten auf die US-Wirtschaft auswirkten. Die neuen Projektionen dürften zeigen, dass die Notenbanker nun erwarten, dass sie die Zinsen nur einmal oder gar nicht erhöhen werden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

BMW

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Geschäftsjahr (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, nach IFRS):

PROG PROG PROG

GESAMTJAHR Gj18 ggVj Zahl Gj17

Umsatz 97.473 -1% 13 98.282

Umsatz Automobile 86.161 +0,5% 4 85.742

Umsatz Finanzdienstleistungen 27.838 +1% 4 27.567

EBIT 9.023 -9% 12 9.899

EBIT Automobile 6.206 -21% 5 7.888

EBIT Finanzdienstleistungen 2.174 -1% 5 2.194

Ergebnis vor Steuern 9.785 -8% 12 10.675

Ergebnis nach Steuern 7.107 -18% 11 8.675

Ergebnis nach Steuern/Dritten 7.064 -18% 11 8.589

Ergebnis je Stammaktie 10,72 -18% 12 13,12

Dividende je Stammaktie 3,79 -5% 14 4,00

JUNGHEINRICH

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Geschäftsjahr (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, nach IFRS):

PROG PROG PROG

Gj Gj18 ggVj Zahl Gj17

Auftragseingang 3.982 +12% 2 3.560

Umsatz 3.766 +10% 6 3.435

EBIT 273 +5% 6 259

Ergebnis nach Steuern 182 -- 6 182

Ergebnis je Vorzugsaktie 1,78 -1% 6 1,80

Dividende je Vorzugsaktie 0,53 +6% 4 0,50

Weitere Termine:

07:15 DE/Demire Deutsche Mittelstand Real Estate AG, Jahresergebnis

07:30 DE/Zooplus AG, ausführliches Jahresergebnis

08:00 DE/OHB SE, Jahresergebnis

08:00 DE/MAN SE, Jahresergebnis

09:30 DE/CTS Eventim AG & Co KGaA, ausführliches Jahresergebnis

und Bekanntgabe Dividendenvorschlag

10:00 DE/BMW AG, BI-PK

10:00 DE/Jungheinrich AG, BI-PK (per Video-Livestream)

10:00 DE/Bundesnetzagentur, Fortsetzung der 5G-Auktion, Mainz

16:45 DE/Bundestag, Aktuelle Stunde zum Thema

"Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank - Konsequenzen

für die Steuerzahler"

17:40 DE/Patrizia Immobilien AG, ausführliches Jahresergebnis

Im Tagesverlauf:

- DE/Fresenius SE & Co KGaA, Geschäftsbericht 2018

DIVIDENDENABSCHLAG

Carl Zeiss Meditec 0,55 EUR

Isra Vision 0,15 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Erzeugerpreise Februar

PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,9% gg Vj

zuvor: +0,4% gg Vm/+2,6% gg Vj

- GB

10:30 Verbraucherpreise Februar

PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+1,8% gg Vj

zuvor: -0,8% gg Vm/+1,8% gg Vj

- US

15:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen

Energy Information Administration (EIA)

19:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung, Projektionen zu

Zinsen, Wachstum, Inflation und Arbeitslosenquote;

19:30 PK mit Fed-Chef Powell, Washington

Fed-Funds-Zielsatz

PROGNOSE: 2,25% bis 2,50%

zuvor: 2,25% bis 2,50%

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

10:15 DK/Auktion 1,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2023

Auktion 0,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2029

(offenes Volumen)

11:30 DE/Auktion 0,00-prozentiger Bundesobligationen mit Laufzeit

April 2024 im Volumen von 4,0 Mrd EUR

12:00 CZ/Auktion 0,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Februar 2027

im Volumen von max. 5 Mrd CZK

Auktion 2,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juli 2029

im Volumen von max. 8 Mrd CZK

Auktion 0,95-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Mai 2030

im Volumen von max. 3 Mrd CZK

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

S&P-500-Future 2.837,40 0,03

Nikkei-225 21.608,92 0,20

Schanghai-Composite 3.072,55 -0,60

INDEX Vortagesschluss +/- %

DAX 11.788,41 1,13

DAX-Future 11.764,50 0,73

XDAX 11.750,24 0,74

MDAX 25.395,51 0,70

TecDAX 2.704,97 1,60

EuroStoxx50 3.409,00 0,62

Stoxx50 3.137,69 0,47

Dow-Jones 25.887,38 -0,10

S&P-500-Index 2.832,57 -0,01

Nasdaq-Comp. 7.723,95 0,12

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 163,92% -26

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Schwache Vorlagen dürften zunächst auch in Europa Gewinnmitnahmen auslösen. In den USA gingen frühe Gewinne zum Handelsschluss vollständig verloren und in Asien geben vor allem die chinesischen Börsen nach. Wie es am Markt heißt, ist die Unsicherheit vor dem Sitzungsende der US-Notenbank Fed groß. Der Leitzinskorridor dürfte zwar unverändert bleiben. Einerseits heißt es, die Fed könnte den Bias senken, andererseits aber auch, die Fed könnte zum Bias der Zinserhöhungen zurückkehren. Zwar schwächele die US-Industrie. "Der wichtigere Dienstleistungssektor brummt aber auf vollen Touren", so ein Marktteilnehmer. Zudem kommen von den chinesisch-amerikanischen Handelsgesprächen uneinheitliche Signale. Die chinesische Delegation soll unzufrieden sein, dass es noch keine klaren Zeichen der USA zum vollständigen Abschaffen der Importzölle gebe.

Rückblick: Fester - Im Handel war von zunehmendem Anlagezwang für die Investoren zu hören. Der Anstieg von mehr als 10 Prozent des DAX seit Jahresbeginn sei an vielen Akteuren vorbeigezogen. Diese hätten auf eine Korrektur an den Börsen gesetzt, die bislang aber ausgeblieben sei. Damit nehme der Anlagedruck zu. Stützend wirkte die Aussicht auf eine weiter abwartend agierende US-Notenbank. Gesucht waren die konjunkturabhängigen Autotitel. Ihr Branchenindex stieg um 2,4 Prozent. Für Fiat Chrysler ging es um 5 Prozent nach oben. Hintergrund waren wieder auflebende Spekulationen über einen Deal mit Peugeot. Peugeot gewannen 2,7 Prozent. Am deutschen Markt zogen Daimler um 3,4 Prozent an, VW um 1,6 Prozent und BMW um 2,1 Prozent. Gefragt waren auch Rohstoffwerte mit einem Indexplus von 1,6 Prozent. Weiter hätten Spekulationen über Kapazitätsengpässe gestützt angesichts der sich ausweitenden Probleme des brasilianischen Minenbetreibers Vale, hieß es.

DAX/MDAX/TECDAX

Fest - Gewinnmitnahmen gab es bei Deutsche Bank und Commerzbank. Am Montag waren beide Aktien stark gestiegen, nachdem die Banken die Aufnahme von Fusionsgesprächen angekündigt hatten. Nun fielen Deutsche Bank um 1,4 Prozent zurück und Commerzbank um 3,3 Prozent. Porsche legten nach der Geschäftszahlenvorlage um 4 Prozent zu. Wie Porsche außerdem mitteilte, liegt der Anteil an VW nun bei 53,1 nach bisher 52,2 Prozent. "Porsche schwimmt im Geld", meinte ein Börsianer mit Blick auf die steigende Dividende und den erhöhten VW-Anteil. RIB Software verbesserten sich mit einem Auftrag aus Skandinavien um 3,9 Prozent. Im SDAX schossen Washtec um 10,7 Prozent nach oben. Händler sprachen von einem guten Ausblick des Waschstraßenherstellers. Deutz stiegen mit einer Kaufempfehlung um 10,9 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Der Markt folgte den US-Börsen, wo die Kurse im Späthandel ihre zuvor gesehenen Gewinne wieder preisgaben. Wirecard hätten die mittlerweile fast schon üblichen Schwankungen gezeigt, hieß es bei Lang & Schwarz. Munich Re hätten sich von den am Abend mitgeteilten Geschäftszahlen für 2018 und den Indikationen für 2019 weitgehend unberührt gezeigt und auch bei MLP habe sich nichts getan. Der Finanzdienstleister erwirbt 75,1 Prozent an der Deutschland Immobilien Gruppe in Hannover (s.u.).

USA / WALL STREET

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 20, 2019 02:34 ET (06:34 GMT)

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