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28.03.2019 07:34
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

Mit dem Versprechen eines vorzeitigen Rückzugs will Premierministerin Theresa May das von ihrer Regierung ausgehandelte Brexit-Abkommen doch noch retten. Sie sei bereit, ihr Amt früher aufzugeben, wenn das Unterhaus dem Abkommen mit der EU im dritten Anlauf zustimme, erklärte May am Mittwoch wenige Stunden vor einer Abstimmung über Alternativen zum Brexit-Vertrag. Für keinen der acht Vorschläge gab es eine Mehrheit.

Das Unterhaus hatte das Brexit-Abkommen bereits zweimal mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Einige Kritiker konnte May mit ihrer Rücktrittsankündigung aber offenbar umstimmen. Unter anderem kündigte der frühere Außenminister Boris Johnson laut Medienberichten an, er wolle nun für Mays Abkommen stimmen.

Am Abend stimmten die britischen Abgeordneten über acht Alternativen für den Brexit-Vertrag ab, die Parlamentspräsident John Bercow aus 16 Anträgen ausgewählt hatte. Dazu gehörten ein harter Brexit, eine Zollunion mit der EU und ein Referendum über einen vom Parlament abgesegneten Austrittsvertrag. Für keine der Optionen gab es eine Mehrheit. Knapp war es bei der Zollunion sowie bei einem weiteren Referendum. In einer separaten Abstimmung angenommen wurde lediglich die Verschiebung des bisherigen Austrittsdatums am 29. März.

Die Regierung strebt eine weitere Abstimmung über den Brexit-Deal für Donnerstag oder Freitag an. Bercow machte am Mittwoch allerdings erneut deutlich, dass dies nur möglich sei, falls es weitreichende Änderungen an dem Vertrag gebe.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Bayer ist erneut zu einer hohen Schadensersatzzahlung für seinen Unkrautvernichter Roundup verurteilt worden. Vor einem Bundesdistriktgericht in San Francisco entschied die Jury, dass Bayer für den Lymphdrüsenkrebs des Klägers Ed Hardeman verantwortlich ist, und verurteilte den Konzern deshalb zu einer Schadenszahlung von 80,3 Millionen Dollar.

Vor einer Woche hatte dieselbe sechsköpfige Jury aus Laienrichtern zunächst befunden, dass das Herbizid ein "wesentlicher Faktor" für das Entstehen des Krebses war. Jetzt befand die Jury, der Konzern habe fahrlässig gehandelt, indem er nicht ausreichend vor den Gefahren des Unkrautvernichters gewarnt habe.

Die Nachricht dürfte den Aktienkurs von Bayer weiter unter Druck setzen. Es ist bereits der zweite Glyphosat-Prozess, den das Unternehmen aus Leverkusen in den USA krachend verloren hat. Bayer will gegen das Urteil allerdings in Berufung gehen. Das Urteil ändere nichts daran, dass wissenschaftliche Arbeiten und die Regulierungsbehörden das Produkt nicht für krebserregend halten. Das nun gefallene Urteil habe zudem auch keinen Einfluss auf zukünftige Fälle.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Weitere Termine:

07:00 DE/Kuka AG, Jahresergebnis (09:30 BI-PK)

07:00 DE/Cewe Stiftung & Co KGaA, ausführliches Jahresergebnis

07:00 DE/Varta AG, ausführliches Jahresergebnis

07:00 DE/Takkt AG, ausführliches Jahresergebnis

07:00 AT/S&T AG, Jahresergebnis

07:30 DE/Instone Real Estate Group AG, ausführliches Jahresergebnis

07:30 DE/Adler Real Estate AG, Jahresergebnis

07:30 DE/SLM Solutions Group AG, Jahresergebnis

07:30 DE/Vossloh AG, Jahresergebnis

07:45 DE/Pfeiffer Vacuum Technology AG, ausführliches Jahresergebnis

08:00 DE/Bundesnetzagentur, Fortsetzung der 5G-Auktion

08:00 DE/secunet Security Networks AG, ausführliches Jahresergebnis

08:00 DE/Cancom SE, ausführliches Jahresergebnis

08:00 DE/Singulus Technologies AG, Jahresergebnis, (09:30 BI-PK)

08:00 DE/Progress-Werk Oberkirch AG (PWO), ausführliches Jahresergebnis

08:00 DE/PNE AG, ausführliches Jahresergebnis

08:30 DE/Baywa AG, ausführliches Jahresergebnis

08:35 DE/Leifheit AG, ausführliches Jahresergebnis (10:30 BI-PK)

09:00 DE/ENBW Energie Baden-Württemberg AG, Jahresergebnis (10:30 BI-PK)

09:00 DE/Biotest AG, ausführliches Jahresergebnis

10:00 DE/Volkswagen Nutzfahrzeuge, Jahres-PK

10:00 DE/Deutsche Telekom AG, HV

10:00 DE/Sartorius AG, HV

11:00 DE/Deutsche Bahn AG, BI-PK

Im Laufe des Tages

- DE/Hamburg Commercial Bank AG, ausführliches Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

Name Dividende

Prudential 0,3368 GBP

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- ES

09:00 HVPI und Verbraucherpreise März (vorläufig)

HVPI

PROGNOSE: +1,4% gg Vj

zuvor: +1,1% gg Vj

- EU

10:00 EZB, Geldmenge M3 und Kreditvergabe Februar

PROGNOSE: +3,9% gg Vj

zuvor: +3,8% gg Vj

Drei-Monats-Rate

PROGNOSE: +4,0% gg Vj

zuvor: +3,9% gg Vj

11:00 Geschäftsklimaindex Eurozone März

PROGNOSE: +0,65

zuvor: +0,69

11:00 Index Wirtschaftsstimmung März

Wirtschaftsstimmung Eurozone

PROGNOSE: 105,9

zuvor: 106,1

Industrievertrauen Eurozone

PROGNOSE: -0,7

zuvor: -0,4

Verbrauchervertrauen Eurozone

PROGNOSE: -7,2

Vorabschätzung: -7,2

zuvor: -7,4

- US

13:30 BIP 4Q (revidiert)

annualisiert

PROGNOSE: +2,2% gg Vq

vorläufig: +2,6% gg Vq

zuvor: +3,4% gg Vq

BIP-Deflator

PROGNOSE: +1,8% gg Vq

vorläufig: +1,8% gg Vq

zuvor: +1,8% gg Vq

13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 220.000

zuvor: 221.000

- DE

14:00 Verbraucherpreise März (vorläufig)

PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+1,5% gg Vj

zuvor: +0,4% gg Vm/+1,5% gg Vj

HVPI

PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+1,5% gg Vj

zuvor: +0,5% gg Vm/+1,7% gg Vj

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

11:00 IT/Auktion 1,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juli 2024

im Volumen von 3,25 bis 3,75 Mrd EUR

Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit August 2029

im Volumen von 2,25 bis 2,75 Mrd EUR

Auktion zinsvariabler Anleihen mit Laufzeit Januar 2025

im Volumen von 0,5 bis 1 Mrd EUR

11:30 HU/Auktion 1,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit August 2022

im Volumen von 20 Mrd HUF

Auktion 2,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2024

im Volumen von 25 Mrd HUF

Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit August 2030

im Volumen von 20 Mrd HUF

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

S&P-500-Future 2.802,30 -0,29%

Nikkei-225 21.033,76 -1,61%

Shanghai-Composite 3.009,92 -0,42%

INDEX Vortagesschluss +/- %

DAX 11.419,04 -0,00

DAX-Future 11.472,50 0,15

XDAX 11.456,54 0,16

MDAX 24.713,48 -0,47

TecDAX 2.687,14 -1,26

EuroStoxx50 3.322,04 0,08

Stoxx50 3.098,48 0,02

Dow-Jones 25.625,59 -0,13

S&P-500-Index 2.805,37 -0,46

Nasdaq-Comp. 7.643,38 -0,63

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 166,47 +77

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit kaum veränderten Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler am Donnerstag. Die tendenziell etwas schwächeren Vorlagen aus Asien drücken etwas auf die Stimmung. "Die Anleger misstrauen einerseits der Konjunktur, vertrauen aber gleichzeitig auf die Handlungsfähigkeit der Notenbanken", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger glaubten an den "Powell-Put", also daran, dass die US-Notenbank eine tiefere Korrektur an den Aktienmärkten mit der Geldpolitik verhindern werde. Positiv gesehen wird der Beginn der nächsten Runde in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA. Laut Berichten gibt es weitere Fortschritte. Zum Brexit meint Altmann, der Versuch des Unterhauses zur Machtübernahme sei zwar gescheitert. "Es ist jedoch deutlich geworden, dass die Stimmung im Unterhaus eher pro-EU ist", so der Vermögensverwalter.

Rückblick: Behauptet - Während der Gesamtmarkt von der schwachen Wall Street und den anstehenden Brexit-Abstimmungen gebremst wurde, zogen Bank- und Autoaktien überwiegend an. Auf der Verliererseite standen die Technologie- und hier besonders die Chipwerte nach einer Gewinnwarnung von Infineon. Die Aktien der Banken lösten am Nachmittag die Autotitel an der Gewinnerspitze ab. Der Branchenindex im Euro-Stoxx gewann 2 Prozent. Die EZB könnte einen gestaffelten Einlagensatz einführen, um die negativen Auswirkungen der Geldpolitik auf die Banken zu dämpfen. Deutsche, Unicredit, Credit Agricole, und SocGen gewannen zwischen 2 und 3,6 Prozent, Santander zogen um 1,6 Prozent an. Commerzbank gewannen 5 Prozent. Der Stoxx-Banken-Index zog nur um 0,9 Prozent an. Barclays legten hier um 1,5 Prozent zu. Barclays stellt das Investmentbanking und das Firmenkundengeschäft neu auf. Swedbank brachen um knapp 12 Prozent ein, wegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. SEB Banken gaben 7,6 Prozent nach. Infineon fielen mit der Gewinnwarnung um 5,2 Prozent. STMicro verloren mehr als 6 Prozent, ASML 1,6 Prozent. Der Stoxx-Technologie führte mit einem Minus von 1,2 Prozent die Verliererseite an. Dagegen gewannen Fiat-Chrysler, Renault und Peugeot alle knapp 3 Prozent. Laut "FT" erwägt Renault ein Gebot für Fiat Chrysler.

DAX/MDAX/TECDAX

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 28, 2019 02:35 ET (06:35 GMT)

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Sprint-Aktien steigen - Zuversicht für Fusion mit T-Mobile US. CTS Eventim wächst im ersten Quartal dank Tourneegeschäft. Salzgitter-Aktien sinken auf Dreimonatstief. Lenovo trotzt Handelskonflikt mit deutlichem Gewinnplus. Umstrittene Listen mit Monsanto-Kritikern sorgen offenbar für Zoff bei Bayer.

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