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15.01.2020 07:46
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA sehen sich durch die Einigung auf ein Teilabkommen im Handelsstreit mit China nicht zur Senkung bestehender Strafzölle verpflichtet. Die Vereinbarung sehe dies keineswegs vor, teilten das Finanzministerium und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Dienstag mit. Anderslautende Gerüchte seien "vollkommen falsch". Die USA und China wollen am Mittwoch in Washington ein Teilabkommen zur Beilegung zahlreicher Streitpunkte in ihrem seit fast zwei Jahren andauernden Handelskonflikt unterzeichnen. Mit der Vereinbarung sagt China unter anderem zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren. Die USA verzichten im Gegenzug auf neue Strafzölle.

Die Zölle könnten laut einem Bloomberg-Bericht möglicherweise bis nach den US-Wahlen im November bestehen bleiben. Zollsenkungen hingen letztlich davon ab, inwieweit sich Peking an die Bedingungen des Phase-Eins Handelsabkommens halte.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/Hypoport AG, ao HV, Berlin

11:55 US/Unitedhealth Group Inc, Ergebnis 4Q, Minneapolis

12:50 US/Bank of America Corp, Ergebnis 4Q, Charlotte

13:30 US/Goldman Sachs Group Inc, Ergebnis 4Q, New York

22:10 US/Alcoa Inc, Ergebnis 4Q, Pittsburgh

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

- AT/Voestalpine AG, Ergebnis 9 Monate

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

10:00 Destatis, PK zum BIP 2019, Berlin

preisbereinigt

PROGNOSE: +0,5% gg Vj

zuvor: +1,5% gg Vj

preis- und kalenderbereinigt

PROGNOSE: +0,5% gg Vj

zuvor: +1,5% gg Vj

- GB

10:30 Verbraucherpreise Dezember

PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+1,5% gg Vj

zuvor: +0,2% gg Vm/+1,5% gg Vj

- EU

11:00 Industrieproduktion November

Eurozone

PROGNOSE: +0,5% gg Vm/-1,2% gg Vj

zuvor: -0,5% gg Vm/-2,2% gg Vj

- US

14:30 Erzeugerpreise Dezember

PROGNOSE: +0,2% gg Vm

zuvor: 0,0% gg Vm

Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie)

PROGNOSE: +0,2% gg Vm

zuvor: -0,2% gg Vm

14:30 Empire State Manufacturing Index Januar

PROGNOSE: 4,0

zuvor: 3,5

20:00 Fed, Beige Book

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

11:00 SE/Auktion 1,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2023

im Volumen von 500 Mio SEK

Auktion 0,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2029

im Volumen von 1,5 Mrd EUR

11:00 NO/Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit März 2024

im Volumen von 3 Mrd NOK

11:30 DE/Auktion 0,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit August 2050

im Volumen von 1,5 Mrd EUR

12:00 CZ/Auktion 0,45-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2023

im Volumen von max. 3 Mrd CZK

Auktion 0,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Februar 2027

im Volumen von max. 4 Mrd CZK

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

INDEX Stand +/- %

DAX-Future 13.419,50 -0,20

S&P-500-Future 3.282,50 -0,16

Nikkei-225 23.916,58 -0,45

Schanghai-Composite 3.093,40 -0,43

+/- Ticks

Bund -Future 171,13 9

Vortag:

INDEX Vortagesschluss +/- %

DAX 13.456,49 0,04

DAX-Future 13.457,00 -0,09

XDAX 13.460,38 -0,10

MDAX 28.462,47 0,20

TecDAX 3.099,05 0,17

EuroStoxx50 3.774,88 -0,13

Stoxx50 3.428,96 0,13

Dow-Jones 28.939,67 0,11

S&P-500-Index 3.283,15 -0,15

Nasdaq-Comp. 9.251,33 -0,24

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 171,04 +18

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Auf leicht rückläufige Kurse stellen sich Händler für die Eröffnung am Mittwoch ein. DAX und Euro-Stoxx-50 werden etwa 0,3 Prozent niedriger erwartet. "Die gute Stimmung vor der Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens wird einem Realitäts-Check unterzogen", sagt ein Marktteilnehmer. Und hier kehre nun Ernüchterung ein, weil Senkungen von Zöllen laut US-Regierung noch nicht vorgesehen sind. Außerdem plane die US-Regierung weitere Beschränkungen im Technologie-Transfer an Huawai. Zudem konzentrieren sich die Marktteilnehmer auf die US-Berichtsaison, hier steht insbesondere die Finanzbranche im Fokus.

Rückblick: Knapp behauptet - "In der Nähe des Allzeithochs wollen viele Anleger noch nicht einsteigen, sondern warten einen möglichen Ausbruch ab", sagte ein Händler zum Gesamtmarkt. Etwas gestützt wurde die Stimmung von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von JP Morgan und Citigroup. Der Stoxx-Banken-Index schloss gut behauptet, nachdem er am Vormittag noch zu den größeren Verlierern gehört hatte. Capgemini stiegen um 2,1 Prozent. Der französische Technologie-Konzern hat das Gebot für Altran zwar erhöht, aber lediglich um 50 Cent auf 14,50 Euro. Altran lagen zuletzt bei 14,04 Euro, ehe die Aktie vom Handel ausgesetzt wurde.

DAX/MDAX/TECDAX

Kaum verändert - Stärkster DAX-Titel waren Wirecard mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 118,90 Euro. "Wirecard profitiert stark vom Kauf von Plaid durch Visa", sagte ein Händler und spielte damit auf den vergleichsweise hohen Preis an, den Visa für das Fintech-Startup bezahlt. Adidas (+1,3 Prozent) und Puma (+2,7 Prozent) erreichten Rekordhochs, nachdem Goldman Sachs die Kursziele erhöht hatte. Fresenius fielen um 2,9 Prozent. Laut JP Morgan hatte sich das Unternehmen auf einer Investorenveranstaltung beim Ausblick eher vorsichtig geäußert. Die Platzierung eines Aktienpakets durch die RAG-Stiftung drückte Evonik um 4 Prozent. Salzgitter brachen um 11,8 Prozent ein. Aufgrund einer Abschreibung von 200 Millionen Euro wird das Unternehmen einen noch größeren Verlust verbuchen als bis dahin erwartet.

XETRA-NACHBÖRSE

Godewind Immobilien wurden mit der Nachricht über ein Aktienrückkaufprogramm 4,2 Prozent höher getaxt. Deutschen Beteiligungs AG wurden 0,4 Prozent fester gestellt. Das Unternehmen wird für das erste Geschäftsquartal per Ende Dezember erneut ein negatives Brutto-Bewertungs- und Abgangsergebnis ausweisen. Die Kennziffer werde aber über dem Vorjahresquartal liegen, hieß es.

USA / WALL STREET

Uneinheitlich - Zunächst konnten Dow & Co neue Allzeithochs markieren, im späten Handel gaben sie ihre Gewinne aber wieder vollständig ab und drehten zum Teil ins Minus. Auslöser war ein Bericht, wonach die Strafzölle auf chinesische Waren laut Kreisen bis nach den Präsidentschaftswahlen im November bestehen bleiben sollen. Im Dow-Jones-Index stützten überzeugende Quartalszahlen von JP Morgan. Die Aktie gewann 1,2 Prozent. Auch Citigroup überraschte positiv, was der Aktie zu einem Aufschlag von 1,6 Prozent verhalf. Wells Fargo verfehlte die Erwartungen dagegen knapp. Die Aktie fiel um 5,4 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % 0:00 Uhr Di, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1132 +0,0% 1,1127 1,1124 -0,7%

EUR/JPY 122,39 +0,0% 120,87 122,48 +0,4%

EUR/CHF 1,0772 +0,0% 1,1025 1,0771 -0,8%

EUR/GBR 0,8543 -0,0% 0,8975 0,8553 +0,9%

USD/JPY 109,93 -0,1% 107,74 110,09 +1,1%

GBP/USD 1,3031 +0,1% 1,2500 1,3007 -1,7%

USD/CNH 6,8922 +0,1% 6,8880 6,8833 -1,1%

Bitcoin

BTC/USD 8.649,50 -1,24 8.578,75 8.579,75 +20,0%

Der Yuan gab im US-Handel mit der Nachricht über zunächst nicht kommende Strafzollsenkungen auf chinesische Importe nach und fällt am Mittwochmorgen in Asien weiter. Der Dollar wertete zwischenzeitlich leicht auf. Der Euro notierte im späten US-Handel bei 1,1128 Dollar nach einem Tageshoch von 1,1145 Dollar. Im Tagestief war er schon bis auf 1,11 Dollar nach unten gegangen.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,11 58,23 -0,2% -0,12 -4,8%

Brent/ICE 64,36 64,49 -0,2% -0,13 -2,5%

Die Ölpreise legten zunächst leicht zu. Händler verwiesen auf Optimismus bezüglich des US-chinesischen Teil-Handelsabkommens, das am Mittwoch unterzeichnet werden soll. Mit der Nachricht über zunächst nicht kommende Strafzollsenkungen fielen die Preise dann zurück. Nach Vorlage der Daten eines Branchenverbands zu den US-Rohölbeständen, die einen Anstieg um 1,1 Millionen Barrel zeigten, gaben die Preise noch etwas weiter nach. Der Preis für ein Barrel US-Röhöl der Sorte WTI verbilligte sich zuletzt um 0,2 Prozent auf 58,05 Dollar. Im asiatisch dominierten Handel am Mittwoch setzt sich die moderate Abwärtsbewegung fort.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.550,85 1.546,30 +0,3% +4,55 +2,2%

Silber (Spot) 17,82 17,80 +0,1% +0,02 -0,2%

Platin (Spot) 991,55 984,50 +0,7% +7,05 +2,8%

Kupfer-Future 2,85 2,87 -0,8% -0,02 +1,9%

Gold war nicht gefragt, was am festeren Dollar lag, der das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen verteuerte. Die Erwartung andauernd niedriger Zinsen stützte hingegen etwas. Die Feinunze reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 1.547 Dollar. Mit dem Bloomberg-Bericht zu den US-Zöllen holte der Goldpreis im späteren Geschäft einen Teil seiner Verluste wieder auf.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 17.30 UHR +++++

GELDPOLITIK USA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 15, 2020 01:47 ET (06:47 GMT)

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