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16.01.2020 07:50
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA und China haben sich nach monatelangen Verhandlungen im Handelskonflikt auf ein Phase-1-Abkommen verständigt. Im Rahmen des Deals wird China die Käufe von US-Produkten massiv erhöhen. Peking soll über zwei Jahre zusätzliche US-Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar kaufen. Als Vergleichswert gelten hierbei die Zahlen von 2017, also bevor der Handelskrieg ausbrach. Unter anderem soll China Landwirtschaftsprodukte für 32 Milliarden Dollar mehr kaufen. Zudem soll das geistige Eigentum von in China tätigen US-Unternehmen besser geschützt werden. Wie aus dem achtteiligen Abkommen hervorgeht, sollen US-Unternehmen besseren Zugang zu chinesischen Märkten erhalten, vor allem im Finanzsektor. Die USA stimmten im Gegenzug zu, die Zölle auf chinesische Waren mit einem Volumen von 120 Milliarden US-Dollar um die Hälfte auf 7,5 Prozent zu senken und auf weitere Zölle zu verzichten. Eine Vielzahl schwieriger Themen, darunter chinesische Subventionen für einheimische Firmen, wurden auf spätere Gesprächsrunden verschoben, die voraussichtlich erst nach den US-Präsidentschaftswahlen abgeschlossen werden. Trump betonte, die Strafzölle gegen China, die nicht im Zuge des "Phase Eins"-Abkommens gesenkt werden, würden bis zu einem Abschluss des zweiten Abkommens bestehen bleiben. Er kündigte zudem an, bald nach China reisen zu wollen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:30 FR/Alstom SA, Umsatz 3Q, Paris

08:00 GB/Associated British Foods plc (AB Foods), Trading Update 1Q, London

13:15 US/Morgan Stanley, Ergebnis 4Q, New York

18:00 DE/Deutsche Bank AG, Hauptstadtempfang, Berlin

22:30 GB/Rio Tinto plc, Operation Report 2019, London

Im Laufe des Tages:

-DE/Schlichtungsgespräch zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Verbraucherpreise Dezember (endgültig)

PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+1,5% gg Vj

vorläufig: +0,5% gg Vm/+1,5% gg Vj

zuvor: -0,8% gg Vm/+1,1% gg Vj

HVPI

PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+1,5% gg Vj

vorläufig: +0,6% gg Vm/+1,5% gg Vj

zuvor: -0,8% gg Vm/+1,2% gg Vj

- US

14:30 Philadelphia-Fed-Index Januar

PROGNOSE: 4,0

zuvor: 2,4

14:30 Einzelhandelsumsatz Dezember

PROGNOSE: +0,3% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

Einzelhandelsumsatz ex Kfz

PROGNOSE: +0,5% gg Vm

zuvor: +0,1% gg Vm

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 216.000

zuvor: 214.000

14:30 Import- und Exportpreise Dezember

Importpreise

PROGNOSE: +0,4% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

16:00 Lagerbestände November

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

11:30 HU/Auktion 1,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2025

im Volumen von 25 Mrd HUF

Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit August 2030

im Volumen von 20 Mrd HUF

Auktion 3,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit April 2041

im Volumen von 15 Mrd HUF

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

INDEX Stand +/- %

DAX-Future 13.444,50 0,21

S&P-500-Future 3.299,10 0,16

Nikkei-225 23.933,13 0,07

Schanghai-Composite 3.076,94 -0,42

+/- Ticks

Bund -Future 171,47 -16

Vortag:

INDEX Vortagesschluss +/- %

DAX 13.432,30 -0,18

DAX-Future 13.412,00 -0,33

XDAX 13.415,26 -0,34

MDAX 28.407,22 -0,19

TecDAX 3.103,57 0,15

EuroStoxx50 3.768,96 -0,16

Stoxx50 3.434,94 0,17

Dow-Jones 29.030,22 0,31

S&P-500-Index 3.289,29 0,19

Nasdaq-Comp. 9.258,70 0,08

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 171,63 +59

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem verhaltenen Start rechnen Händler am Donnerstag. Die Unterzeichnung des US-China-Handelsdeals hatte kein neues Freudenfeuerwerk mehr entfacht. Anleger fragen sich, was danach kommt. Dazu kommen neue Unsicherheitsfaktoren, wie die Behandlung von Huawei beim global anstehenden 5G-Netzausbau. Der DAX-Terminkontrakt zeigt sich im Frühhandel nur leicht erhöht bei 13.440 Punkten. Belastend besonders für Deutschland könnten Berichte sein, US-Präsident Trump habe den Europäern mit Strafzöllen für Autos gedroht, um ihre Gefolgschaft im Iran-Konflikt zu erzwingen. Im Blick stehen dazu erste Unternehmen mit Zahlen zur Berichtssaison.

Rückblick: Knapp behauptet - Vor der Unterzeichnung des US-chinesischen Handelsabkommens hielten sich die Anleger zurück. Sie konzentrierten sich auf die Berichtssaison. Aus den USA lieferten durchwachsene Zahlen von Bank of America und Goldman Sachs negative Impulse für den europäischen Bankensektor, dessen Subindex um 1,4 Prozent nachgab. Im DAX waren Deutsche Bank mit einem Abschlag von 2,4 Prozent zweitgrößter Verlierer. in überraschend guter Auftragseingang trieb den Kurs von ASM International um 8,6 Prozent nach oben. Persimmon zogen nach Vorlage von Geschäftszahlen um 0,4 Prozent an. Sehr fest lagen Jeronimo Martins (plus 3,7 Prozent) nach dem Quartalsbericht des portugiesischen Handels- und Konsumgüterkonzerns.

DAX/MDAX/TECDAX

Knapp behauptet - Daimler waren mit minus 2,5 Prozent größter DAX-Verlierer, auch BMW und VW lagen sehr schwach im Markt. Hier belasteten Sorgen, dass die USA nach dem Handelsdeal mit China wieder stärker Auto-Importe aus Europa ins Visier nehmen könten. Der Lkw-Hersteller Traton hatte Zahlen zum Gesamtjahr 2019 vorgeleget, die laut den Citi-Analysten weitgehend im Rahmen der Erwartungen lagen. Der Kurs gab um 1,1 Prozent nach. Nach schwachen Verkehrszahlen verloren Fraport 1,4 Prozent. Aareal Bank verloren nach einem negativen Analystenkommentar 4,5 Prozent. Bei Salzgitter ging es nach der Gewinnwarnung vom Vortag um weitere 1,7 Prozent abwärts. In der dritten Reihe profitierten LPKF Laser mit einem Plus von 10,6 Prozent von einem Auftrag aus der Halbleiterindustrie.

XETRA-NACHBÖRSE

Delivery Hero wurden bei Lang & Schwarz 1,4 Prozent niedriger gestellt. Zur Finanzierung der Milliardenübernahme des südkoreanischen Konkurrenten Woowa Brothers erhöht das Delivery Hero das Kapital und gibt Wandelschuldverschreibungen aus, wie am Abend bekanntgeworden war.

USA / WALL STREET

Etwas fester - Optimismus im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens zwischen den USA und China hievte die Indizes auf neue Rekordstände. Allerdings recihten dafür schon kleine Aufschläge. Es sei nach zwei Jahren Handelskonflikt eine Entspannung erzielt worden, hieß es. Beobachter merkten zu den im Späthandel von den Hochs zurückkommenden Kursen, dass die Streitigkeiten längst nicht vollständig beigelegt seien und es noch langwierige weitere Verhandlungen geben dürfte. Mit Goldman Sachs und Bank of America hatten zwei weitere US-Banken über den Verlauf des vierten Quartals berichtet. Bank of America fielen darauf um 1,8 Prozent, Goldman Sachs standen zunächst ebenfalls unter Druck, erholten sich im Verlauf aber und verloren lediglich 0,2 Prozent. Die Bank hatte mitgeteilt, dass sich möglicherweise eine Lösung im Korruptionsskandal mit dem malaysischen Investmentfonds 1MDB andeutet.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % 0:00 Uhr Mi, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1145 -0,1% 1,1151 1,1159 -0,6%

EUR/JPY 122,57 +0,0% 120,87 122,70 +0,6%

EUR/CHF 1,0755 +0,1% 1,1025 1,0755 -0,9%

EUR/GBR 0,8550 +0,0% 0,8975 0,8567 +1,0%

USD/JPY 109,93 +0,0% 107,74 109,97 +1,1%

GBP/USD 1,3036 -0,1% 1,2500 1,3023 -1,6%

USD/CNH 6,8918 +0,0% 6,8915 6,8907 -1,1%

Bitcoin

BTC/USD 8.683,50 -1,85 8.578,75 8.779,66 +20,4%

Der Rubel gab in Reaktion auf den Rücktritt der russischen Regierung zwischenzeitlich deutlicher nach. Der Dollar stieg in der Spitze auf 61,81 Rubel von 61,40 vor Bekanntwerden der Nachricht. Im späten US-Handel kostete ein Dollar wieder 61,42 Rubel. Ministerpräsident Dmitri Medwedew begründete den Schritt mit der geplanten Verfassungsreformen in Russland.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,30 57,81 +0,8% 0,49 -4,5%

Brent/ICE 64,48 64,00 +0,8% 0,48 -2,4%

Die Ölpreise fielen nach Bekanntgabe der wöchentlichen US-Öllagerdaten zeitweise auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Vor allem der unerwartet kräftige Anstieg bei den Benzinbeständen habe belastet, hieß es. Dieser war gut doppelt so hoch ausgefallen wie erwartet. Zudem stieg die Ölproduktion in den USA auf einen Rekordwert. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 0,5 Prozent auf 57,96 Dollar. Für Brent ging es um 0,4 Prozent auf 64,26 Dollar nach unten.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.554,44 1.556,20 -0,1% -1,77 +2,4%

Silber (Spot) 17,89 18,05 -0,9% -0,16 +0,3%

Platin (Spot) 1.013,45 1.022,50 -0,9% -9,05 +5,0%

Kupfer-Future 2,85 2,87 -0,4% -0,01 +2,0%

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 16, 2020 01:51 ET (06:51 GMT)

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