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01.07.2020 07:31

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Hongkong findet wegen des Tags der Errichtung der Sonderverwaltungszone kein Handel statt.

DONNERSTAG: In den USA findet nur ein verkürzter Handel am Anleihemarkt statt.

FREITAG: In den USA findet wegen des Unabhängkeitstags kein Handel statt.

+++++ TAGESTHEMA I +++++

Der von einem Bilanzskandal erschütterte Zahlungsdienstleister Wirecard dürfte zerschlagen werden. "Es haben sich bereits eine Vielzahl von Investoren aus aller Welt gemeldet, die Interesse am Erwerb des Kerngeschäfts beziehungsweise der davon unabhängigen und eigenständig erfolgreich am Markt agierenden Geschäftsbereiche haben", teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffe im Anschluss an die konstituierende Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses mit. Das Gremium habe grünes Licht für einen internationalen Investorenprozess unter Einschaltung von Investmentbanken gegeben. Vordringlichstes Ziel im vorläufigen Insolvenzverfahren sei es, den Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaften zu stabilisieren. "Es kann jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard Gruppe gestellt werden müssen", heißt es weiter. Die Wirecard Bank AG sei weiterhin nicht insolvent. Auszahlungen an Händler und Kunden der Wirecard Bank werden ohne Einschränkungen ausgeführt, so Jaffe. Am Dienstag hatte sich bereits die US-Tochter von ihrem Mutterkonzern distanziert und sich zum Verkauf gestellt. Das US-Unternehmen bezeichnete sich als eine sich selbst tragende Einheit des Konzerns, die autonom von der Wirecard AG agiere. Wirecard North America war früher Citi Prepaid Card Services, das die Wirecard AG 2016 übernommen hat, das aber rechtlich selbstständig geblieben ist. Die Wirecard AG musste vergangene Woche Insolvenz anmelden. Zuvor hatten die Prüfer dem Konzern das Testat für den Jahresabschluss 2019 verweigert, weil 1,9 Milliarden Euro, die eigentlich bei zwei philippinischen Banken liegen sollten, nicht auffindbar waren. Belege wurden offenbar gefälscht.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Airbus will nach der Reduzierung der Produktion die Axt auch an die Belegschaft setzen. Weltweit müsse die Zahl der Mitarbeiter um 15.000 verringert werden, teilte der Flugzeughersteller mit. Das soll bis zum Sommer 2021 umgesetzt werden. Die Information der Sozialpartner zu dem Schritt sei bereits begonnen worden. Der Luftverkehr werde sich nicht vor 2023 von der Corona-Krise erholen, vielleicht auch erst 2025. Airbus müsse auf den Einbruch des Geschäfts um 40 Prozent reagieren. Vom Stellenabbau sind 5.000 Jobs in Frankreich und 5.100 in Deutschland betroffen. Die bereits angekündigten 900 Stellen bei Aerotec in Deutschland werden dabei nicht mitgezählt. Airbus will vor allem auf Abfindungen und Frühverrentungen setzen, schließt aber betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/Patrizia AG, Online-HV

11:00 DE/Jost Werke AG, Online-HV

Mögliche Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

- DE/Nordex SE, Auftragseingang 1H.

DIVIDENDENABSCHLAG

Vonovia 1,57 Euro

Cancom 0,50 Euro

Knorr-Bremse 1,80 Euro

Norma 0,04 Euro

Nabaltec 0,15 Euro

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Einzelhandelsumsatz Mai

saisonbereinigt real

PROGNOSE: +3,9% gg Vm

zuvor: -6,5% gg Vm

09:55 Arbeitsmarktdaten Juni

Arbeitslosenzahl saisonbereinigt

PROGNOSE: +120.000 gg Vm

zuvor: +238.000 gg Vm

Arbeitslosenquote saisonbereinigt

PROGNOSE: 6,6%

zuvor: 6,3%

09:55 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juni

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 44,6

1. Veröff.: 44,6

zuvor: 36,6

- IT

09:45 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juni

PROGNOSE: 49,0

zuvor: 45,4

- FR

09:50 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juni

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 52,1

1. Veröff.: 52,1

zuvor: 40,6

- EU

10:00 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Eurozone

Juni (2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 46,9

1. Veröff.: 46,9

zuvor: 39,4

- GB

10:30 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juni

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 50,1

1. Veröff.: 50,1

zuvor: 40,7

- US

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Juni

Beschäftigung privater Sektor

PROGNOSE: +2.500.000 Stellen

zuvor: -2.760.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Markit Juni

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 49,7

1. Veröff.: 49,6

zuvor: 39,8

16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juni

PROGNOSE: 49,5 Punkte

zuvor: 43,1 Punkte

16:00 Bauausgaben Mai

PROGNOSE: +0,6% gg Vm

zuvor: -2,9% gg Vm

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen

Energy Information Administration (EIA)

20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 9./10. Juni

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

10:15 DK/Auktion 0,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2022

Auktion 0,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2052

im offenen Gesamtvolumen

11:00 NO/Auktion 1,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit September 2029

im Volumen von 2 Mrd NOK

11:00 SE/Auktion 2,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Mai 2025

im Volumen von 1 Mrd SEK

Auktion 0,125-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Mai 2031

im Volumen von 4 Mrd SEK

11:00 GB/Auktion 0,125-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Januar 2028

im Volumen von 3 Mrd GBP

12:30 GB/Auktion 0,625-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2050

im Volumen von 2,25 Mrd GBP

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

INDEX Stand +/- %

DAX-Future 12.306,00 -0,20

S&P-500-Indikation 3.088,50 -0,23

Nasdaq-100-Indikation 10.125,50 -0,27

Nikkei-225 22.110,19 -0,80

Schanghai-Composite 3.012,91 0,95

+/- Ticks

Bund -Future 176,13 -4

Vortag:

INDEX Vortagesschluss +/- %

DAX 12.310,93 0,64

DAX-Future 12.331,00 0,46

XDAX 12.346,61 0,45

MDAX 25.840,30 0,67

TecDAX 2.953,65 1,92

EuroStoxx50 3.234,07 0,06

Stoxx50 2.988,99 -0,09

Dow-Jones 25.812,88 0,85

S&P-500-Index 3.100,29 1,54

Nasdaq-Comp. 10.058,77 1,87

EUREX zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 176,17 -32

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit steigenden Kursen rechnen Händler am Mittwoch an Europas Börsen zum Start in das neue Quartal. Vor allem die marktbreite Erholung an der Wall Street sei ein gutes Zeichen, dass nun doch an den globalen Märkten auf konjunkturbullish geschaltet werde, heißt es. Bis auf Boeing legten nahezu sämtliche Aktien und Branchen zu. Die am Vortag aufgekommenen Sorgenfalten vor einem neuen Schweinegrippe-Virus G4 wurden vom obersten US-Virologen Anthony Fauci gedämpft, der ihn beobachtet, aber keine unmittelbare Bedrohung dadurch sieht. Dazu soll es schnell zu einem erneuten Hilfsprogramm für die US-Wirtschaft kommen und das US-Verbrauchervertrauen zeigte eine besser als befürchtete Stimmung. Bei den Konjunkturdaten kam in der Nacht erneut Erfreuliches aus China. Damit geraten auch die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes in Europa und den USA im Fokus. Nach den jüngsten positiven Daten hofft man auch hier mit Aufwärtskorrekturen. Am Nachmittag blickt man dann auf den wichtigen ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe der USA im Juni.

Rückblick: Der Halbjahres-Ultimo hat am Dienstag die europäischen Aktienmärkte geprägt. Gesucht waren die Gewinner des ersten Halbjahres und da allen vorweg die Technologie-Aktien. Der Stoxx-Technologie-Index liegt mit einem Plus von gut 5 Prozent seit Jahresbeginn klar an der Spitze. Zum Halbjahres-Ultimo werden häufig die schlechten Aktien des bisherigen Jahresverlaufs verkauft und die guten gekauft. Davon profitierten Immobilien-Titel und Versorger, Öl- und Gaswerte wurden dagegen verkauft. Technologie-Aktien profitierten auch von einem starken Ausblick von Micron. Der Sektor-Index stieg um 1,7 Prozent. Im DAX stiegen Infineon um 1,7 Prozent und SAP um 1,5 Prozent. In Paris gewannen STMicro 3,1 Prozent. Wirecard setzten ihre Mischung aus Eindeckungs- und Spekulations-Rally auch am Dienstag fort. Die Aktien sprangen um 76 Prozent nach oben auf 5,73 Euro. Positiv wirkte die Nachricht, dass der Geschäftsbetrieb in Großbritannien weitergehen kann. Dazu macht sich das Nordamerika-Geschäft eigenständig auf die Suche nach einem Käufer. Deutsche Post zogen um 2,1 Prozent an. Sie profitierten von einer Steilvorlage der niederländischen PostNL. Diese schnellten um 8,7 Prozent nach oben, nachdem sich ING zuversichtlich geäußert hat.

DAX/MDAX/TECDAX

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 01, 2020 01:31 ET (05:31 GMT)

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