08.12.2021 07:35

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Demokraten und Republikaner im US-Kongress haben sich nach wochenlangen Verhandlungen auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze geeinigt. Die Republikaner stimmten einem außergewöhnlichen Verfahren zu, durch das die Demokraten die Schuldengrenze ohne die Stimmen der Opposition im Senat erhöhen können. Das Verfahren wurde am Dienstagabend durch eine Abstimmung im Repräsentantenhaus bestätigt, so dass der Senat die Schuldenobergrenze am Wochenende anheben kann. Das Unterhaus muss dann seinerseits die Erhöhung bestätigen. Wenn die Schulden-Hürde ausgeräumt ist, kann Biden auch sein 1,75 Billionen Dollar schweres Sozial- und Umwelt-Paket in Angriff nehmen.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der

staatlichen Energy Information Administration (EIA)

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

E-Mini-Future S&P-500 4.700,00 +0,3%

E-Mini-Future Nasdaq-100 16.386,00 +0,4%

Nikkei-225 28.850,47 +1,4%

Hang-Seng-Index 23.971,69 -0,0%

Kospi 3.006,45 +0,5%

Shanghai-Composite 3.628,26 +0,9%

S&P/ASX 200 7.405,40 +1,3%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Freundlich - Den zweiten Tag in Folge verzeichnen die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Mittwoch überwiegend Gewinne. Rückenwind kommt von sehr starken Vorgaben der Wall Street. Die Akteure sind weiter zuversichtlich, dass die Gefahren der Omikron-Variante des Coronavirus beherrschbar bleiben und keine gravierenden Folgen für die globale Konjunktur haben werden. Der von Pfizer und Biontech entwickelte Impfstoff erweist sich laut einer südafrikanischen Studie zumindest als teilweise wirksam gegen Omikron. Gestützt wird die Stimmung auch durch die chinesischen Bemühungen, die Krise im Immobiliensektor einzudämmen. In Japan steigt der Nikkei-225 um 1,5 Prozent. Dass das japanische BIP im dritten Quartal in der Zweitlesung stärker zurückging als zunächst ermittelt, belastet nicht. Kleine Verluste nach den massiven Aufschlägen von 2,7 Prozent am Vortag verzeichnet der Markt in Hongkong. Bei Immobilienaktien kommt es zu kleinen Gewinnmitnahmen. Die Aktien von Weibo laufen an ihrem ersten Handelstag abwärts. Gegenüber dem Ausgabekurs verliert der Titel des Social-Media-Unternehmens 7,2 Prozent. Zu den Hauptaktionären des in den USA seit 2019 gelisteten Unternehmens gehören Sina und Alibaba (-5,4%). Aufwärts geht es in Schanghai, wo die Bemühungen um Evergrande & Co im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Am Montag war berichtet worden, dass bei Evergrande ein Risikomanagement-Komitee eingesetzt wird, in dem auch staatliche Repräsentanten vertreten sind. Offenbar ist eine Umstrukturierung der Schulden geplant. In Südkorea verbucht der Kospi Gewinne von 0,9 Prozent gestützt von den Gewinnen an der Wall Street. Am australischen Markt ging es kräftig und auf breiter Front um 1,3 Prozent nach oben, alle elf Sektoren schlossen im Plus.

US-NACHBÖRSE

Text

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 35.719,43 +1,4% 492,40 +16,7%

S&P-500 4.686,75 +2,1% 95,08 +24,8%

Nasdaq-Comp. 15.686,92 +3,0% 461,76 +21,7%

Nasdaq-100 16.325,66 +3,0% 479,50 +26,7%

Di Mo

Umsatz NYSE (Aktien) 1,01 Mrd 1,05 Mrd

Gewinner 2.682 2.523

Verlierer 713 860

Unverändert 109 124

Sehr fest - Die Vortagesrally setzte sich fort. Die Hoffnungen auf eine Verbesserung der Coronalage sorgten erneut für kräftige Gewinne. Anleger schienen die Angst vor der Omikron-Variante begraben zu haben, hieß es, zumal es kaum Neues dazu gegeben habe. Glaxosmithkline hatte mitgeteilt, dass laut präklinischen Studien sein monoklonaler Antikörper Sotrovimab gegen die Omikron-Variante aktiv bleibe. Der Kurs des Kooperationspartners Vir Biotechnology zog um 12 Prozent an. Intel stiegen um 3,1 Prozent. Der Halbleiterhersteller will seine Tochter Mobileye an die Börse bringen. Die EU könnte bei der geplanten Übernahme von Nuance durch Microsoft (+2,7%) laut einem Bericht genauer hinschauen. Nuance verloren dennoch nur 0,7 Prozent - ein Zeichen, dass Anleger nicht mit dem Scheitern der Transaktion rechnen. Coupa Software sanken um 2,9 Prozent. Das Unternehmen verbuchte steigende Verluste. Healthequity brachen um über 24 Prozent ein. Das Unternehmen schrieb zuletzt rote Zahlen und rechnet auch im Gesamtjahr mit einem Fehlbetrag.

USA - ANLEIHEN

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,69 4,8 0,64 57,0

5 Jahre 1,25 4,4 1,21 89,1

7 Jahre 1,43 4,5 1,38 77,7

10 Jahre 1,48 4,2 1,43 55,8

30 Jahre 1,80 3,2 1,77 15,6

Der US-Anleihemarkt litt unter Umschichtungen in Aktien - die Renditen stiegen somit. Teilnehmer verwiesen auf die Entspannungssignale um die Omikron-Variante des Corona-Virus. Die Rendite 2-jähriger Titel erreichte das höchste Niveau seit März 2020. Die Fed könnte ihr Wertpapierkaufprogramm kommende Woche noch einmal und schneller als gedacht zurückfahren, hieß es dazu auch.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Di,17:05 % YTD

EUR/USD 1,1294 +0,2% 1,1269 1,1250 -7,5%

EUR/JPY 128,20 +0,2% 127,98 127,82 +1,7%

EUR/CHF 1,0434 +0,1% 1,0813 1,0417 -3,5%

EUR/GBP 0,8522 +0,1% 0,8509 0,8491 -4,6%

USD/JPY 113,52 -0,0% 113,57 113,62 +9,9%

GBP/USD 1,3253 +0,1% 1,3244 1,3249 -3,0%

USD/CNH 6,3524 -0,2% 6,3647 6,3647 -2,3%

Bitcoin

BTC/USD 50.524,32 +0,4% 50.331,33 51.847,72 +73,9%

Der Dollar gab im späten Geschäft etwas nach, verteidigte aber auf Tagessicht die jüngsten Zugewinne. Der Dollar-Index zeigte sich knapp im Plus - der Euro erholte sich von den Tagestiefs. Laut Bank of America zeigen die Frühindikatoren, dass die USA die Wachstumsvorgaben des Marktes in den nächsten zwei Quartalen erreichen dürften, für die EU und in Japan zeigten sich jedoch aktuell deutliche Abwärtsrisiken. Dies spreche für den Dollar.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,84 72,05 -0,3% -0,21 +51,3%

Brent/ICE 75,29 75,44 -0,2% -0,15 +49,3%

Die Ölpreise stiegen um bis zu rund 3 Prozent auf das höchste Niveau seit knapp zwei Wochen. Die allergrößten Sorgen vor der Omikron-Variante, die den jüngsten Preisabsturz ausgelöst hätten, hätten sich verflüchtigt, so die Commerzbank. Preisstützend wirke auch, dass die Atomgespräche mit dem Iran stockten. Mit iranischem Erdöl sei daher kurzfristig nicht auf dem Markt zu rechnen, hieß es.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.791,03 1.784,07 +0,4% +6,96 -5,6%

Silber (Spot) 22,54 22,53 +0,1% +0,02 -14,6%

Platin (Spot) 967,50 956,44 +1,2% +11,06 -9,6%

Kupfer-Future 4,34 4,34 +0,1% +0,00 +23,3%

Der Goldpreis (+0,4%) kletterte auf den höchsten Stand seit einer Woche. Aber erst ein Überschreiten der Marken von 1.790 oder 1.800 Dollar eröffne weiteres Aufwärtspotenzial, hieß es. Der Markt spiele aktuell Konjunkturbelebung und dies könne die Inflationseffekte zunächst weiter steigern und spreche für das Edelmetall.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

CORONA-PANDEMIE

- Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält es für "höchst unwahrscheinlich", dass die neue Omikron-Variante des Coronavirus den Schutz von Impfstoffen komplett aushebeln könnte.

- Die Bank of Japan (BoJ) wird wahrscheinlich im Dezember oder im Januar über eine Verlängerung ihres Pandemie-Kreditprogramms entscheiden, sagte Vizegouverneur Masayoshi Amamiya. Das Programm soll im März 2022 auslaufen.

IRAN

Die Verhandlungen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.

JAPAN - KONJUNKTUR

Die japanische Wirtschaft ist von Juli bis September wegen schwächerer Ausgaben der Verbraucher und des Staates stärker geschrumpft als zunächst geschätzt. Das BIP schrumpfte auf Jahresbasis um 3,6 Prozent. Im November war ein vorläufiger Wert von 3,0 Prozent veröffentlicht worden. Im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte die Wirtschaft um 0,9 Prozent.

USA/RUSSLAND

US-Präsident Joe Biden hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Falle eines Angriffs auf die Ukraine mit harten Wirtschaftssanktionen gedroht. Auch die EU warnte Russland vor einer Militäroffensive und drohte mit neuen Sanktionen. Russland hat an der Grenze zu seinem Nachbarland zehntausende Soldaten zusammengezogen.

ÖLVORRÄTE USA

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der zurückliegenden Woche um 3,1 Millionen Barrel zurückgegangen, wie aus Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hervorgeht. Die Benzinbestände erhöhten sich um 3,7 Millionen Barrel.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/raz

(END) Dow Jones Newswires

December 08, 2021 01:34 ET (06:34 GMT)

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