MORNING BRIEFING - USA/Asien

01.03.24 07:58 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des "Tag der Unabhängigkeitsbewegung" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die chinesische Industrieaktivität ist im Februar den fünften Monat in Folge gesunken. Der offizielle Einkaufsmanagerindex ging von 49,2 Punkten im Januar auf 49,1 Punkte im Februar zurück. Ökonomen hatten einen Stand von 49,0 Punkten prognostiziert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor stieg dagegen auf 50,9 (Januar: 50,8) Punkte. In der Dienstleistungsbranche hat sich die Lage im Februar dagegen aufgehellt. Hier stieg der Index auf 51,4 (Vormonat: 50,7) Punkte.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US

15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(2. Veröffentlichung) Februar

PROGNOSE: 51,5

1. Veröff.: 51,5

zuvor: 50,7

16:00 Bauausgaben Januar

PROGNOSE: +0,3% gg Vm

zuvor: +0,9% gg Vm

16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan

(2. Umfrage) Februar

PROGNOSE: 79,6

1. Umfrage: 79,6

zuvor: 79,0

16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Februar

PROGNOSE: 49,5 Punkte

zuvor: 49,1 Punkte

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

E-Mini-Future S&P-500 5.112,50 +0,2%

E-Mini-Future Nasdaq-100 18.136,25 +0,3%

Nikkei-225 39.910,82 +1,9%

Hang-Seng-Index 16.567,95 +0,3%

Kospi 2.667,70 +1,0%

Shanghai-Composite 3.022,44 +0,2%

S&P/ASX 200 7.745,60 +0,6%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Klarer Tagessieger ist Tokio, der Nikkei-225 schießt um rund 2 Prozent auf neue Rekordhochs. Für Erleichterung sorgen neue Einkaufsmanagerindizes aus China und günstige Inflationsnachrichten aus den USA. Daneben stützt der wieder deutlicher fallende Yen-Kurs. An den anderen Börsen der Region fallen die Bewegungen aber deutlich moderater aus, in Schanghai und Hongkong bewegen sich die Indizes kaum. In Korea ist die Börse geschlossen wegen des Unabhängigkeitstages. In den USA ist der wichtige PCE-Deflator am Vortag wie erwartet ausgefallen und steht baldigen Zinssenkungen der US-Notenbank nicht entgegen. An den chinesischen Bösen sprechen Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen. Verlierer in Hongkong sind Netease mit minus 3,9 Prozent. Die Zahlen zum vierten Quartal des Videospieleherstellers konnten die Erwartungen nicht erfüllen.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 38.996,39 +0,1% 47,37 +3,5%

S&P-500 5.096,27 +0,5% 26,51 +6,8%

Nasdaq-Comp. 16.091,92 +0,9% 144,18 +7,2%

Nasdaq-100 18.043,85 +0,9% 169,35 +7,2%

Donnerstag Mittwoch

Umsatz NYSE (Aktien) 1.737 Mio 886 Mio

Gewinner 1.987 1.288

Verlierer 851 1.541

Unverändert 69 82

Etwas fester - Der Preisindex der persönlichen Ausgaben (PCE-Deflator) für Januar traf in der Kernrate exakt die Prognosen, sowohl auf Monats- als auch auf Jahressicht. Positiv wurde hervorgehoben, dass die Inflation im Vormonat nach unten revidiert worden ist. Damit wurden Befürchtungen zerstreut, die Inflation könnte wieder anziehen. Zugleich blieben die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank mit den Daten am Leben. Die Chip-Werte setzten ihre Aufwärtstendenz fort. Der Halbleiter-Sektor im S&P-500 gewann 2,3 Prozent. Intel gewannen 2,5 Prozent, Advanced Micro Devices 9,1 Prozent. Salesforce erholten sich von leichten Abgaben und legten um 3,0 Prozent zu. Der SAP-Konkurrent hat im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn zwar über den Markterwartungen gelegen allerdings lag der Umsatzausblick für das Fiskaljahr 2025 unter den bislang kursierenden Schätzungen. Der Computerbauer HP hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street erfüllt, allerdings warnte HP zugleich vor einem weiter volatilen PC-Markt. Die Aktie verlor 1,4 Prozent.

US-ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,63 -0,7 4,64 21,0

5 Jahre 4,24 -1,9 4,26 24,5

7 Jahre 4,27 -1,3 4,29 30,3

10 Jahre 4,25 -1,6 4,26 36,8

30 Jahre 4,37 -3,9 4,41 39,7

Am Anleihemarkt zogen die Notierungen mit den PCE-Preisdaten an, für die Renditen ging es leicht nach unten.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Do, 10:49 % YTD

EUR/USD 1,0809 +0,0% 1,0805 1,0850 -2,1%

EUR/JPY 162,51 +0,3% 162,07 162,62 +4,4%

EUR/GBP 0,8560 +0,0% 0,8559 0,8569 -1,3%

GBP/USD 1,2628 +0,0% 1,2625 1,2661 -0,8%

USD/JPY 150,34 +0,2% 150,00 149,87 +6,7%

USD/KRW 1.335,38 +0,1% 1.334,54 1.335,05 +2,9%

USD/CNY 7,1974 +1,3% 7,1035 7,1949 +1,4%

USD/CNH 7,2097 +0,0% 7,2075 7,2092 +1,2%

USD/HKD 7,8276 -0,0% 7,8287 7,8274 +0,2%

AUD/USD 0,6509 +0,2% 0,6496 0,6502 -4,4%

NZD/USD 0,6094 +0,1% 0,6086 0,6090 -3,6%

Bitcoin

BTC/USD 61.561,19 +0,4% 61.291,46 62.580,90 +41,4%

Der Dollar gab mit der Aussicht auf Zinssenkungen zunächst leicht nach, konnte sich im Anschluss aber wieder erholen. Der Dollar-Index erhöhte sich um 0,1 Prozent. Auch die schwächer ausgefallenen Erstanträge würden der US-Notenbank einen weiteren Grund liefern, die Zinsen zu senken, hieß es.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL / GAS

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,50 78,26 +0,3% +0,24 +8,4%

Brent/ICE 0,00 83,62 -100,0% -83,62 +8,7%

Die Ölpreise zeigten sich volatil. Die Inflationsdaten hatten keinen größeren Einfluss. Die Notierungen für Brent und WTI fielen um bis zu 0,4 Prozent. Insgesamt hätten sich die Preise in recht engen Bahnen um das Vortagesniveau bewegt, hieß es. Sinkende Zinsen könnten die Konjunktur in den USA befeuern und die Nachfrage erhöhen.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.046,67 2.044,14 +0,1% +2,53 -0,8%

Silber (Spot) 22,74 22,73 +0,1% +0,02 -4,3%

Platin (Spot) 881,11 880,00 +0,1% +1,11 -11,2%

Kupfer-Future 3,84 3,85 -0,1% -0,00 -1,7%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Goldpreis profitierte von der Aussicht auf sinkende Zinsen. Für die Feinunze ging es um 0,5 Prozent auf 2.044 Dollar nach oben.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR +++++

INDONESIEN - Inflation

Die indonesischen Kernverbraucherpreise sind im Februar um 1,68 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Ökonomen hatten dies exakt auch so geschätzt.

JAPAN - Konjunktur

Die Arbeitslosenquote lag im Januar wie auch erwartet bei 2,4 Prozent.

USA - Haushaltspolitik

Zur Vermeidung einer Stilllegung der US-Bundesbehörden hat das Repräsentantenhaus einem weiteren Übergangsetat zugestimmt. Damit wird die Finanzierung der Bundesbehörden kurzfristig verlängert.

HEWLETT PACKARD ENTERPRISE

hat im ersten Geschäftsquartal einen überraschend deutlichen Umsatzrückgang verbucht. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Konsens 7,1 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Nettogewinn ging auf 387 (501) Millionen Dollar zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,48 Dollar. Analysten hatten 0,45 Dollar erwartet. Im laufenden zweiten Quartal dürfte der Gewinn weiter sinken auf dann 0,20 bis 0,25 Dollar, so das Unternehmen. Der Analystenkonsens steht derzeit bei 0,40 Dollar. Im Gesamtjahr soll der Umsatz bestenfalls um 2 Prozent steigen, das Ergebnis je Aktie auf 1,81 bis 1,91 Dollar von 1,54 Dollar. Analysten sehen den Gewinn je Aktie derzeit bei 1,80 Dollar.

META

Die Facebook-Mutter will künftig für Nachrichteninhalte nicht mehr zahlen und keine neuen Lizenzverträge mit traditionellen Nachrichtenverlagen in Australien und den USA eingehen. Als Begründung führte Meta an, dass die Zahl der Nutzer, die spezielle Links für Nachrichten auf Facebook verwenden, im vergangenen Jahr um mehr als 80 Prozent gesunken sei. Meta kündigte zudem an, dass man den speziellen Nachrichten-Link namens Facebook News in den USA und Australien Anfang April abschaffen will. Im vergangenen Jahr stellte Meta diese Maßnahme bereits für Großbritannien, Frankreich und Deutschland in Aussicht und will auch hier für Nachrichteninhalte nicht weiter zahlen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 01, 2024 01:58 ET (06:58 GMT)