15.06.2018 08:06
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Hongkong und Schanghai bleiben die Börsen wegen des Feiertages Drachenbootfest geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Donald Trump will die Handelszölle gegen China offenbar wie geplant umsetzen. Trump habe die Zölle auf chinesische Waren im Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar genehmigt, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Bislang ist noch nicht klar, wann die Zölle in Höhe von 25 Prozent wirksam werden. Peking hatte angekündigt, in einem solchen Fall seinerseits Zölle auf US-Waren in gleicher Höhe, etwa auf Sojabohnen und Flugzeuge, zu erheben. Voraussichtlich im Laufe des Tages sollen die Zölle bekannt gegeben werden, sagten die Informanten.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US

14:30 Empire State Manufacturing Index Juni

PROGNOSE: +18,0

zuvor: +20,1

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Mai

Industrieproduktion

PROGNOSE: +0,2% gg Vm

zuvor: +0,7% gg Vm

Kapazitätsauslastung

PROGNOSE: 78,1%

zuvor: 78,0%

16:00 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan

Juni (1. Umfrage)

PROGNOSE: 98,3

zuvor: 98,0

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

Nikkei-225 22.854,86 +0,51%

Hang-Seng-Index 30.427,59 -0,04%

Kospi 2.409,78 -0,57%

Shanghai-Composite 3.021,95 -0,73%

S&P/ASX 200 6.092,00 +1,25%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Dass US-Präsident Donald Trump Kreisemeldungen zufolge weitere Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar umsetzen will, sorgt für keinen verstärkten Druck. "Das ist keine Überraschung und hängt schon seit März wie eine Wolke über dem Markt", sagt Marktstratege Tai Hui von JP Morgan Asset Management. In Schanghai geht es den 13. der vergangenen 18 Handelstage nach unten mit den Kursen auf das niedrigste Niveau seit 21 Monaten. Keine Überraschung für die meisten Teilnehmer ist auch, das die japanische Notenbank sich dem globalen Trend entgegenstellt und an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhält. Die weiter lockere japanische Geldpolitik drückt etwas auf den Yen und stützt die Stimmung an der Börse. Für ZTE geht es in Hongkong am dritten Tag nach der Wiederaufnahme des Handels weiter abwärts, aktuell um 4,5 Prozent. Nomura hat die Umsatz- und Gewinnprognosen für den zwischenzeitlich von einem existenzbedrohenden US-Zulieferungsbann betroffenen Telekomausrüster um fast 10 bzw. rund 20 Prozent gesenkt. "Wir glauben, dass es lange dauern wird für ZTE, sich zu erholen, speziell im Konsumentengeschäft, wo der Marktanteil im Smartphonegeschäft die Konkurrenz zu spüren bekommen wird".

US-NACHBÖRSE

Für Adobe ging es auf Nasdaq.com um 2,9 Prozent nach unten. Der Softwareanbieter übertraf mit seinen Geschäftszahlen die Umsatz- wie auch die Gewinnerwartungen des Marktes und liegt auch mit seinem Ausblick darüber. Marktbeobachter vermuteten hinter der negativen Kursreaktion Gewinnmitnahmen nach dem Motto, bei guten Nachrichten zu verkaufen. Für Finisar ging es um 2 Prozent abwärts. Der Hersteller optischer Komponenten für Kommunikationstechnologie traf mit seinem 13 Prozent niedrigeren Quartalsumsatz zwar die Erwartung, verfehlte sie aber mit einem Nettoverlust von 18,3 Millionen Dollar. Das Elektronikunternehmen Jabil schnitt besser als erwartet ab und kündigte für das vierte Quartal ein Umsatzplus von 8 Prozent an. Zudem setzte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 350 Millionen Dollar auf. Jabil gewannen 2,8 Prozent. Für Qualcomm ging es um 3 Prozent nach oben, nachdem nun auch der chinesische Regulierer Berichten zufolge der Übernahme der niederländischen NXP Semiconductors durch Qualcomm zugestimmt hat. NXP schbnellten um 8,9 Prozent nach oben.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.175,31 -0,10 -25,89 1,85

S&P-500 2.782,49 0,25 6,86 4,07

Nasdaq-Comp. 7.761,04 0,85 65,34 12,42

Nasdaq-100 7.279,59 1,03 74,34 13,81

Vortag

Umsatz NYSE (Aktien) 930 Mio 956 Mio

Gewinner 1.675 999

Verlierer 1.264 1.963

unverändert 133 113

Uneinheitlich - Die Wall Street nahm den Schwung des europäischen Aktienmarktes in Reaktion auf die geldpolitischen Beschlüsse der EZB nicht auf. Nur die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten deutlicher zu auf neue Allzeithochs. Für Zurückhaltung sorgten der zum Euro deutlich festere Dollar und das Thema Handelskonflikt. China drohte, dass alle erzielten Kompromisse obsolet seien, sollten die USA wie angekündigt neue Strafzölle gegen chinesische Importe verhängen. Im Technologiesektor legten Twitter um 6,1 Prozent zu. Weder Geldpolitik noch Handelsstreit könnten dem Geschäftsmodell etwas anhaben, hieß es auch mit Blick auf die Aufschläge bei Facebook und Alphabet. Comcast gewannen 4,6 Prozent, nachdem der Kabelnetzbetreiber ein Gegengebot für von 21st Century Fox zum Verkauf angebotene Vermögensteile vorgelegt hat. Comcast bietet 19 Prozent mehr als bislang Walt Disney. Fox gewannen 2,1 Prozent, Disney stiegen um 2,3 Prozent. Tesla verbesserten sich um 3,8 Prozent. Hier half, dass Tesla-Chef Musk jüngst zeitgleich mit der Ankündigung von Stellenstreichungen Aktien erworben hatte. Tailored Brands brachen um 21,7 Prozent ein nach enttäuschenden Umsatzzahlen. Nach einer Abstufung durch JP Morgan fielen Oracle um 4,9 Prozent. Dropbox schossen ohne neue Nachrichten und bei hohen Umsätzen um 14,1 Prozent nach oben auf ein Rekordhoch.

TREASURYS

US-Anleihen

Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD

2 Jahre 2,57 0,8 2,56 136,7

5 Jahre 2,81 -2,4 2,83 88,2

10 Jahre 2,93 -3,2 2,97 48,9

Am Rentenmarkt stiegen die Notierungen im Fahrwasser steigender Anleihekurse in Europa nach dem EZB-Beschluss, ihre Anleihekäufe erst Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Im Gegenzug sank die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um drei Basispunkte auf 2,93 Prozent.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Do, 9:57 % YTD

EUR/USD 1,1552 -0,2% 1,1579 1,1817 -3,9%

EUR/JPY 128,11 +0,0% 128,10 129,92 -5,3%

EUR/GBP 0,8731 +0,0% 0,8727 0,8816 -1,8%

GBP/USD 1,3230 -0,2% 1,3262 1,3403 -2,1%

USD/JPY 110,90 +0,2% 110,67 109,92 -1,5%

USD/KRW 1094,55 +0,3% 1091,32 1083,53 +2,6%

USD/CNY 6,4179 +0,3% 6,4018 6,3917 -1,4%

USD/CNH 6,4195 +0,0% 6,4183 6,3876 -1,5%

USD/HKD 7,8494 +0,0% 7,8490 7,8481 +0,5%

AUD/USD 0,7457 -0,2% 0,7473 0,7561 -4,6%

NZD/USD 0,6943 -0,3% 0,6967 0,7037 -2,2%

Bitcoin

BTC/USD 6.613,05 -1,3% 6.700,39 6.503,22 -51,6%

Der Euro geriet stark unter Druck, nachdem die EZB anders als gerade erst die US-Notenbank die Zinsen erwartungsgemäß unangetastet ließ und zudem die Erwartungen an die erste Zinserhöhung zeitlich weiter nach hinten schob auf "nach Sommer 2019". Zudem lässt sie ihr Anleihekaufprogramm nur langsam Ende des Jahres auslaufen. Der Euro fiel angesichts dieser taubenhaften Signale wie ein Stein von rund 1,1850 auf 1,1594 Dollar im späten US-Handel. Der ICE-Dollarindex kletterte um 1,1 Prozent.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,88 66,89 -0,0% -0,01 +11,9%

Brent/ICE 75,89 75,94 -0,1% -0,05 +16,9%

Die Ölpreise zeigten sich uneinheitlich. WTI profitierte abermals von den am Vortag gemeldeten niedrigeren US-Rohölvorräten und verteuerte sich um 0,4 Prozent auf das Zweiwochenhoch von 66,89 Dollar je Barrel. Die globaler gehandelte Sorte Brent gab dagegen 1,0 Prozent auf 75,94 Dollar ab. Die bevorstehende Opec-Konferenz, auf der möglicherweise höhere Fördermengen beschlossen werden, dämpfte hier die Stimmung in Verbindung mit der erneut auf Rekordniveau gekletterten US-Förderung.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.299,10 1.302,30 -0,2% -3,20 -0,3%

Silber (Spot) 17,13 17,16 -0,2% -0,03 +1,1%

Platin (Spot) 903,85 905,00 -0,1% -1,15 -2,8%

Kupfer-Future 3,21 3,22 -0,5% -0,02 -3,7%

Der Goldpreis legte um 0,3 Prozent zu auf 1.304 Dollar. Für leichten Auftrieb sorgte, dass im Euroraum die erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise weiter auf sich warten lässt. Daneben profitierte das Gold auch vom weiter schwelenden Handelsstreit.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR +++++

GELDPOLITIK JAPAN

Die Bank of Japan stemmt sich dem globalen Trend entgegen und hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Hauptgrund ist die Inflation, die weiter weit vom Ziel der Notenbank von 2 Prozent entfernt ist. Der geldpolitische Rat der BoJ stimmte mit 8 zu 1 für eine Beibehltung des aktuellen Zinsniveaus. Außerdem hielt sie an ihrem Anleihenkaufprogramm fest.

AT&T / TIME WARNER

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

June 15, 2018 02:06 ET (06:06 GMT)

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