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04.12.2019 08:05
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im November verbessert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor erhöhte sich auf 53,5 (Oktober: 51,1) Punkte. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im November auf 54,4 (Vormonat: 52,8) Punkte gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit einen Gesetzentwurf beschlossen, der einen härteren Kurs der Regierung von Präsident Donald Trump gegenüber China wegen der Unterdrückung der Uiguren fordert. Der Entwurf fordert Sanktionen gegen ranghohe chinesische Regierungsvertreter, die für die Unterdrückung der muslimischen Minderheit in der nordwestlichen Provinz Xinjiang verantwortlich gemacht werden. China reagierte erzürnt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht November

Beschäftigung privater Sektor

PROGNOSE: +150.000 Stellen

zuvor: +125.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit November

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: k.A.

1. Veröff.: 51,6

zuvor: 50,6

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe November

PROGNOSE: 54,5 Punkte

zuvor: 54,7 Punkte

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Stand +/- %

Nikkei-225 23.135,23 -1,05%

Hang-Seng-Index 26.103,85 -1,09%

Kospi 2.068,89 -0,73%

Shanghai-Composite 2.877,85 -0,24%

S&P/ASX 200 6.606,50 -1,58%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwächer - Die wieder deutlich gestiegenen Sorgen vor einer Eskalation des US-chinesischen Handelsstreits bealsten. Dass der chinesische Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im November gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen ist, geht dabei unter. Zur anhaltenden ausgeprägten Verkaufslaune in Sydney trägt bei, dass das australische BIP-Wachstum im dritten Quartal zum Vorquartal weniger gestiegen ist als von Ökonomen geschätzt und auch schwächer als im Quartal zuvor. Dies stößt vor allem deswegen negativ auf, weil die Notenbank am Vortag die Zinsen unverändert gelassen hatte und zunächst Abwarten signalisierte. Ausgelöst wurde die wieder dominierende Skepsis im Handelsstreit von US-Präsident Donald Trump, demzufolge ein Abkommen zwischen beiden Seiten gut auch erst nach der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 zustandekommen könnte. Damit, und auch weil die USA gerade erst wieder Strafzölle gegen Brasilien und Argentinien verhängt und gegen Frankreich angedroht haben, steigt die Sorge, dass die USA für Mitte Dezember angedrohte neue Strafzölle auf chinesische Importe einführen könnten. Unter den Einzelwerten stehen in Tokio Fast Retailing besonders unter Druck und verlieren fast 5 Prozent. Das Einzelhandelsunternehmen mit der Marke Uniqlo hat für November einen Umsatzrückgang von über 5 Prozent berichtet.

US-NACHBÖRSE

Die Salesforce-Aktie gab nach Vorlage der Drittquartalszahlen um knapp 1 Prozent nach (s.u.). Workday verbilligten sich um 1,9 Prozent. Der Softwareexperte für den Personalbereich hatte zwar besser als erwartet ausgefallenen Umsatz- und Gewinnkennziffern im dritten Quartal präsentiert. Das Unternehmen ließ aber ebenfalls wissen, dass sich Produktneueinführungen und die jüngsten Akquisitionen im kommenden Jahr nicht unmittelbar in steigenden Ergebnissen niederschlügen. Abwärts ging es auch für Zscaler und zwar um 4,7 Prozent. Das Softwareunternehmen enttäuschte ebenfalls mit seinem Ausblick, wohingegen die berichteten Quartalszahlen die Erwartungen übertrafen. Microchip wurden um 2,4 Prozent nach oben genommen. Mit netto 108,9 (Vorjahr: 96,3) Millionen Dollar steigerte das Unternehmen den Gewinn wie von Analysten erwartet, verfehlte die Umsatzerwartungen mit 1,34 Milliarden allerdings knapp. Die Prognosespanne für Umsatz und Gewinn deckte sich derweil mit den kursierenden Analystenprognosen. Gopro zogen um 4,7 Prozent an. Der Spezialkamerahersteller hatte mitgeteilt, dass sein neuestes Modell zum Start der Weihnachtseinkaufssaison Rekordumsätze erzielt und die eigenen hohen Erwartungen am sogenannten Black Friday und am Cyber Monday übertroffen habe.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 27.502,81 -1,01 -280,23 17,90

S&P-500 3.093,20 -0,66 -20,67 23,39

Nasdaq-Comp. 8.520,64 -0,55 -47,34 28,41

Nasdaq-100 8.254,74 -0,66 -54,52 30,41

Vortag

Umsatz NYSE (Aktien) 859 Mio 784 Mio

Gewinner 1.134 816

Verlierer 1.805 2.142

Unverändert 106 87

Schwach - Sorgen um eine weitere Verschärfung der internationalen Handelskonflikte drückten auf die Kurse, nachdem Donald Trump mit der Aussage erschreckt hatte, er habe Zweifel an einem baldigen Deal mit China. Er sagte sogar, dass er Gefallen daran finden könnte, ein Abkommen erst nach den US-Wahlen im kommenden Jahr abzuschließen. Zuvor hatte Trumps Administration mit Strafzöllen auf französische Produkte wegen der dortigen Pläne einer Digitalsteuer gedroht, was in die gleiche Kerbe schlug. Aktien, die von einer geplanten Digitalsteuer in Frankreich betroffen wären, verzeichneten Verluste. Apple fielen um 1,8 Prozent, Amazon um 0,7 und Facebook um 0,4 Prozent.

US-ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,54 -6,0 1,60 34,2

5 Jahre 1,54 -10,3 1,64 -38,3

7 Jahre 1,65 -11,3 1,76 -59,7

10 Jahre 1,72 -10,3 1,82 -72,7

30 Jahre 2,17 -9,7 2,27 -89,8

Die die US-Anleihen legten stark zu, weil sichere Häfen wegen der diversen Handelskonflikte gesucht waren. Die Rendite zehnjähriger Papiere brach um 10,3 Basispunkte auf 1,72 Prozent ein und verzeichnete das größte Tagesminus seit Anfang August.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:31 % YTD

EUR/USD 1,1076 -0,1% 1,1082 1,1082 -3,4%

EUR/JPY 120,23 -0,1% 120,39 120,92 -4,4%

EUR/GBP 0,8525 -0,0% 0,8527 0,8538 -5,3%

GBP/USD 1,2993 -0,0% 1,2996 1,2978 +2,0%

USD/JPY 108,54 -0,1% 108,64 109,10 -1,0%

USD/KRW 1193,84 +0,4% 1188,76 1188,11 +7,1%

USD/CNY 7,0687 +0,1% 7,0612 7,0468 +2,8%

USD/CNH 7,0722 +0,1% 7,0678 7,0461 +2,9%

USD/HKD 7,8283 -0,0% 7,8298 7,8290 -0,1%

AUD/USD 0,6824 -0,4% 0,6848 0,6847 -3,1%

NZD/USD 0,6515 -0,0% 0,6517 0,6520 -3,0%

Bitcoin

BTC/USD 7.139,51 -2,3% 7.310,76 7.293,51 +92,0%

Der Yen war Profiteur der gestiegenen Unsicherheit rund um die neuen und alten Handelskonflikte. Der Dollar rutschte im späten US-Handel auf 108,64 Yen ab, nachdem er am Montag im Hoch noch bei 109,73 Dollar gelegen hatte. Das Pfund zeigte sich weiter im Aufwind und kletterte im Tageshoch auf 1,3011 Dollar. Gestützt wurde es von einer neuen Meinungsumfrage zu den bevorstehenden Unterhauswahlen, die den Vorsprung der Konservativen vor Labour weiter wachsen sieht.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,52 56,10 +0,7% 0,42 +16,5%

Brent/ICE 61,32 60,82 +0,8% 0,50 +10,8%

Die Ölpreise zeigten sich volatil. Die Trump-Aussagen drückten die Preise kurzzeitig ins Minus, während sie zugleich vom schwachen US-Dollar gestützt wurden. Vor allem aber stützten anhaltende Spekulationen, dass auf dem Opec-Treffen ab Donnerstag die bestehenden Fördermengenkürzungen ausgeweitet werden könnten. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 0,6 Prozent auf 56,32 Dollar. Im asiatisch dominierten Handel am Mittwoch steigen die Preise weiter, nachdem neue Lagerdaten aus den USA am späten Vorabend zeigten, dass die Ölvorräte in der vergangenen Woche gesunken sind.

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.481,60 1.477,54 +0,3% +4,06 +15,5%

Silber (Spot) 17,21 17,21 +0,0% +0,00 +11,1%

Platin (Spot) 912,98 910,01 +0,3% +2,97 +14,6%

Kupfer-Future 2,61 2,61 +0,2% +0,01 -1,3%

Der Goldpreis kletterte auf den höchsten Stand seit rund einem Monat. Die Handelsspannungen hätten sich wieder verschärft und damit dem Edelmetall als sicherem Hafen verstärkten Zulauf verschafft, hieß es. Der Preis für die Feinunze erhöhte sich um 1,0 Prozent auf 1.477 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++

HANDELSSTREIT USA / FRANKREICH

Im Streit über die Digitalsteuer für große Internetkonzerne hat sich US-Präsident Trump optimistisch gezeigt. Es handle sich um einen "kleinen Streit", sagte er und glaube, dass es "wahrscheinlich möglich" sei, die Dinge schnell zu regeln.

POLITIK USA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 04, 2019 02:05 ET (07:05 GMT)

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