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14.02.2020 07:48

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages "George Washington Tag" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA I +++++

Die starke Nachfrage nach Chips für Spieleanwendungen und Datenzentren hat dem US-Technologiekonzern Nvidia im vierten Geschäftsquartal einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg beschert. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen, ebenso der Ausblick auf das laufende Quartal. Die Nvidia-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 5,2 Prozent zu.

Der Umsatz kletterte im Zeitraum von November bis Januar um 41 Prozent auf 3,11 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,89 Dollar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum, nachdem der Gewinn vier Quartale in Folge gesunken war. Analysten hatten Nvidia lediglich einen Umsatz von 2,96 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 1,67 Dollar zugetraut.

Im laufenden Quartal per Ende April rechnet Nvidia mit einem Umsatz von 3 Milliarden Dollar, auch das liegt über der Analystenerwartung.

Die Auswirkungen des Coronavirus sind laut Nvidia schwer einzuschätzen. Im laufenden Quartal dürfte sich der Umsatz dadurch um etwa 100 Millionen Dollar reduzieren. Nvidia hat im vergangenen Geschäftsjahr knapp ein Viertel seines Umsatzes in China erzielt.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China liegt nach Angaben der Regierung in Peking inzwischen bei knapp 1.400. Die Zahl der Infektionen stieg der Gesundheitskommission zufolge auf 63.851. Am Donnerstag war die Zahl der aus der Provinz Hubei gemeldeten Infektionen sprunghaft um fast 15.000 auf rund 59.000 Patienten gestiegen. Nach Behördenangaben sind in der Zahl jedoch auch ältere Fälle enthalten. Zudem werden jetzt neben den durch Labortests diagnostizierten Patienten auch solche gezählt, bei denen das Virus durch Röntgenaufnahmen der Lunge nachgewiesen wurde.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Einzelhandelsumsatz Januar

PROGNOSE: +0,3% gg Vm

zuvor: +0,3% gg Vm

Einzelhandelsumsatz ex Kfz

PROGNOSE: +0,3% gg Vm

zuvor: +0,7% gg Vm

14:30 Import- und Exportpreise Januar

Importpreise

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,3% gg Vm

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Januar

Industrieproduktion

PROGNOSE: -0,3% gg Vm

zuvor: -0,3% gg Vm

Kapazitätsauslastung

PROGNOSE: 76,8%

zuvor: 77,0%

16:00 Lagerbestände Dezember

PROGNOSE: +0,1% gg Vm

zuvor: -0,2% gg Vm

16:00 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan

Februar (1. Umfrage)

PROGNOSE: 99,5

zuvor: 99,8

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

S&P-500-Future 3.382,25 +0,09%

Nikkei-225 23.687,59 -0,59%

Hang-Seng-Index 27.800,49 +0,25%

Kospi 2.243,59 +0,48%

Shanghai-Composite 2.905,34 -0,03%

S&P/ASX 200 7.130,20 +0,38%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich am Freitag keine einheitliche Tendenz erkennen. Die Angst vor einer Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie lässt etwas nach mit Blick auf die wieder niedrigere Zahl der neuen Fälle, dafür tritt die Bilanzsaison in den Vordergrund. So bricht die Aktie von Nissan in Tokio um 9,5 Prozent ein, nachdem der Automobilkonzern in seinem dritten Geschäftsquartal in die Verlustzone gerutscht ist. Auch die Zahlen von Nippon Paint haben die Erwartungen verfehlt. Der Kurs sinkt um 3,9 Prozent. Im späteren Tagesverlauf wird noch Japan Post Holdings Zahlen vorlegen. Für die Aktie geht es im Vorwege um 0,4 Prozent abwärts. Lotte Shopping und LG Corp verlieren in Seoul 3,3 respektive 2,5 Prozent, jeweils nach Vorlage enttäuschender Viertquartalszahlen. LG Chem rücken um 0,4 Prozent vor. Das Unternehmen plant die Aufnahme von Kapital, um sein Petrochemiegeschäft auszubauen. Alibaba fallen in Hongkong um 0,6 Prozent, nachdem der Internetkonzern die Anleger wegen der Epidemie auf ein voraussichtlich langsameres Wachstum eingestimmt hat. Sino Biopharmaceutical gehören mit plus 2,1 Prozent zu den führenden Kursgewinnern. Pharmahersteller gelten als potenzielle Nutznießer der Virusepidemie. Drastisch gesunkene Januar-Absatzzahlen drücken derweil den Kurs des Autoherstellers Geely um 0,4 Prozent. In Sydney wurde der Markt von den Aktien der vier großen australischen Banken angeführt. National Australia Bank verbesserten sich um 3,3 Prozent, nachdem mehrere Analysten in Reaktion auf den Zwischenbericht des Geldhauses zum ersten Quartal ihre Kursziele erhöht hatten. Commonwealth Bank of Australia stiegen um 2,6 Prozent, Westpac um 1,1 Prozent und ANZ um 0,7 Prozent.

US-NACHBÖRSE

Nvidia stiegen nach Vorlage überraschend guter Zahlen um 5,2 Prozent (siehe Tagesthema). Mit dem Kurs von Roku ging es um 6,3 Prozent aufwärts. Der Hersteller von Streaming-Playern hatte das vierte Quartal zwar erwartungsgemäß mit einem Verlust abgeschlossen, den Umsatz aber dank eines guten Weihnachtsgeschäfts überraschend kräftig gesteigert. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen erneut ein starkes Wachstum in Aussicht. Expedia sprangen um 10,5 Prozent. Das Online-Reisebüro hatte mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Yelp fielen um 5,5 Prozent, nachdem der Betreiber eines Empfehlungsportals im vierten Quartal schlechter abgeschnitten hatte als erwartet. Mattel stiegen um 2,7 Prozent. Der Spielzeughersteller hatte im vierten Quartal erneut einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht und dabei die Erwartungen des Marktes verfehlt. Das unbereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,00 Cent. CEO Ynon Kreiz bezeichnete das Jahr 2019 in einem Interview am Donnerstag jedoch als Wendepunkt, was Hoffnungen auf die Rückkehr in die Gewinnzone weckte.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 29.423,31 -0,43 -128,11 3,10

S&P-500 3.373,94 -0,16 -5,51 4,43

Nasdaq-Comp. 9.711,97 -0,14 -13,99 8,24

Nasdaq-100 9.595,70 -0,18 -17,50 9,88

Vortag

Umsatz NYSE (Aktien) 816 Mio 929 Mio

Gewinner 1.440 1.765

Verlierer 1.484 1.158

Unverändert 95 102

Etwas leichter - Nachrichten aus China wurden skeptisch beäugt, denn das Land hatte eine starke Zunahme der Fallzahlen bei Neuerkrankungen in der Provinz Hubei gemeldet, allerdings vornehmlich basierend auf einer ausgeweiteten Diagnosemethode. Eine schwache Nachfrage, ein Umsatzrückgang und ein trüber Ausblick lasteten auf Cisco. Die Aktie fiel um 5,2 Prozent. Alibaba steigerte zwar Umsatz und Gewinn stärker als erwartet, allerdings überwog hier die Sorge vor dem Coronavirus. Der Kurs verlor 1,8 Prozent. Pepsico gewannen 0,3 Prozent nach einem auf bereinigter Basis knapp über den Erwartungen ausgefallenen Gewinn im Berichtsquartal. Kraft Heinz sackten dagegen um 7,6 Prozent ab. Der Nahrungsmittelhersteller verkaufte weniger Fleisch und Molkereiprodukte. Mit einem Anstieg um 3,1 Prozent reagierten Applied Materials auf starke Geschäftszahlen. Obwohl Tesla über eine Kapitalerhöhung rund 2 Milliarden US-Dollar erlösen will, hielten die Anleger dem derzeitigen Börsenliebling die Treue und schickten die Aktie um 4,8 Prozent nach oben.

US-ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,44 0,0 1,44 23,8

5 Jahre 1,44 -0,8 1,45 -48,4

7 Jahre 1,54 -1,3 1,55 -71,0

10 Jahre 1,61 -2,2 1,64 -83,2

30 Jahre 2,06 -2,5 2,09 -100,2

Die Notierungen am US-Rentenmarkt stiegen nach der jüngsten Schwächephase wieder, im Gegenzug fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 2,2 Basispunkte auf 1,61 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 8:50 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0838 -0,0% 1,0841 1,0878 -3,4%

EUR/JPY 118,97 -0,1% 119,05 119,42 -2,4%

EUR/GBP 0,8304 -0,1% 0,8312 0,8390 -1,9%

GBP/USD 1,3052 +0,1% 1,3042 1,2965 -1,5%

USD/JPY 109,78 -0,0% 109,82 109,79 +1,0%

USD/KRW 1183,27 -0,1% 1184,06 1182,06 +2,4%

USD/CNY 6,9841 +0,1% 6,9770 6,9814 +0,3%

USD/CNH 6,9870 -0,0% 6,9878 6,9843 +0,3%

USD/HKD 7,7675 +0,0% 7,7668 7,7689 -0,3%

AUD/USD 0,6720 +0,0% 0,6717 0,6722 -4,1%

NZD/USD 0,6434 -0,1% 0,6438 0,6449 -4,4%

Bitcoin

BTC/USD 10.189,01 -0,2% 10.213,26 10.386,25 +41,3%

Der Yen profitierte von seiner Reputation als Fluchtwährung. Im übrigen legte der Dollarindex aber leicht zu, und die Euro-Schwäche des Vortages hielt an. Der Euro sank auf den niedrigsten Stand seit Mai 2017. Im Handel wurden erneut zuletzt schwache Daten aus der Eurozone bemüht. Zudem befürchteten Händler, dass gerade die deutsche Exportwirtschaft anfällig für die Auswirkungen der Virusepidemie sein könnte - und dies vor dem Hintergrund der schwierigen innenpolitischen Lage mit der Krise der Regierungspartei CDU. Der Euro sank auf 1,0840 Dollar nach einem Vortageshoch bei 1,0926.

++++ ROHSTOFFE +++++

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 14, 2020 01:49 ET (06:49 GMT)

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