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01.07.2020 08:29

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Hongkong findet wegen des Tags der Errichtung der Sonderverwaltungszone kein Handel statt.

DONNERSTAG: In den USA findet nur ein verkürzter Handel am Anleihemarkt statt.

FREITAG: In den USA finde wegen des Unabhängkeitstags kein Handel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Außenminister Mike Pompeo hat China wegen des neuen Sicherheitsgesetzes für Hongkong mit weiteren Sanktionen gedroht. "Die Vereinigten Staaten werden nicht tatenlos zusehen, während China Hongkong in seinem autoritären Schlund verschluckt", erklärte Pompeo laut AFP. Er sprach wegen der Inkraftsetzung des Sicherheitsgesetzes von einem "traurigen Tag für Hongkong und für alle freiheitsliebenden Menschen in China". Das von Staatschef Xi Jinping abgezeichnete Gesetz erlaubt den chinesischen Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten in Hongkong, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit bedrohen. Wer das Gesetz bricht, muss mit mindestens zehn Jahren Haft rechnen, könnte aber auch lebenslang im Gefängnis landen. Die Polizei hat in Hongkong erstmals einen Menschen auf Grundlage des neuen Sicherheitsgesetzes festgenommen. Der Mann sei wegen des Besitzes einer Unabhängigkeitsflagge in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Hongkonger Polizei.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Juni

Beschäftigung privater Sektor

PROGNOSE: +2.500.000 Stellen

zuvor: -2.760.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Markit Juni

(2. Veröffentlichung)

PROGNOSE: 49,7

1. Veröff.: 49,6

zuvor: 39,8

16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juni

PROGNOSE: 49,5 Punkte

zuvor: 43,1 Punkte

16:00 Bauausgaben Mai

PROGNOSE: +0,6% gg Vm

zuvor: -2,9% gg Vm

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen

Energy Information Administration (EIA)

20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 9./10. Juni

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %

S&P-500-Indikation 3.088,25 -0,23%

Nasdaq-100-Indikation 10.129,00 -0,23%

Nikkei-225 22.121,73 -0,75%

Hang-Seng-Index Feiertag

Kospi 2.115,36 +0,33%

Schanghai-Composite 3.001,16 +0,55%

S&P/ASX 200 5.914,80 +0,29%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Nach einem für die meisten Börsen in Asien sehr guten Quartal und der Erholung vom vorangegangenen und coronabedingten Absturz steigen die Handelsplätze der Region mit Aufschlägen ins dritte Quartal ein. Händler sprechen aber von einer wahrnehmbaren Diskrepanz zwischen dem Marktgeschehen und der wirtschaftlichen Erholung und verweisen auf Japan: Dort ist die Stimmung in der Wirtschaft infolge der Coronapandemie im Juni auf den niedrigsten Wert seit elf Jahren gefallen. Volkswirte hatten auf etwas weniger schwache Daten gesetzt. Die Börse in Tokio zählt daher zu den ganz wenigen mit Abschlägen - auch belastet von einem steigenden Yen. Denn trotz der schwachen Daten in Japan findet der Yen als Krisenwährung Zulauf. In China steigen die Aktienkurse dagegen. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor kletterte stärker in den expansiven Bereich und erklomm den höchsten Stand seit sechs Monaten. Der Markt in der Sonderverwaltungszone Hongkong könnte dem des chinesischen Kernlandes hinterherhinken. Denn US-Außenminister Mike Pompeo hat China wegen des nun verabschiedeten Sicherheitsgesetzes für Hongkong mit weiteren Sanktionen gedroht. In Seoul zeigen sich die Aktienkurse etwas fester. Der Exportrückgang aus Südkorea schwächte sich im Juni ab und stützt das Sentiment. In Australien ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juni wieder in den expansiven Bereich vorgerückt. Die Baugenehmigungen in Australien sind derweil deutlicher als ohnehin befürchtet im Mai gesunken. Volkswirte setzen aber auf eine Erholung durch die staatlichen Stimuli.

US-NACHBÖRSE

Fedex stiegen um 8,8 Prozent, nachdem das Unternehmen nach der Schlussglocke mit seinem Geschäftsausweis zu überzeugen gewusst hatte. Das Unternehmen selbst sprach von einem Paketaufkommen auf Weihnachtsniveau wegen der Coronakrise. Auch wenn das Unternehmen einen Verlust auswies, Umsatz und bereinigter Gewinn schlugen die Markterwartungen deutlich. Nach einem Allzeithoch von Tesla im regulären Geschäft nahmen Anleger nach der Schlussglocke Gewinne mit. Der Kurs des Elektroautobauers ermäßigte sich um 0,4 Prozent. Gleichwohl rückte Tesla bei der Bewertung dicht an den japanischen Wettbewerber Toyota heran, den derzeit am höchsten bewerteten Automobilkonzern weltweit. Whirlpool zeigten sich unverändert. Der geplante Arbeitsplatzabbau wird zunächst 95 Millionen Dollar verschlingen.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.812,54 0,85 216,74 -9,55

S&P-500 3.100,26 1,54 47,02 -4,04

Nasdaq-Comp. 10.058,77 1,87 184,61 12,11

Nasdaq-100 10.156,85 1,96 195,69 16,30

Vortag

Umsatz NYSE (Aktien) 1.217 Mio 965 Mio

Gewinner 1.956 2.274

Verlierer 1.041 717

Unverändert 63 67

Fest - Am Dienstag ist an der Wall Street ein Quartal der Superlative zu Ende gegangen. Es war das stärkste Vierteljahr seit 1998 mit Aufschlägen von 17 Prozent im Dow-Jones-Index und von sogar 30 Prozent im Nasdaq-Composite. Die Rally folgte dem Absturz, der durch die Corona-Pandemie verursacht worden war. Dieses Thema wird die Märkte weiter dominieren. Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Pandemie und Hoffnung auf eine rasche Erholung - abgestützt durch Stimuli - schicken die Anleger in ein Wechselbad. Boeing gaben 5,8 Prozent nach. Belastet wurde die Aktie von Stornierungen von Norwegian Air. Micron rückten nach starken Zahlen 4,8 Prozent vor. Lululemon Athletica verteuerten sich um 6 Prozent. Der Sportartikeleinzelhändler hat die Übernahme von Mirror, einem Betreiber einer interaktiven Plattform für sportliche Aktivitäten zu Hause, angekündigt. Der US-Fahrdienstvermittler Uber plant offenbar sein Geschäft um Essenlieferungen mit einem Milliardenkauf zu verstärken. Uber verbesserten sich um 4,9 Prozent.

US-ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,14 -1,2 0,16 -105,8

5 Jahre 0,29 1,6 0,27 -163,6

7 Jahre 0,48 2,3 0,46 -176,4

10 Jahre 0,65 2,9 0,62 -179,2

30 Jahre 1,41 3,4 1,38 -165,5

Der sichere Hafen Anleihen war nicht gefragt. Für die Rendite zehnjähriger US-Anleihen ging es bei sinkenden Notierungen um 2,9 Basispunkte nach oben auf 0,65 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 10:12h % YTD

EUR/USD 1,1224 -0,1% 1,1232 1,1219 +0,1%

EUR/JPY 120,86 -0,3% 121,26 120,84 -0,9%

EUR/GBP 0,9070 +0,1% 0,9059 0,9133 +7,2%

GBP/USD 1,2375 -0,2% 1,2398 1,2288 -6,6%

USD/JPY 107,68 -0,3% 107,96 107,70 -0,9%

USD/KRW 1203,90 +0,4% 1199,45 1202,31 +4,2%

USD/CNY 7,0679 +0,0% 7,0655 7,0707 +1,5%

USD/CNH 7,0717 +0,0% 7,0702 7,0721 +1,5%

USD/HKD 7,7505 +0,0% 7,7504 7,7504 -0,5%

AUD/USD 0,6898 -0,1% 0,6902 0,6854 -1,6%

NZD/USD 0,6450 -0,1% 0,6453 0,6411 -4,2%

Bitcoin

BTC/USD 9.124,51 -0,4% 9.158,26 9.112,51 +26,6%

Am Devisenmarkt tendierte der Dollar seitwärts. Der Euro notierte im späten Geschäft wenig verändert bei 1,1235 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,61 39,27 +0,9% 0,34 -32,1%

Brent/ICE 0,00 41,15 0% 0,00 -34,7%

Die Ölpreise gaben mit Sorgen über einen Angebotsüberhang etwas nach. Die US-Sorte WTI verlor 0,9 Prozent auf 39,36 Dollar je Barrel, Brent gab 1,4 Prozent nach auf 41,14 Dollar.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.784,28 1.782,05 +0,1% +2,23 +17,6%

Silber (Spot) 18,24 18,18 +0,4% +0,07 +2,2%

Platin (Spot) 831,08 824,48 +0,8% +6,60 -13,9%

Kupfer-Future 2,74 2,71 +0,9% +0,02 -2,7%

Der Goldpreis nahm am Nachmittag Fahrt auf. Die stützenden Themen sind die alten: Unsicherheit, ultraniedrige Zinsen und das Fluten der Märkte mit billigem Geld lassen das Edelmetall glänzen. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,6 Prozent auf 1.781 Dollar. Das Settlement des Gold-Futures lag sogar erstmals seit 2011 über 1.800 Dollar. Im abgelaufenen Quartal hat Gold rund 13 Prozent gutgemacht.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im Juni dank einer steigenden Inlandsnachfrage belebt. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 51,2 (Mai: 50,7) Punkte. Das ist der höchste Stand seit sechs Monaten.

KONJUNKTUR JAPAN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 01, 2020 02:29 ET (06:29 GMT)

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