Mutares: Exit-Pipeline sorgt für große Gewinnfantasie

28.04.26 12:27 Uhr

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Der Geschäftsbericht von Mutares SE & Co. KGaA offenbart ein massiv gewachsenes Exit-Volumen. Das daraus resultierende Ertragspotenzial stützt die ehrgeizigen Gewinnziele der Beteiligungsgesellschaft.

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Auf den ersten Blick birgt der heute veröffentlichte Geschäftsbericht des Sanierungsspezialisten Mutares wenig Überraschungen. Wie bereits vorab gemeldet, konnte der Konzernumsatz um 23 Prozent auf 6,48 Mrd. Euro gesteigert werden und der für die Aktionäre relevante Holding-Gewinn um 20 Prozent auf 130,4 Mio. Euro.

Auch die Prognose wurde noch einmal bekräftigt, die für 2026 eine weitere kräftige Steigerung des Konzernumsatzes auf 7,9 bis 9,1 Mrd. Euro und des Holding-Gewinns auf 165 bis 200 Mio. Euro vorsieht. Mittelfristig peilt der Vorstand bis 2030 weiterhin eine jährliche Steigerung beider Kennzahlen um mindestens 25 Prozent an, womit das bisherige Mittelfristziel von 10 Mrd. Euro Umsatz und 200 Mio. Euro Holding-Gewinn nun deutlich früher als 2030 erreicht werden soll.

Was insbesondere beim Holding-Gewinn sehr ambitioniert erscheint, wird nun aber im „Kleingedruckten“ mit interessanten Daten unterfüttert. Denn per Ende 2025 sieht das Management gleich zehn Unternehmen mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro und einem bereinigten EBITDA von 116,7 Mio. Euro im Stadium der Exit-Reife, der sogenannten „Harvesting“-Phase. Ende 2024 waren es hingegen nur sechs Unternehmen mit einem Umsatz von 680,2 Mio. Euro und einem bereinigten EBITDA von 39,2 Mio. Euro – also gemessen am Geschäftsvolumen und operativen Ertrag nahezu eine Verdreifachung der Exit-Pipeline.

Unterstellt man ein konservatives EBITDA-Multiple von 5, läge das Ertragspotenzial der aktuellen Exit-Pipeline bereits bei knapp 600 Mio. Euro. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Münchner für dieses Jahr „nur“ die angekündigte Mindestdividende von 2 Euro je Aktie ausschütten wollen, zumal auch diese beim aktuellen Kurs von 25 Euro noch einer Rendite von 8 Prozent entspricht. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung bleibt jedoch, dass das hohe Exit-Potenzial nun auch – wie vom Vorstand beteuert – sukzessive in entsprechende Transaktionen umgesetzt wird.

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Erstellung am 28.04.26 um 12:12 Uhr.

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