Mutares: Kommt der Megadeal?
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Mutares prüft zahlreiche Übernahmen in den USA und stellt einen spektakulären Exit in Aussicht. Gelingt der Coup, hätte die Aktie explosives Potenzial.
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Etwas sarkastisch könnte man sagen, Mutares rührt mal wieder kräftig die Werbetrommel, man weiß nur noch nicht genau, warum. Jedenfalls enthält die heute veröffentlichte Meldung der auf Sanierungsfälle spezialisierten Beteiligungsgesellschaft zumindest auf den ersten Blick wenig handfeste Neuigkeiten.
15 Targets in Übersee
Zunächst wird noch einmal auf die kürzlich erfolgte Zustimmung der Bond-Gläubiger zu einer zeitweisen Aussetzung einer Anleihebedingung hingewiesen sowie auf die jüngst abgeschlossene Kapitalerhöhung, die Mutares brutto 105 Mio. Euro in die Kasse gespült hat und vornehmlich zur weiteren Expansion in den USA eingesetzt werden soll. Letzteres wird nun immerhin dahin konkretisiert, dass in Übersee aktuell rund 15 Targets aus den Branchen Energie, Chemie, verarbeitendes Gewerbe, Infrastruktur und Automobil geprüft werden, die einen Jahresumsatz zwischen 100 Mio. und 1,5 Mrd. Euro aufweisen.
Erstes Quartal äußerst robust
Bestätigt wurde auch noch einmal die Jahresprognose für 2026, die eine kräftige Steigerung der Konzernerlöse auf 7,9 bis 9,1 Mrd. Euro (Vj: 6,5 Mrd. Euro) und des für die Aktionäre relevanten Holding-Gewinns auf 165 bis 200 Mio. Euro (Vj: 130 Mio. Euro) vorsieht. Hierzu wird nun erläuternd ausgeführt, dass die operative Entwicklung im Portfolio im ersten Quartal „äußerst robust“ verlaufen sei, ohne allerdings Details zu nennen.
Zwei Exits in spe
Etwas konkreter wird es zumindest am Ende der Nachricht. Zwar hatte der Vorstand bereits in einem früheren Interview darauf hingewiesen, dass sich aktuell zwei „Blasts“, also spektakuläre Exits, in der Pipeline befinden. Nun wird dies aber dahingehend erläutert, dass sich ein Verkauf in der entscheidenden Phase befindet und im Falle des erwarteten Vollzugs ein dreistelliger Millionenerlös winkt. Hervorgehoben wurde zudem, dass sich die Beteiligung Magirus mit einem Rekordauftragsbestand von deutlich über 800 Mio. Euro äußerst dynamisch entwickelt und aktuell mehrere Optionen zur Wertrealisierung geprüft werden, neben einem Verkauf auch ein Börsengang.
Fazit
Hier liegt denn auch der Hase im Pfeffer: Sollte Mutares einen dieser Exits - oder besser noch beide - ins Ziel bringen, dürfte die Aktie, die auf Basis der obigen Vorstandsprognose mit einem KGV von unter 4 gehandelt wird, bald deutlich höhere Kurse sehen. Ansonsten wird das Siechtum der letzten Monate wohl weiter gehen. Die kommenden Wochen bleiben spannend.
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Erstellung am 27.04.26 um 11:55 Uhr.
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