21.06.2022 17:52

Neue Chefin fordert mehr Macht für EU-Versicherungsaufsicht

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München (Reuters) - Die neue Chefin der EU-Versicherungsaufsicht EIOPA fordert für die Behörde angesichts der zunehmenden Digitalisierung in der Branche mehr Durchgriffsmöglichkeiten.

Immer mehr Versicherer böten ihre Policen dank des Online-Vertriebs über Landesgrenzen hinaus an, sagte EIOPA-Präsidentin Petra Hielkema am Dienstag auf einer Online-Konferenz. "Im Geiste des gemeinsamen Marktes sollte das kein Problem sein." Aber in der Praxis wüssten die Kunden oft nicht, nach welchen nationalen Regeln sie versichert seien und wer haftbar zu machen sei, wenn etwas schieflaufe. Die EIOPA könne nur den Finger in die Wunde legen, wenn Policen etwa zu teuer oder für die Kunden nicht sinnvoll seien, kritisierte die Niederländerin in Frankfurt. Wenn die nationalen Aufseher nicht handelten, sei sie machtlos.

"Aufsicht ist unsere Stärke. Aber wir sind nur so stark wie unsere Befugnisse es uns erlauben", sagte Hielkema, die die EIOPA seit September führt. "Zu oft brauchen wir zu lange, um diese Fälle zu lösen." Hielkema verwies darauf, dass die EIOPA den Auftrag habe, die Finanzstabilität zu sichern, aber auch die Verbraucher zu schützen. Sie wisse aber, dass es in der EU derzeit keinen politischen Willen gebe, eine zentrale Aufsicht zu schaffen wie bei den Banken. Die EIOPA setzt ihrem Auftrag gemäß nur den Rahmen für die nationalen Versicherungsaufseher - anders als bei den Banken, wo die Europäische Zentralbank (EZB) die großen Institute in der Euro-Zone direkt überwacht. Dann müsse man die Probleme eben anders lösen. "Das Problem wird nicht von allein weggehen", sagte Hielkema.

Die EIOPA schaue deshalb genau auf den Vorschlag der EU-Kommission für eine Richtlinie, mit der wenigstens die Rettung und die Abwicklung von Versicherern europaweit vereinheitlicht werden soll. "Das wäre sinnvoll für die Finanzstabilität und die Versicherten", sagte die Behördenchefin. Die großen Versicherer haben stets darauf verwiesen, dass sie wegen der Struktur ihres Geschäfts in einer Finanzkrise weniger anfällig wären als die Banken.

(Bericht von Alexander Hübner, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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