04.09.2021 08:02

IAA Automobilmesse: Blutleerer Branchenevent

Neues Konzept in München: IAA Automobilmesse: Blutleerer Branchenevent | Nachricht | finanzen.net
Neues Konzept in München
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Pressekonferenzen von BMW, Schaeffler und ZF Friedrichshafen läuten kommende Woche die 69. Internationale Automobilaus­stellung ein.
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€uro am Sonntag

von Redaktion €uro am Sonntag

Pressekonferenzen von BMW, Schaeffler und ZF Friedrichshafen läuten kommende Woche die 69. Internationale Automobilaus­stellung ein. Sie findet von 7. bis 12. September mit neuem Konzept als "IAA Mobility" erstmals in München statt. Die Auswahl zeigt auch schon ein Hauptdefizit: Fast nur deutsche Unternehmen tummeln sich dort, die großen internationalen ­Autokonzerne sind dem einstmals herausragenden Branchenereignis ferngeblieben.

"Das Auto spielt bei der IAA Mobility eben nicht mehr die Hauptrolle", erläutert Autoexperte Ferdinand ­Dudenhöffer. Die Messe sei zu einer Art Volksfest mit Diskussionsbühne mutiert, eine bunte Melange aus Hüpfburgen und Fahrrädern statt klarer Fokussierung auf das Auto. "Da stellt sich für Toyota, Tesla & Co schon die Frage, was sie da ­sollen." Außerdem gehe der Trend der Firmen ohnehin in die Richtung, neue Produkte statt auf klassischen Messen lieber auf firmeneigenen Events zu präsentieren. Dort lässt sich die Wirkung auch besser messen.

Derweil steckt die Autobranche selbst in einer beispiellosen Situation. Das betrifft einerseits die historische Transformation zum Elektroauto, die alle Kräfte bündelt. Gleichzeitig bremsen Lieferengpässe und Chipmangel die Hersteller immer stärker ein. Dabei haben die deutschen Autobauer im zweiten Quartal noch neue Rekordgewinne ­vermeldet: Volkswagen, Daimler und BMW verdienten zusammen operativ 17 Milliarden Euro - so viel wie nie zuvor.

"Es ist ein seltenes Phänomen", bringt Dudenhöffer die Lage auf den Punkt. "Autos sind knapp und fünf Millionen Fahrzeuge weltweit können wegen der Engpässe nicht gebaut werden." Neben der andauernden Knappheit schlägt sich auch die eingetrübte Konjunktur am chinesischen Automarkt nieder, der als Lokomotive des weltweiten Autogeschäfts gilt. Das Ifo-Stimmungsbarometer für die deutschen Autohersteller stürzte im August auf 28,8 (Vormonat: 56,4) Punkte ab - der schlechteste Wert seit April. "Die Autobranche leidet nach wie vor unter Lieferengpässen", sagt Ifo-Experte Oliver Falck.

Wie lange die Durststrecke noch andauern wird und wie stark sie die Ergebnisse schmälert, ist ­offen. Der Mangel an Mikrochips wird nach ­Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann aber nur vorübergehend sein. Es gebe in der Zwischenzeit beträchtliche Investitionen in die Produktion von Chips, sagte der österreichische Notenbanker der Tageszeitung "Der Standard". "Wie immer in solchen Situationen werden wir wahrscheinlich schon in einem Jahr ein Über­angebot an Chips ­sehen."










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Bildquellen: BMW Group

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