24.09.2021 18:17

Nike: Sind die Lieferketten wirklich das einzige Problem?

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Umsätze, die nicht mit den Erwartungen mithalten konnten, und eine gesenkte Jahresprognose haben der Nike-Aktie heute kräftige Kursverluste beschert – zuletzt notierte das Papier des Sportartikelkonzerns 6,7 Prozent im Minus. Doch sind angespannte Lieferketten wirklich das einzige Problem?Ganz klar, Nike wird von der monatelangen Schließung seiner Fabriken in Vietnam wegen strikter Corona-Maßnahmen gebremst. "Wir haben bereits zehn Wochen Produktion verloren", sagte Nike-CFO Matt Friend bei der Vorlage von Quartalszahlen am Donnerstagabend. Das Unternehmen musste die Fertigung nach China und Indonesien verlagern. Die Überlastung der globalen Lieferketten führte zudem dazu, dass die fertige Ware deutlicher länger nach Nordamerika brauchte als gewohnt.In einer Telefonkonferenz hat Nike ausgeführt, dass vier Fünftel der Produktionskapazitäten bei den Schuhen sowie die Hälfte bei der Kleidung ausgefallen sei. Die Auslieferzeiten hätten sich von 40 auf 80 Tage verdoppelt. Diese Faktoren einkalkuliert, traut sich Nike für das Gesamtjahr nun nur noch ein mittleres einstelliges Wachstum zu. Zuvor erwartete die Geschäftsführung ein niedriges zweistelliges Wachstum. Insbesondere im laufenden Quartal sollen die Auswirkungen spürbar sein und der Umsatz könnte dann sogar schrumpfen.
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Quelle: Der Aktionär

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