finanzen.net
20.05.2019 03:03
Bewerten
(0)

NOZ: Mehr als 100.000 Euro Gagen für Promi-Auftritte auf Ministeriums-Websites

DRUCKEN
Osnabrück (ots) - Mehr als 100.000 Euro Gagen für Promi-Auftritte auf Ministeriums-Websites

Zahlen des Bundespresseamtes - FDP-Abgeordneter Fricke: Grenze zwischen Informationsauftrag und politischer Eigenwerbung überschritten Osnabrück. Die Öffentlichkeitsarbeit von Ministern und Regierung in den sozialen Netzwerken gerät erneut in die Kritik. Grund sind Gagen, die Promis und Youtube-Stars für Gastauftritte auf Ministeriums-Websites erhalten haben. Seit 2014 gab der Bund 101.302 Euro an Honoraren, Aufwandsentschädigungen oder sonstiger Spesen für 16 Schauspieler und Influencer aus. Das geht aus einer Antwort des Bundespresseamtes auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt. Es bestehe die Gefahr, "dass die Grenze zwischen berechtigtem Informationsauftrag und politischer Eigenwerbung leichtfertig überschritten wird", sagte der FDP-Abgeordnete Otto Fricke der "NOZ". Die 25-jährige Youtuberin Lisa Sophie Laurent erhielt laut Antwort des Bundespresseamtes 11.305 Euro
unter anderem für eine Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium. 10.883 Euro kassierte ihre Kollegin Lisa Ruhfus, die zum Beispiel ein Interview von Kanzlerin Angela Merkel mit Internet-Persönlichkeiten moderierte. Der kubanische Choreograf Jorge Gonzáles wurde mit 4.011 Euro honoriert, er warb in einem Video des Bundesumweltministeriums für Klimaschutz. 44.712 Euro Gage erhielt der Schauspieler Tom Wlaschiha, der für das Bundesentwicklungsministeriums Youtube-Videos aus Krisenregionen drehte. Zwar sei es legitim, wenn Prominente und Influencer der Bundesregierung auch im Internet dabei unter die Arme griffen, gesellschaftliche Debatten anzustoßen, sagte Fricke. "Wenn Ministerinnen und Minister die angeblich überzeugten Unterstützer dafür bezahlen, dass sie gemeinsam mit ihnen oder aber für sie im Netz auftreten, wird es allerdings unglaubwürdig." Der Haushaltsexperte der FDP-Fraktion forderte die Bundesregierung auf, öffentlich zu erklären, "weshalb es aus ihrer Sicht notwendig und gerechtfertigt war, dass sie etwa Lisa Sophie Laurent mehr als 10.000 Euro oder dem Rapper Eko Fresh 500 Euro für die Unterstützung der politischen Arbeit der Bundesregierung gezahlt hat und wie genau sich diese Beträge zusammensetzen". Im Sinne größtmöglicher Transparenz solle die Bundesregierung zudem zukünftig schon vorab dafür sorgen, dass bekannt und im Netz für jedermann offensichtlich sei, wenn Prominente für Auftritte auf Social Media-Kanälen der Regierung bezahlt werden - "so, wie es auch im Journalismus üblich ist". Am Donnerstag hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisch über die Einrichtung von Newsrooms in Ministerien und Parteien geäußert. Er sei skeptisch, wenn Parteien und Ministerien Nachrichten selbst produzierten, sagte er. Das sei die Aufgabe der Medien.

OTS: Neue Osnabrücker Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/58964 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX wenig bewegt -- Asiens Börsen legen zu -- Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust -- Wirecard-Aktionäre winken Wandelanleihe für Softbank-Einstieg durch -- Vossloh, HELLA im Fokus

Dish Network kauft anscheinend T-Mobile- und Sprint-Aktiva für 6 Milliarden Dollar. Merck platziert Hybridanleihe in Höhe von 1,5 Mrd Euro. Kartellamt beanstandet offenbar Telekom-Glasfaserprojekt. Bayer bittet US-Richter zur Aussetzung von Urteil in Glyphosat-Prozess. BMW ruft 560 000 Autos in die Werkstätten.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Promis
Diese Sternchen haben ihren eigenen Aktien-Index
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
SteinhoffA14XB9
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
Beyond MeatA2N7XQ
Infineon AG623100
Lufthansa AG823212
Amazon906866
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
BayerBAY001
Microsoft Corp.870747
Facebook Inc.A1JWVX
Apple Inc.865985