finanzen.net
29.06.2020 16:20

NPL-Handelsplattform Debitos rechnet mit Verdopplung der NPL

Folgen
Werbung

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Finanzdienstleister Debitos rechnet damit, dass sich das Volumen der notleidenden Kredite (non performing loans - NPL) im Euroraum infolge der Corona-Pandemie verdoppeln wird. "Wir erwarten, dass das NPL-Volumen bis 2021 von rund 500 auf mehr als 1 Billion hochgehen wird", sagte CEO Timur Peters im Interview und fügte hinzu: "Wir werden Ende des dritten Quartals die ersten Einschläge sehen, wenn die derzeit geltenden Zahlungsaufschübe und Moratorien auslaufen." Debitos ist eine Online-Plattform, auf der Banken und andere Akteure notleidende Forderungen höchstbietend versteigern können.

Hier sind neben großen Playern auch mehrere hundert kleiner bis mittelgroßer Investoren als Käufer registriert, die ihr Investmentprofil hinterlegt und die Handelsbedingungen von Debitos anerkannt haben. Sie können bei Interesse sofort handeln. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt bietet damit einen Service, dessen Aufbau sich die EU-Kommission nach der Finanzkrise auf die Fahnen geschrieben hatte, um auf die nächste Krise besser vorbereitet zu sein. "Jetzt haben wir diese Situation wieder", sagte Peters.

Derzeit sind bei Debitos Kredite für 680 bis 700 Millionen Euro im Angebot. Ein großer Teil davon stammt aus Italien - Ergebnis einer neuen Kooperation mit dem italienischen Kreditmanager Dovalue, der alleine in Italien Kredite im Wert von 80 Milliarden Euro verwaltet. Allerdings liegen wegen der Corona-Pandemie Angebots- und Nachfragepreise besonders in Italien noch recht weit auseinander, so dass nur wenig Geschäfte zustande kommen. Debitos rechnet damit, dass die Unsicherheit bis September so weit verschwunden ist, dass das Geschäft dort dann wieder in Gang kommt. "Deutsche Banken nehmen bereits jetzt wieder mehr Kontakt auf", sagte Peters.

Der Debitos-CEO hofft - "auch im Interesse einer gesunden Ökonomie" - damit, dass die Europäische Zentralbank an ihrem im vergangenen Jahr beschlossenen strikten Regelwerk für den raschen Abbau von NPL festhält. Seine Befürchtung ist allerdings, "dass der politische Druck aus Italien und anderen Ländern wieder groß sein wird, die Richtlinien aufzuweichen".

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

June 29, 2020 10:20 ET (14:20 GMT)

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Asiens Börsen uneinheitlich -- HeidelbergCement muss Milliarden abschreiben -- Talanx-Aktionär will anscheinend Anteilspaket auf den Markt werfen.

US-Technologie-Schwergewichte auf Rekordhöhen. Ungeliebte Dollar-Konkurrenz: Hielt Trump Mnuchins Team dazu an, Bictoin zu verfolgen? "Ich mag Elon Musk" - Mark Cuban bewundert den Tesla-Chef. Amazon verschiebt Prime Day erneut - Event soll nun im Oktober stattfinden.

Umfrage

Deutschland debattiert über ein Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Ballard Power Inc.A0RENB
Deutsche Bank AG514000
Lufthansa AG823212
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
CommerzbankCBK100
Plug Power Inc.A1JA81
Amazon906866
BayerBAY001
Infineon AG623100
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11