SMA Solar-Aktie zweistellig im Minus: US-Zölle und Nachfrage-Boom sorgen für frisches Momentum

Signale einer Trendwende bei der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen stimmen den Hersteller von Wechselrichtern SMA Solar zuversichtlicher für 2026.
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"Nach einem verhaltenen Jahresauftakt bei den Zubauraten für Heim- und Gewerbeanlagen ist seit März eine Stabilisierung der Nachfrage erkennbar. Wir werten dies derzeit als erste Anzeichen einer Trendwende", sagte Unternehmenschef Jürgen Reinert am Mittwoch zur Vorstellung der Zahlen des ersten Quartals.
Den Umsatz sowie den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht Reinert 2026 nun jeweils im oberen Drittel der prognostizierten Bandbreiten von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro beziehungsweise 50 bis 180 Millionen Euro. Dabei würden auch potenzielle Rückerstattungen im Zusammenhang mit den vom obersten US-Gericht als rechtswidrig eingestuften US-Zöllen berücksichtigt.
In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 340,9 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um rund sechs Prozent auf 26,1 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand wegen latenter Steueraufwendungen ein Verlust von 1,6 Millionen Euro.
Analyst Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies sprach von einem in Summe eher durchwachsenen Quartal im Vergleich zu den Erwartungen. So habe das operative Ergebnis die Schätzung verfehlt. Die Aufträge seien hingegen überraschend hoch. Hinzu komme der verbesserte Ausblick für das Gesamtjahr.
Der Kurs der im SDax notierten Aktie fiel bis zum Mittag um rund eineinhalb Prozent auf 59,45 Euro, während der Nebenwerteindex zulegte. Allerdings bringt es SMA Solar 2026 bereits auf ein Kursplus von 74 Prozent, da Anleger stark auf eine Geschäftsbelebung setzen. Daher überraschten aktuell Gewinnmitnahmen durch manch einen Anleger nicht, sagte ein Händler.
SMA-Solar-Rally weiter ausgebremst - Quartalsergebnis enttäuscht
Das Zahlenwerk von SMA Solar hat die Aktie des Solartechnik-Herstellers am Mittwoch nach der jüngsten Kursrally noch etwas weiter unter Druck gebracht. Für die SMA Solar-Aktie geht es via XETRA zeitweise 12,02 Prozent auf 53,05 Euro runter. Am Montag noch war das Papier auf 64 Euro und damit den höchsten Stand seit Oktober 2023 gesprungen.
Ergebnisseitig habe SMA die Markterwartungen durch die Bank verfehlt, was vor allem nach der starken Rally Spuren hinterlassen dürfte, kommentierte Jefferies-Analyst Constantin Hesse das erste Quartal des SDAX-Unternehmens. Stark seien aber die Auftragseingänge und auch der angehobene Ausblick.
Ihm zufolge dürfte nun die am frühen Nachmittag anstehende Telefonkonferenz spannend werden. Der Fokus wird Hesse zufolge auf dem Auftragseingang liegen sowie auf möglichen Auswirkungen des Förderstopps der EU-Kommission für Energieprojekte, die Wechselrichter und Speicherkomponenten aus Hochrisikoländern wie vor allem China nutzen.
/mis/jha/
NIESTETAL (dpa-AFX)
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Bildquellen: SMA Solar, SMA Solar Technology AG